Saison 2008/09 - Pressebericht zum fünften Spieltag der Verbandsliga Süd-West

Schockmomente beim TSV Gadeland

 

8. September 2008 | Von sas/reh

 

Mit gleich drei teilweise schwer verletzten bezahlte der TSV Gadeland sein wertvolles 2:2 im Derby der Fußball-Verbandsliga Süd-West beim TSV Wankendorf. Der Polizei-SV Union verteidigte indes mit einem 5:0 gegen Fortuna Glückstadt die Poleposition, während der TuS Nortorf dank eines 2:0 beim SV Westerrade die untere Tabellenregion verließ.

 

 

Westerrade - TuS Nortorf 0:2

"Man sollte seine Ansprüche auch mal herunterfahren und einen 2:0-Erfolg einfach nur genießen", kommentierte Gästecoach Dierk Schröder den "Dreier" in einem seines Erachtens "richtungsweisenden Spiel". War Schröder mit der zweiten Halbzeit nicht gerade zufrieden ("Vieles war zerfahren, aber wenigstens stand die Null."), gewann er dem ersten Durchgang Positives ab: "Wir haben unsere spielerischen Vorteile in Tore umgemünzt." Allerdings hatten Schröder und Co. in der Anfangsphase echte Schrecksekunden zu überstehen. Nach einem Missverständnis zwischen Torwart Stefan Fischer und Lars Gudjons köpfte Westerrades Marcus Schiefke über Fischer hinweg, aber auch knapp am Tor vorbei (6.). Nur drei Minuten später bot sich Björn Hoger nach einem der vielen langen Bälle der Hausherren der nächste Hochkaräter, doch auch er zielte vorbei. Auf der Gegenseite verwertete Nortorf gleich seine erste Gelegenheit, als sich Florian Viergutz nach Zuspiel von Jörn Klages um seinen Gegenspieler schlängelte (11.). Nachdem Morten Boller kurz darauf an SVW-Schlussmann Bernd Heinrich scheiterte (12.), war das Spiel bereits in der 24. Minute quasi vorbei, erhöhte doch Klages auf 2:0.


SV Westerrade: Heinrich - Hasselwander (73. Lübke), Evers, Hansen - Paul (46. T. Hepp), Buchholz, M. Hepp, Shaie, David - Hoger, Schiefke.

TuS Nortorf: Fischer - L. Redmann - Gudjons (68. O. Redmann), Klages - Ruwolt, Schütt, M. Boller, Bruhn, Ladmia - Viergutz (75. Künstler), Ehlbeck.

Schiedsrichter: Mond (Siems).

Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Viergutz (11.), 0:2 Klages (24.).

 

 

Wankendorf - Gadeland 2:2

Auf dem Jahnplatz wurde den nur 60 zahlenden Zuschauern ein sehr schwaches Derby geboten. In der ersten Halbzeit war es ein niveauarmes Spiel ohne große Höhenpunkte. Die Platzherren hatten in der ersten Halbzeit noch die nennenswerteste Möglichkeit durch Finn Ebsen, doch Gadelands Schlussmann Dennis Spantig parierte. Als alle Beteiligten mit dem Halbzeitpfiff rechneten, kamen die Gäste völlig überraschend zur 1:0-Halbzeitführung: Dennis Braasch traf in der 45. Minute nach Vorarbeit von Patryk Babiak. Nach dem Pausentee wurde die Partie dann etwas besser, ohne aber Verbandsliganiveau zu erreichen. Die Hausherren entfachten jetzt etwas mehr Druck und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten. In der 51. Minute strich ein Kopfstoß von Bastian Heinrich knapp am Tor vorbei, und vier Minuten später drehte Spantig einen Schuss von Christian Nordheim um den Pfosten. In der 56. Minute war es dann aber so weit: Marko Bär traf nach einem Eckstoß von Alexander Usbek zum 1:1. Zehn Minuten später waren es die Gäste, die in Person von Babiak mit einem 16 Meter-Schuss eine Chance verzeichneten, doch Torhüter Kim Ebsen war auf der Höhe. 13 Minuten vor dem Ende dann doch die erneute Gadelander Führung: Nach einer Babiak-Flanke gelang Dennis Röder das 1:2. Die Einheimischen bäumten sich noch einmal auf, und nachdem Olaf Weick mit einem Kopfball an Spantig gescheitert war (82.), markierte Henning Theen mit einem herrlichen Kopfball nach Vorarbeit von Usbek den 2:2-Endstand (85.). Gadeland bezahlte den Punktgewinn teuer, denn mit Philip Hauberg (Kreuzbandriss), Patrick Braasch (Innenbandriss) und Vitali Gerdt (Zerrung) zogen sich gleich drei Akteure mehr oder weniger schwere Verletzungen zu, sodass die Gäste wahre Schockmomente erlebten. Nach dem Spiel waren sich beide Trainer einig, dass es ein maues Derby war. "Das war heute gar nichts von uns", meinte Wankendorfs Coach Peter Trottenberg. Der Übungsleiter der "Kleeblätter", Andreas Greier, fand die Darbietung ebenfalls nicht berauschend ("Es war wirklich kein gutes Spiel."), erfreute sich aber wenigstens an einem Teilerfolg: "Wir haben den erhofften Punkt geholt, gleichwohl die Verletzungen natürlich ein Schlag ins Kontor sind."

