Saison 2008/09 - Pressebericht zum achten Spieltag der Verbandsliga Süd-West

Nortorf steigt zum PSV-Verfolger auf

 

6. Oktober 2008 | Von Marc Nolte

 

Drei Spiele, drei Siege - die Bilanz der Neumünsteraner Fußball-Verbandsligisten konnte sich zum wiederholten Mal in dieser Saison sehen lassen.

Dank eines 2:1-Erfolges gegen den SV Todesfelde im Spitzenspiel macht sich der TuS Nortorf auf, einziger ernstzunehmender Verfolger des Polizei-SV Union Neumünsters zu werden. Die Grün-Weißen gewannen ihr Heimspiel gegen die mit vielen Ex-Neumünsteranern gespickte SG Bornhöved/Trappenkamp standesgemäß mit 3:0. Einen wichtigen "Dreier" feierte der TSV Wankendorf (6:1 gegen den SV Henstedt-Rhen II). Der TSV Gadeland genoss ein spielfreies Wochenende.

 

TuS Nortorf - Todesfelde 2:1

Beide Teams unterstrichen über die gesamten 90 Minuten, dass sie zu Recht in der Spitzengruppe der Verbandsliga rangieren. Die Nortorfer hielten körperlich gut dagegen und schafften es immer wieder, sich eigene Chancen zu erspielen. "Dass 1:1 zur Halbzeitpause war absolut gerecht", kommentierte Nortorfs Co-Trainer Hannes Drews den Pausenstand. Im zweiten Durchgang erspielten sich die vor Saisonbegriff als Topfavorit gehandelten Todesfelder ein Chancenübergewicht, sodass deutlich wurde, dass sich die Gäste nicht mit einem Punkt zufrieden geben wollten. Die Elf vom Heinkenborsteler Weg versäumte es im Gegenzug, ihre Konter mit letzter Konzentration und Konsequenz auszuspielen, sodass das Unentschieden fast bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Doch dann kam der große Moment von Arie Ehlbeck, der in der vergangenen Saison noch für die Nortorfer A-Junioren aufgelaufen war. Ehlbeck setzte sich auf der rechten Seite gut durch und zog dann in den Strafraum, um zum entscheidenden 2:1 zu treffen (89.). In der Folgezeit setzten die Gäste alles auf eine Karte, und TuS-Keeper Stefan Fischer musste noch zwei Mal sein ganzes Können aufbieten, um die drei Zähler am Heinkenborsteler Weg zu halten. "Eine Punkteteilung wäre heute eigentlich der gerechtere Ausgang gewesen", gab Drews ehrlich zu. Der Co-Trainer weiter: "Man merkt, dass wir von Spiel zu Spiel besser werden. Heute sind wir über die Zweikampfstärke in die Partie gekommen."


TuS Nortorf: Fischer - L. Redmann - Gudjons, Klages - Dennis Schröder, Schütt (70. Bruhn), Ladmia, Ruwolt, Ehlbeck - Viergutz (90./+1 Göttsche), Künstler (90./+1 O. Redmann).

SV Todesfelde: Friedrichs - Sarlak, Reining, Timmermann, Ilinsch, Möller, Haldau, Bruhn (80. Habich), Sari (87. Lembke), Lübcke, Retelsdorf.

SR: Overmann (Löwenstedt).

Zuschauer: 96 zahlende.

Tore: 1:0 Künstler (16., Foulelfmeter), 1:1 Retelsdorf (41.), 2:1 Ehlbeck (89.).

 

 

