Saison 2008/09 - Pressebericht zum achten Spieltag der Verbandsliga Süd-West
2:0 - Bei den "Polizisten" macht Arbeit Spaß
Eine nahezu optimale Punktausbeute verzeichneten die Verbandsligisten aus dem Kreisfußballverband Neumünster. Der Polizei-SV Union sicherte sich einen souveränen 2:0-Auswärtssieg beim Tabellenvierten FC Reher/Puls. Ebenfalls in der Erfolgsspur bleibt der TuS Nortorf, der beim SV Schackendorf auch spielerisch zu überzeugen wusste (3:0). Einen Pflichtsieg fuhr der TSV Wankendorf beim Tabellenschlusslicht ETSV Fortuna Glückstadt ein (2:0). Dass man trotz eines egalisierten 0:2-Rückstandes teilweise unzufrieden sein kann, musste hingegen der TSV Gadeland gegen den SV Alemannia Wilster erfahren (2:2).
Schackendorf - Nortorf 0:3
Dank einer spielerisch überaus überzeugenden Leistung sicherte sich der TuS Nortorf den vierten Sieg in Folge. Auch TuS-Coach Dierk Schröder würdigte die Leistung: "Endlich haben wir auch einmal spielerisch überzeugt. Da darf ich auch mal mit den 90 Minuten zufrieden sein." Aber nicht nur der Nortorf-Trainer durfte glücklich nach Hause gehen, denn auch die Zuschauer bekamen schöne Tore geboten - wenn auch vom Gast. Beim ersten Treffer durch Jan-Jürgen Künstler (27.) setzte sich Florian Viergutz gut durch und spielte den Ball auf Steffen Ruwolt, der Künstler per Flanke bediente. Noch besser war das zweite Nortorfer Tor anzusehen, als Jörn Klages den Ball aus dem eigenen Strafraum 60 Meter über den Ball trieb und nach einem Doppelpass mit Yacine Ladmia den Einschussbereiten Viergutz in Szene setzte (66.). Beim 3:0 lupfte Ladmia den Ball in den Strafraum auf Dennis Schröder, der Künstler zu seinem zweiten Treffer des Tages verhalf (81.). Nach diesem Tor zeigte Dierk Schröder sein Fingerspitzengefühl für das Mannschaftsgefüge, als er Nachwuchskeeper Jan Wettern einwechselte: "Ich wollte ihn für seine guten Trainingsleistungen als zweiter Torwart belohnen", kommentierte der Coach den doch ungewöhnlichen Tausch. Mit einem Sieg im noch ausstehenden Spiel kann die Schröder-Elf gar auf den zweiten Rang hinter den PSV vorrücken.SV Schackendorf: Sprave - Stolten, Volkmann, A. Tröster, Otto (67. Häsner), Henze, Uhlenbrock, W. Tröster (83. Paulsen), Zebold (46. Aylani), Fröhlich, Feldmayer.
TuS Nortorf: Fischer (81. Wettern) - L. Redmann - Gudjons (70. O. Redmann), Klages - Schütt, Ladmia - Ruwolt, Ehlbeck - Bruhn (63. Dennis Schröder) - Viergutz, Künstler.
SR: Esch (Bargteheide).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Künstler (27.), 0:2 Viergutz (66.), 0:3 Künstler (81.).
FC Reher/Puls - PSV 0:2
PSV-Coach Norbert Heitmann bewies mit der Einwechslung von Gökhan Aktas zur Halbzeit ein goldenes Händchen, denn der Joker erzielte den ersten Treffer selbst (57.) und bereite das zweite Tor vor (68.). Zwar hatte der Tabellenführer schon im ersten Durchgang ein deutliches Chancenübergewicht, aber der PSV versäumte es, die Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. "Auf kleinen Plätzen wie diesem hier besteht immer die Gefahr, dass man plötzlich selbst in Rückstand gerät", brachte Heitmann die möglichen Konsequenzen auf den Punkt. Aber der PSV-Trainer blieb bei aller Kritik realistisch: "Man kann natürlich nicht jede Chance nutzten, sodass wir hier auf hohem Niveau klagen." Der Auswärtserfolg beim Tabellenvierten unterstreicht neuerlich die Konstanz im Spiel der Grün-Weißen. Besonders vor dem Hintergrund der an diesem Spieltag gegebenen Bedingungen, ist der souveräne "Dreier" zu loben. Heitmann berichtete: "Eine konzentrierte Vorbereitung war nicht gegeben, denn wir mussten uns die Kabine mit einer Mannschaft aus dem Vorspiel teilen." Des Weiteren können sich die "Polizisten" über einen weiteren Ausrutscher des SV Todesfelde freuen, der sein Heimspiel gegen den SV Westerrade mit 1:2 verlor und somit selbst bei einem Sieg im Nachholspiel fünf Punkt zurückbliebe. Der Trainer der "Ordnungshüter" zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Erfreulich ist die Kompaktheit in unserem Spiel und dass die Jungs immer eine konzentrierte Leistung abliefern. Da macht die Arbeit schon Spaß."FC Reher/Puls: Ladendorf - Rosemann, T. Albers, Tank (34. F. Albers), Fischer, Schümann, Paulsen, Alter, Göttsche, A. Albers, Bootz.
