Saison 2008/09 - Pressebericht zur Hinrunde

Starkes Sturmduo teilweise zu "torgeil"

19. Januar 2009 | Von mcn

Die Elf von Trainer Dierk Schröder belegt vor dem Start ins Pflichtspieljahr 2009 den zweiten Tabellenplatz (32 Punkte/ 47:38 Tore). Mehr als dieser Rang dürfte aber nicht möglich sein, denn der PSV Neumünster hat zwei Partien weniger und dabei bereits acht Zähler Vorsprung. Wie die Grün-Weißen haben auch die Teams hinter dem TuS weniger Spiele absolviert, sodass gar ein Abrutschen auf Rang sechs möglich ist. Dass die Blau-Weiß-Roten nicht noch besser dastehen, liegt vor allem an der fehlenden Konstanz. Immer mal wieder lassen die Nortorfer auf eine souveräne Leistung eine nahezu unerklärliche Schwäche folgen. Zwei Beispiele: Auf die längste Siegesserie folgte die längste Strecke ohne "Dreier" und auf den höchsten Heimsieg folgte direkt die höchste Auswärtsniederlage.

Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte der Tabellenzweite gegen den SV Henstedt-Rhen II. Mit 9:1 fertigte die Schröder-Truppe die Rhener "Reservisten" ab und sorgte damit für den deutlichsten Sieg in allen bisherigen Partien der Verbandsliga Süd-West.

Das große Plus der Schröder-Elf ist in dieser Saison die Offensive. Neben dem besten "Knipser" der Liga Florian Viergutz (17 Tore) rangiert mit Jan-Jürgen Künstler (13) ein Nortorfer auch auf Rang drei der Torschützenliste. Bei diesem Sturmduo ist es nicht überraschend, dass die Blau-Weiß-Roten bisher die meisten Treffer der Liga erzielten (47). Aber Viergutz betont, dass dort sogar noch weiteres Steigerungspotenzial vorhanden ist: "Teilweise sind wir beide einfach zu torgeil." Jedoch führt Künstler mit neun Torvorlagen die mannschaftsinterne Statistik in diesem Bereich an.

Die Stärke in der Offensive geht hingegen nahezu einher mit der Schwäche in der Defensive, denn 38 Gegentreffer sind für ein echtes Spitzenteam einfach zu viel. Kein Team aus der oberen Tabellenhälfte kassierte mehr Treffer als der TuS. Außerdem ist der Kader einfach zu dünn besetzt. Und so kann es sein, dass bei Verletzungspech schnell einige Punktverluste folgen.

Ein Lob verdiente sich auch das Umfeld bei der Elf vom Heinkenborsteler Weg. Mit Trainer Schröder wurde bereits vorzeitig verlängert. Auch neben der TuS-Arena wird gut gearbeitet, denn inzwischen organisierten die Offiziellen eine überdachte Sitz- und Stehplatztribüne für das Stadion.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf können die Blau-Weiß-Roten zufrieden sein, wobei der gute Tabellenplatz eher aus der Schwäche anderer Teams resultiert, als aus der eigenen konstant guten Leistung. Aber die Nortorfer haben auch bewiesen, dass sie in der Lage sind, jedes Team in der Liga zu schlagen. Am Ende müssten sich die Blau-Weiß-Roten eine Platzierung unter den ersten drei Teams sichern können, wobei die eigene Konstanz das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen wird.

Quelle: Nord Sport (19.01.2009)