PSV - Bornhöved/Trapp. 3:0

Selten hat ein Spieler eine Partie so auf den Punkt gebracht wie PSV-Offensivallrounder Patrick Fürst: "Im ersten Durchgang sind wir schlicht und einfach nicht in die Puschen gekommen. Die zweite Halbzeit war dann eine deutliche Steigerung, da wir den Kampf angenommen und uns auch spielerisch gesteigert haben." Die ersten 45 Minuten sind schnell erzählt, denn die Gastgeber kamen schwungvoll aus der Kabine, ließen sich aber bald vom Gegner einschläfern. Nach dem Seitenwechsel stellte PSV-Trainer Norbert Heitmann um und berief André Eggers in die Sturmspitze. Diese Veränderung sollte sich bald auszahlen, denn jener Eggers, der in den ersten 45 Minute noch die Abwehrreihe sortiert hatte, erzielte die 1:0-Führung (53.). Spätestens von diesem Moment an wurde den 150 Zuschauern die erwartete Partie geboten. Die Grün-Weißen diktierten das Spiel, und die Gäste, die durch den Rückstand gezwungen waren, selbst aktiver zu werden, blieben ein ums andere Mal in der gut sortierten PSV-Defensive hängen, sodass die Heimelf immer wieder schnell und gefährlich in die Spitze spielen konnte. Vor allem der nimmermüde und immer quirlige Fürst sorgte über die rechte Außenbahn für Gefahr. Der Ex-Gadelander bereitete auch das 2:0 von Gökhan Aktas vor (58.). Der PSV hätte die Partie noch höher für sich entscheiden können, denn neben dem Tor von Philip Tinney (89.) wurde ein regulärer Treffer von Eggers aberkannt (71.), und Alija Hasanovic traf noch den Gästepfosten (90./+1). "Nach der Pause haben wir etwas auf die Tube gedrückt, da kam der Rest dann von alleine", analysierte PSV-Coach Heitmann, dessen Team zum achten Mal (!) zu null spielte.

Polizei-SV Union Neumünster: Winter - P. Schenzer, Eggers, Arpe, Puphal (46. Tomaschewski) - Tinney, K. Valentin - Jurkic (46. Böttiger), Aktas (83. Hasanovic), Maliszewski - Fürst.

SG Bornhöved/Trappenkamp: Schulz - Heegard, Diephaus, T. Ruckpaul, Birgül (86. Wengel), Waldron, Mannshardt, Tunoglu (81. Rajzer), Slominski, Etemaj (72. H. Ruckpaul), Meseberg.

SR: Schreiber (Waabs).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Eggers (53.), 2:0 Aktas (58.), 3:0 Tinney (89.).



W’dorf - Henstedt-Rh. II 6:1

Von der ersten Sekunde an ließen die Gastgeber keinen Zweifel daran, dass sie mit einem Sieg ins vordere Tabellenmittelfeld vorstoßen wollten. "Nach dem frühen Tor durch Bastian Heinrich in der vierten Minute haben wir etwas nachgelassen", berichtete Wankendorfs Trainer Peter Trottenberg. Trotz dieses "Nachlassens" führten die Blau-Gelben jedoch bereits zur Pause mit 3:0, und auch ein noch höherer Vorsprung wäre möglich gewesen. Die Reserve von Henstedt-Rhen tauchte nur bei zwei Freistößen vor dem Wankendorfer Gehäuse auf. Spätestens nach dem schnellen 4:0 sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff durch Finn Ebsen war die Partie endgültig zu Gunsten der Wankendorfer entschieden. "Später wollte jeder bei uns mehr als er kann und soll, woraus Fehlpässe resultierten. Somit kamen die Gäste noch zu einigen Chancen", schilderte Trottenberg die Schlussphase der Partie, wobei der souveräne Sieg niemals auch nur annähernd in Gefahr geriet. "Henstedt-Rhen II hätte mit einem Sieg heute aufschließen können, und wir wären an die untere Zone herangerutscht. Aber so können wir uns erst einmal an der Konkurrenz im Tabellenmittelfeld orientieren", analysierte Trottenberg die Folgen des wichtigen Sieges.

 

TSV Wankendorf: Hamann - Andresen, Nordheim, Sperle, Weick - Ehmcke, Heinrich, Gerndt (70. Hübner), Theen (70. Duggen) - F. Ebsen, Usbek.

SV Henstedt-Rhen II: Pranzas - Wendler (86. Berge), Wuttig, L. Pfeifer, Hubert, Faddul, Bode, Priess, Hartmann, Hattendorf, T. Pfeiffer.

SR: Maronde (Gudow).

Zuschauer: 50.

Tore: 1:0 Heinrich (4.), 2:0 F. Ebsen (30.), 3:0 Weick (37.), 4:0 F. Ebsen (52.), 5:0 Ehmcke (65.), 5:1 Faddul (78.), 6:1 Ehmcke (81.).

Quelle: Holsteinischer Courier (06.10.2008)