 

Wankendorf: K. Ebsen - Hübner, Bär, Nordheim, Weick - Ubben (80. Duggen), Heinrich, Gerndt, Ehmcke - F .Ebsen (46. Theen), Usbek.

TSV Gadeland: Spantig - Dzierzawa, D. Braasch, P. Braasch (59. Hildebrandt), Jacob - Nötges, Akcicek, Hauberg (11. Jablonski, 88. An dres), Röder - Babiak, Gerdt.

SR: Göttsch (TuS StuSie).

Zuschauer: 60.

Tore: 0:1 D. Braasch (45.), 1:1 Bär (56.), 1:2 Röder (77.), 2:2 Theen (85.).


 

PSV - Fort. Glückstadt 5:0

An der Stettiner Straße feierte der PSV einen auch in dieser Höhe verdienten 5:0-Sieg und zudem die Niederlage des vermeintlich ärgsten Titelkonkurrenten SV Todesfelde, der bei der Kaltenkirchener TS mit 1:2 unterlag. Von Beginn an ließen die Platzherren erkennen, dass sie das Spiel gegen das Kellerkind Glückstadt gewinnen wollten. Die "Polizisten" machten ordentlich Dampf und fuhren frühzeitig die erste Ernte ein: In der zwölften Minute traf Christoph Maliszewski zum 1:0 für seine Farben. Torben Krauel und Gökhan Aktas ließen anschließend gute Möglichkeiten ungenutzt, ehe Philip Schenzer nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Mali szewski auf 2:0 erhöhte (31.). Nach dem Wechsel bot sich das gleiche Bild. Obwohl die Einheimischen es etwas ruhiger angehen ließen, dominierten sie die Partie gegen schwache Glückstädter. Es waren gerade neun Minuten in der zweiten Hälfte gespielt, da baute Patrick Fürst nach Vorarbeit des agilen Mali szewski die Führung auf 3:0 aus. Nach einer Stunde machte Heiko Arpe mit einem Kopfball zum 4:0 alles klar, und in der Folgezeit verpasste es der PSV, der Fortuna das Fell richtig über die Ohren zu ziehen. Mali szewski, Alija Hasanovic und Krauel vergaben richtig gute Chancen, bevor der ganz starke Maliszewski noch das Tore-Quintett komplettierte (78.). Nach der Partie war PSV-Trainer Norbert Heitmann zufrieden: "Auch solche Spiele müssen erst einmal gewonnen werden. Wir haben jedenfalls unsere Hausaufgaben gemacht, und nun sehen wir weiter."
 

Polizei-SV Union: Johannsen - P. Schenzer (80. Tomaschewski), Jahnsen, Arpe, Puphal - Tinney, Krauel - Aktas (70. Hasanovic), Maliszewski, Fürst - Eggers (75. Jurkic).

Fortuna Glückstadt: Braun - Wähling, Kölln, Weigold, Dittmann - Horn, Dewitz, Baumann (79. Lundström), Celik - Sander, Yilmaz.

Zuschauer: 70.

Schiedsrichter: Kohn (Husum).

Tore: 1:0 Maliszewski (12.), 2:0 P. Schenzer (31.), 3:0 Fürst (54.), 4:0 Arpe (61.), 5:0 Maliszewski (78.).

Quelle: Holsteinischer Courier (08.09.2008)