Saison 2008/09 - Pressebericht zum neunzehnten Spieltag der Verbandsliga Süd-West
Toller Start - Nur Nortorf tanzt aus der Reihe
Endlich wieder Verbandsligafußball! Nach einer rund zehnwöchigen Pause waren alle Teams erstmals wieder im Einsatz, darunter natürlich auch alle vier Neumünsteraner Vertreter. Und die hiesigen Clubs waren überaus erfolgreich, gingen doch der PSV, der TSV Wankendorf und der TSV Gadeland allesamt als Sieger vom Platz. Den einzigen Ausrutscher des Wochenendes erlaubte sich der TuS Nortorf.
PSV - Henstedt-Rhen II 4:1
Rund eine halbe Stunde lang tat sich der Spitzenreiter gegen die SH-Ligareserve recht schwer, dann sorgte eine vergebene Riesenchance von Rhens Niklas Bednarowski alleine vor Stefan Behmerburg (30.) für den Wachrüttler. "Zu Beginn sind wir gar nicht in die Strümpfe gekommen. Die Gäste haben allerdings auch sehr kompakt gestanden", resümierte PSV-Coach Norbert Heitmann, dessen Truppe in der ersten Halbzeit eine mitreißende Endphase bot. Denn innerhalb von nur neun Minuten stellten die "Ordnungshüter" die Weichen auf Heimsieg. Winter-Neuzugang Abdul Yilmaz (vormals FC St. Pauli II) ließ mit einer tollen Einzelleistung und dem folgenden 1:0 den Knoten platzen (36.), ehe Philip Tinney (39.) und Oliver Jurkic (44.) auf 3:0 erhöht hatten, nachdem erst Yilmaz und anschließend Patrick Fürst die Gästedeckung mit Pässen in deren Rücken ausgehebelt hatten. "Das war ein Schock. Und wenn du gegen den PSV erst einmal so klar hinten liegst, dann hast du gegen diese Offensivmacht keine Chance mehr", sah Rhens Coach Peter Kobrow die Felle frühzeitig davonschwimmen. Nach dem Wiederbeginn agierten die "Polizisten" zusehends überlegener, erzielten durch Christoph Maliszews ki, der nach einem Fürst-Eckstoß zur Stelle war, aber "nur" noch ein weiteres Tor (4:0/60.). Dies lag vor allem daran, dass das Gestänge an der Stettiner Straße zu tief hängt. So trafen nämlich Maliszewski (63.), Winter-Neuzugang Christian Schmidt (75.) und auch Yilmaz (86.) allesamt nur den Querbalken. Rhens Ehrentor durch Jens Hattendorf (90./+2) war nur ein Schönheitsfleck auf der PSV-Weste. "Diese Partie haken wir ab und blicken nun bereits der kommenden Aufgabe am Sonntag in Lägerdorf entgegen", sagte Heitmann abschließend.
Polizei-SV Union: Behmerburg - Jahnsen (77. P. Schenzer), C. Schmidt, Eggers, Aktas - Zielinski (68. Krauel), Tinney - Fürst (84. Hasanovic), Yilmaz, Maliszewski - Jurkic.
Henstedt-Rhen II: Pranzas - Berge, Ebeling (46. Hattendorf), Neu - L. Pfeiffer, Wuttig - Bednarowski (65. Hofer), Hartmann, N.-H. Schmidt, Bode - T. Pfeiffer (70. Czerwinsky).
SR: Schwarzer (Audorf).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Yilmaz (36.), 2:0 Tinney (39.), 3:0 Jurkic (44.), 4:0 Maliszews ki (60.), 4:1 Hattendorf (90./+2).