Polizei-SV Union: Johannsen - P. Schenzer (88. Tomaschewski), Puphal, Jahnsen (60. Hasanovic), Arpe - Tinney, K. Valentin - Fürst, Eggers, Maliszewski - Jurkic (46. Aktas).
SR: Wellnitz (Neuenkirchen).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Aktas (57.), 0:2 Maliszewski (68.).
Bes. Vork.: Ladendorf (Reher/Puls) hält Foulelfmeter von Eggers (78.).
Gadeland - Al. Wilster 2:2
Die "Kleeblatt"-Fans waren nach der Partie unsicher, ob sie sich über den späten Ausgleich freuen durften oder über die vergebenen Möglichkeiten ärgern sollten. Auch Gadelands Coach Andreas Greier war sich seiner Gemütslage nicht ganz bewusst: "Eigentlich haben wir heute zwei Punkte verloren, aber wenn man zwischenzeitlich mit 0:2 zurückliegt, muss man normalerweise mit einem Zähler zufrieden sein." Der Grund für diese Unentschlossenheit Greiers lag ganz eindeutig im Chancenverhältnis. Denn während der Tabellensechste aus Wilster gerade einmal drei Chancen nachzuweisen hatte und davon zwei zu nutzen wusste (24., 71.), war bei den Grün-Weißen genau das Gegenteil der Fall. Die Greier-Elf besaß über 90 Minuten zehn aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten, und es bedurfte bezeichnenderweise gar eines Eigentores, damit die Gastgeber zum Anschlusstreffer kamen (73.). Wer dachte, dass der Bann nun gebrochen sei, wurde schnell eines Besseren belehrt. Zwar schaffte Gadelands Joker Patryk Babiak noch den Ausgleich (80.), doch fünf Minute später vergab Greier-Schützling Peter Dzierzawa nach einer Hereingabe die große Chance zum späten "Dreier" für die Gastgeber. Dass die Partie überhaupt so ereignisreich wurde, lag auch an der engagierten Leistung des Tabellenzwölften. "Ich hatte schon Vorinformationen, dass Alemannia eine spielstarke Mannschaft ist, sodass wir über den Kampf in die Partie finden mussten. Am Ende hatten wir dadurch mehr vom Spiel", erläuterte Greier abschließend.TSV Gadeland: Spantig - D. Braasch - Dzierzawa, Jacob - Jablonski (67. Hildebrandt), Fanasch, Akcicek, Begas, Nötges (65. Babiak) - Röder, Lemke.
Alemannia Wilster: Kraus - Carstens, Monscheuer, Stella, Manuel Alpen, Kolbe, Früchtl (46. Wohlers), Matthias Alpen, Donner (75. T. Behrens), S. Behrens, Sievers.
Tore: 0:1, 0:2 Sievers (24., 73.), 1:2 Kolbe (73./Eigentor), 2:2 Babiak (80.).
SR: Fink (Schönwalde).
Zuschauer: 100.
Glückstadt - Wankend. 0:2
Es war gut für die Jahnplatz-Kicker, dass es am Sonnabend lediglich gegen den Tabellenletzten aus Glückstadt ging. Denn mit dieser Chancenverwertung wäre gegen einen stärkeren Gegner am Ende wohl kein Sieg herausgesprungen. Alleine in den ersten 45 Minuten vergaben die Gäste gleich fünf Großchancen, wobei Henning Theen gleich drei Mal den Ball nicht im Glückstädter Kasten unterbringen konnte (3., 14., 39.). Demgegenüber musste Gästekeeper Florian Hamann nicht einmal in die Partie eingreifen. Wankendorfs Stürmer Olaf Weick machte es drei Minuten nach dem Seitenwechsel nach Vorarbeit von Finn Ebsen dann besser und brachte die Gäste in Führung. "Aber auch nach dem ersten Treffer fehlte einfach die Ruhe in unserem Spiel. Der letzte tödliche Pass kam heute einfach nicht an, sodass wir einfach zu fahrlässig mit den guten Angriffsmöglichkeiten umgegangen sind", resümierte der Coach der Jahnplatz-Elf, Peter Trottenberg. Für die endgültige Entscheidung sorgte übrigens der Vorbereiter des ersten Tores selbst, als Finn Ebsen in der 65. Minute zum 0:2 traf.Fortuna Glückstadt: Hohmann - Teetzen, Chein (35. Wähling), Dittmann, Horn, Schubert (46. Yilmaz), Weigold, Ladendorf, Bork (68. Behnin), Dewitz, Kölln.
Wankendorf: Hamann - Andresen, Nordheim, Sperle, Gerndt - Heinrich, Theen (78. Bär), F. Ebsen (78. Duggen), Ehmcke - Weick, Usbek.
Tore: 0:1 Weick (48.), 0:2 F. Ebsen (65.).
SR: Griesbach (Lübeck).
Zuschauer: 50.Quelle: Holsteinischer Courier (22.09.2008)