TuS Nortorf - FC Itzehoe  0:0

- 29.10.2011 -

Spielbericht
 

Nortorf lässt FC Itzehoe erneut stolpern

Am 22. Mai dieses Jahres ließ der FC Itzehoe - seinerzeit noch als SG Türk Spor/Itzehoer SV - letztmals Punkte in der Verbandsliga Süd-West liegen. Ort des Geschehens war der Heinkenborsteler Weg in Nortorf, denn am 29. Spieltag der Saison 2010/2011 hieß es am Ende 1:1. Und die TuS-Arena erwies sich am Sonnabend auch in der aktuellen Spielzeit als erster Stolperstein für den Klassenprimus.

Die bisher ausnahmslos siegreichen Gäste mussten sich gegen aufopferungsvoll kämpfende Mittelholsteiner mit einem torlosen Remis zufrieden geben. Logisch, dass Nortorfs Interimscoach Thorsten Syben seine Elf mit Lob überschüttete. "Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie willig ist, den Klassenerhalt mit aller Kraft zu erreichen", sagte Syben, der seine Truppe "taktisch sehr diszipliniert" gesehen hatte. In der Tat ließen die Einheimischen die beste Offensive der Liga lange Zeit nicht ins Rollen kommen. Die Innenverteidigung um Lars Gudjons und Tristan Doege nahm das brasilianische Sturmduo Luiz Firmino Emerson/Diego Zilio aus dem Spiel, und in der kreativen Zone machte der TuS die Räume geschickt eng und verschob klug. So hatten die Gastgeber in Person von Jan-Patrick Siegel vor dem Seitenwechsel sogar die besseren Chancen. In der 35. Minute verzog Siegel knapp, ehe er unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff an Sören Wiechert im FC-Gehäuse scheiterte (44.).

Nach der Pause erhöhten die wütenden Gäste sukzessive den Druck, und Zilio setzte mit einem Pfostentreffer ein Ausrufezeichen (46.). Dann aber begann die Sternstunde von Nortorfs Torwart Jan Wettern. Einen Kopfball von Zaurbek Ikoev lenkte Wettern über die Querstange (55.), ehe Emerson 120 Sekunden später bei seiner einzigen nennenswerten Aktion ebenfalls seinen Meister in Nortorfs Keeper fand, der mit einem tollen Reflex parierte. "In den letzten 20 Minuten besaßen die Gäste Chancen im Zweiminutentakt", schilderte Syben die nervenaufreibende Schlussphase, in der Nortorfs Defensive "mit allen Körperteilen" verteidigte und keine Luft mehr zum Durchatmen hatte. Entlastung gab es nur in der 60. Minute, als Hauke Horstmann aus der Distanz zu hoch zielte. "Nach den schwierigen Tagen um die Trennung von Michael Opitz waren diese Reaktion und vor allem das Ergebnis für die Mannschaft sehr wichtig", fasste Syben die eine emotionale Nortorfer Woche zusammen.

Quelle: Holst. Courier / Landeszeitung (31.10.2011)

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0:0 - FC Itzehoe beißt sich an Teufelskerl Jan Wettern im Nortorfer Gehäuse die Zähne aus

Wie einen Sieg feierte TuS Nortorf das 0:0 gegen Spitzenreiter FC Itzehoe in der Fußball-Landesliga Süd. Die Gastgeber konnten sich bei ihrem überragenden Torhüter Jan Wettern bedanken, dass ihnen diese Überraschung gelungen war. "Das hatte mit Fußball nichts zu tun", beurteilte hinterher FCI-Coach Kurt Hesse die destruktive Spielweise der Nortorfer. Chancen hatte sein Team allerdings genug herausgespielt, lediglich im Abschluss haperte es diesmal. Weh tat den Gästen dieses 0:0 indes nicht, denn auch der ärgste Konkurrent TuS Hartenholm ließ beim 1:1 gegen Kaltenkirchen Federn.

Nachdem Nortorfs Trainer Michael Opitz vor Wochenfrist sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte, saß diesmal Thorsten Syben als Interimscoach auf der Bank. Der hatte mächtig Beton angerührt und sein junges Team immer wieder durch seinen Zwischenruf "Formation" daran erinnert, die Igelstellung nicht aufzulösen. Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber dennoch die Riesenmöglichkeit in Führung zu gehen, als Jan-Patrick Siebert nach einem Fehler von Oliver Haider plötzlich allein auf Torhüter Sören Wiechert zumarschierte, der dann gerade noch mit Fußabwehr klären konnte (44.). Zuvor hatte Siegel bei einem Schuss von der Strafraumgrenze knapp verzogen (30.). Das war es dann jedoch schon, was die Gastgeber an Offensivaktionen zu bieten hatten.

Ließ es der FCI in der ersten Hälfte noch relativ ruhig angehen - lediglich zwei nennenswerte Torchancen von Diego Zilio (15.) und Ahmet Tyriaki (37.) waren zu verzeichnen - gaben die Gäste in der zweiten Hälfte richtig Gas. Mit schnellem Spiel über die Außenpositionen wurde Nortorf jetzt mächtig unter Druck gesetzt. Die Gastgeber kamen nun überhaupt nicht mehr aus ihrer Hälfte heraus und die Chancen des FCI häuften sich. Allerdings war Teufelskerl Wettern im Nortorfer Gehäuse nicht zu bezwingen. Egal ob Diego Zilio, Zaurbek Ikoev oder Emerson Firmino - alle scheiterten am Nortorfer Torwart. Hinzu kam ein Pfostentreffer von Ikoev (46.), und nachdem Zilio den TuS-Keeper ausgespielt hatte, stand noch ein Abwehrspieler im Weg (75.).

"In der nervenaufreibenden Schlussphase hatten die Itzehoer Chancen im Zweiminutentakt", stellte Nortorfs Interimscoach Syben fest. Sein Team verteidigte in der Defensive "mit allen Körperteilen" und hatte keine Luft mehr zum Durchatmen. "Spielerisch haben wir in der zweiten Halbzeit eigentlich alles richtig gemacht", machte FCI-Trainer Kurt Hesse seinem Team keinen Vorwurf. Mit der Chancenverwertung dürfte Hesse jedoch kaum zufrieden gewesen sein.


Quelle: NORDDEUTSCHE RUNDSCHAU (31.10.2011)


Spielbericht (DFBnet)