Alem. Wilster - Nortorf 2:0
Das Verfolgerduell hielt nicht, was es versprach. Beide Teams waren kaum einmal in der Lage, sich nennenswerte Chancen herauszuarbeiten, wobei besonders Nortorf eine erschreckend harmlose Vorstellung bot. "Das war ein sehr enttäuschender Auftakt von uns. Meine Mannschaft war nicht in der Lage, auch nur irgendetwas ansatzweise umzusetzen. Das war wirklich eine sehr schlechte Leistung", grantelte TuS-Trainer Dierk Schröder. Wilster wartete nur auf Fehler der Gäste und wurde bereits nach gut einer Viertelstunde bestätigt, als Adzi Velovic nicht konsequent genug klärte, Sven Kolbe anschließend zwei Nortorfer austanzte und per unhaltbarem 14-Meter-Linksschuss flach ins Eck traf (1:0/18.). Fast noch schlimmer die Entstehung des zweiten Treffers: Ohne Not machten die Blau-Weiß-Roten ihre Viererkette auf und ließen den an der Mittellinie startenden Steffen Behrens gewähren. Der Alemannia-Akteur spielte dann auch noch den 30 Meter vor seinem Gehäuse postierten Gästekeeper Stefan Fischer aus und markierte das 2:0 (62.). Auf der Gegenseite blieben alle Lüftchen lau. "Es kann echt nicht angehen, dass wir uns in 90 Minuten keine echte Tormöglichkeit herausgespielt haben. Auch aus dem Mittelfeld kamen keine zündenden Ideen", schüttelte Dierk Schröder den Kopf.
Die Nortorfer wollen bereits morgen beweisen, dass sie es besser können. Um 19 Uhr kommt es zu einem Testspiel beim gleichklassigen TSV Groß Vollstedt.
Alemannia Wilster: Kraus - Kolbe - Wesemann (85. Feldmann), Mon scheuer - Früchtl, Albrechtsen, Matthias Alpen, Manuel Alpen, S. Behrens - Donner, T. Behrens.
TuS Nortorf: Fischer - Velovic (46. Klucke), Gudjons, Göttsche, S. Schlotfeldt (83. Dennis Schröder) - Ehlbeck (46. S. Klages), L. Redmann, Schütt, J. Klages - Viergutz, Künstler.
SR: Kühl (Bredenbek).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Kolbe (18.), 2:0 S. Behrens (62.).
W’dorf - Schackendorf 3:1
Auf dem Jahnplatz stand weniger das programmgemäße Resultat im Fokus, sondern vielmehr die Ankündigung von Trainer Peter Trottenberg, am Saisonende in Wankendorf aufzuhören. "Das habe ich den Verantwortlichen mitgeteilt", verriet der Coach, der mit dem Kreisligisten Polizei-SV Union II in Verbindung gebracht wird, die Verhandlungen an der Stettiner Straße aber als "nichts Konkretes" abtat. Einen Nachfolger für Trottenberg wollen die Gelb-Blauen in Kürze präsentieren.
Gegen die abstiegsgefährdeten Schackendorfer erlebte der scheidende Trainerfuchs Teil eins seiner Abschiedstournee - mit Erfolg. In dem von vielen Fouls und zahlreichen Gelben Karten, besonders für die Gäste, geprägten Begegnung legte Wankendorfs Verteidiger Christoph Hübner mit einer 1a-Vorstellung gegen den gefährlichen SVS-Angreifer Sebastian Bossert den Grundstein. Der Abwehrrecke der Hausherren gewährte dem Gästestürmer nur eine Kopfballchance - kurz vor Schluss, als alles bereits entschieden war. Eine wichtige Figur im Wankendorfer Spiel war aber nicht nur Hübner, sondern auch Torhüter Kim Ebsen. Nachdem Mathias Gerndt frühzeitig für das 1:0 gesorgt hatte (10.), wehrte die Nummer 1 der Jahnplatz-Elf in einer Eins-gegen-eins-Situation eine Attacke von Maurice Uhlenbrock ab (21.). "Das hätte gut und gerne der Ausgleich sein können", berichtete Trottenberg, der das 2:0 kurz darauf durch Helge Duggen (35.) als "Vorentscheidung" wertete. Nach dem Wiederanpfiff versäumten es die Platzherren, auf tiefem Geläuf für Ruhe zu sorgen. Knuth Ehmcke (47.) sowie - nach dem Platzverweis für Schackendorfs Ferdinand Henze (51.) - gleich drei Mal Duggen versiebten insgesamt vier Hochkaräter. "Wir hätten es heute auch ein bisschen einfacher haben können", merkte Trottenberg süffisant an. Und so dauerte es bis zur 80. Minute, ehe Alexander Usbek mit dem 3:0 den Deckel draufpackte. Dass die Gäste durch Martin Fröhlich noch zum Ehrentor kamen (90.), war nur eine Randnotiz.
TSV Wankendorf: K. Ebsen - Hübner, Voss (78. Bär), Nordheim, Weick - Theen, Heinrich, Ehmcke, Gerndt - Duggen (65. Usbek), F. Ebsen (80. Stielow).
SV Schackendorf: Sprave - Stolten, Friedrich, Fröhlich, Meuser, Henze, Feldmayer (61. V. Tröster), Ajlani (80. Rahlf), Uhlenbrock, Muss (61. Medler), Sebastian Bossert.
SR: Iwers (Osdorf).
Zuschauer: 25 zahlende.
Tore: 1:0 Gerndt (10.), 2:0 Duggen (35.), 3:0 Usbek (80.), 3:1 Fröhlich (90.).
Gelb-Rote Karte: Henze (Schackendorf, wdh. Foulspiel/51.).
Westerrade - Gadeland 0:1
Überraschend, aber nicht unverdient hat Gadeland im ersten Punktspiel des neuen Jahres gewonnen und sich damit für die 0:4-Klatsche aus dem Hinspiel revanchiert. "In der ersten Halbzeit waren wir optisch überlegen. Unsere Körpersprache war besser als beim ersten Aufeinandertreffen, und wir hatten die besseren Chancen", analysierte Gästetrainer Andreas Greier. Nach Vorarbeit von Dennis Tomaschewski, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, schoss Arnold Rychlowski knapp über das Ziel (25.). Tomaschewski, der aus der eigenen Hälfte gestartet war und drei Gegenspieler aussteigen ließ, verfehlte das SVW-Gehäuse seitlich (38.). Nach dem Wechsel kamen die Hausherren besser ins Spiel, und Greier kritisierte: "Da waren wir hinten zu fahrlässig." Doch Thilo Möllers Distanzschuss strich haarscharf am Winkel des Gästegehäuses vorbei, ehe Marcus Schiefke nach einem Westerrader Eckstoß knapp scheiterte. Auf der Gegenseite hatten auch die Gäste von der Dannenkoppel noch eine Chance, als Joachim Jablonski sich links schön durchsetzte, aber nicht genau genug zielte (80.). "Dann hatte ich mich bereits auf ein 0:0 eingestellt", verriet Greier, der sich aber doch noch über drei Punkte freuen konnte: Einen Eckstoß von Rychlowski klärte Westerrade nur halbherzig; die erneute Rychlowski-Hereingabe erreichte Tobias Fanasch, der mit einem 20-Meter-Flachschuss den besten Westerrader, Keeper Bernd Heinrich, überwand (90./+3). Anschließend pfiff der Schiedsrichter die Partie nicht mehr an. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten bei den Gästen Marco Frauenstein und Rychlowski heraus. Westerrades Coach Heinz Menke gab nach dem Abpfiff zu: "Wir haben nicht in die Zweikämpfe gefunden."SV Westerrade: Heinrich - Hasselwander, Frenzel, Möller, M. Hepp, Buchholz, Shaie, Clausen (75. Behrens), T. Hepp (65. Pauls), David (60. Lübke), Schiefke.
TSV Gadeland: Evers - Tomaschewski, Jacob, Braasch, Fanasch, Frauenstein, Tambelque, Akcicek (70. Jablonski), Gerdt (85. Maliszewski), Begas (76. Lemke), Rychlowski.
Schiedsrichter: Back (Friedrichsort).
Zuschauer: 80.
Tor: 0:1 Fanasch (90./+3).Quelle: Holsteinischer Courier (02.03.2009)