TSV Wankendorf - TuS Nortorf 3:2 (0:2)
- 25.11.2007 -
Spielbericht
Die TuS Liga taumelt in Richtung Winterpause
Dritte Niederlage in Folge - Nunmehr seit sechs Spielen sieglos!
Trotz der 1:2 Heimpleite in der Vorwoche gegen den PSV fuhr die TuS Liga, aufgrund der dort gezeigten ansprechenden Leistung, frohen Mutes zum Kellerkind nach Wankendorf. Man war gewillt den Negativtrend der letzten Wochen zu stoppen und beim Angstgegner den Grundstein für einen versöhnlichen Ausklang des Fußballjahres 2007 zu legen. Doch es sollte ganz anders kommen...
Auf dem tiefen Boden des Jahnplatzes legte der TuS los wie die viel zitierte Feuerwehr und überraschte die erneut zahlreich vom Mittelpunkt mitgereisten Schlachtenbummler mit in dieser Form zuletzt nicht gekannter Effektivität im Abschluss. So geschehen in der 11. Minute, als Morten Boller das Spielgerät quer zu Malte Rathgen legte und dieser per "Schaufelpass" den Linksaußen Jörn Klages bediente. Mini-Sönns darauf folgende Präzisionsflanke nah an den Fünfmeterraum, fand in Kopfballungeheuer Ole Redmann einen dankbaren Abnehmer, der keine Mühe hatte seinen ersten Treffer für die TuS Liga überhaupt zu markieren. Und nur vier Minuten später erneuter Jubel bei Blau-Weiß-Rot. Ein von Mo Boller gedankenschnell ausgeführter Freistoß auf den am rechten Flügel wartenden Alex Klucke und dessen scharf vors Tor geschlagener Flachpass fand sein Ziel erneut in Person von Ole Redmann. Dank des Doppelpacks von Gogo-Ole (Respekt!) befand sich die TuS Liga also auf Kurs und wohl niemand im weitläufigen Rund dachte zu diesem Zeitpunkt daran, dass um 15.50 Uhr Blau-Gelb jubeln sollte. In der Folge der ersten Halbzeit deutete sich bei eklatanten Abwehrschwächen der Schröder-Mannen, die zumeist aus Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung resultierten, jedoch bereits an, dass der herbeigesehnte Dreier noch nicht in trockenen Tüchern war. So rettete Torwart Henrik Boller mit Glanzparaden mehrfach gegen die zumeist allein vor ihm auftauchenden Wankendorfer Schulz (9. und 25.), Stielow (25.), Gerndt (32.) und Usbek (37.). Doch auch die TuS Liga hatte noch eine Riesenchance zur vermeintlichen Vorentscheidung und zwar durch einen sehenswerten Sololauf von Morten Boller. Sein Alleingang von der Mittelinie konnte jedoch vom herauseilenden TSVW-Keeper Ebsen gestoppt werden. So wurden die Seiten beim etwas schmeichelhaften Stand von 2:0 für den Gast aus Nortorf gewechselt.
Der zweite Spielabschnitt wird wohl als einer der schwärzesten in die BOL-Geschichte der TuS Liga eingehen. Den Anfang vom Ende läutete dabei Alex Klucke ein, der bei einer Kontergelegenheit den Ball an den Wankendorfer Libero Nordheim verlor und die aufgerückte TuS-Deckung somit in die Bredouille brachte. Nach einem schnellen Pass auf Außen und von dort zurück in Spitze hatte Henni Boller diesmal keine Chance gegen den auf ihn zustürmenden Usbek (47.). Nach dem Anschlusstreffer spielte dann, durch den starken Wind unterstützt, eigentlich nur noch der Gastgeber und passend zu dem kollektiven Grusel-Auftritt der Blau-Weiß-Rot gekleideten Kicker, wurden die wenigen sich bietenden Konterchancen leichtfertig vergeben. In der 55. Minute hätten Mo Boller und Klages den Zwei-Tore-Vorsprung wieder herstellen können, doch sie scheiterten genauso wie Thorben Schütt acht Minuten später an ihren eigenen Nerven oder Torhüter Ebsen.
So kam es in der 77. Minute wie es kommen musste: Ein Abstoß vom TuS-Gehäuse landete auf dem Kopf eines Wankendorfers und der darauf folgende Pass erneut bei Usbek. Dieser umkurvte noch zwei TuSler, ließ Henni Boller aussteigen und schob zum inzwischen hoch verdienten Ausgleich ein. Der totale Knock-Out dann nur zwei Minuten später, als Schiedsrichter Balsam nach einem Foul von Lars Gudjons an Schulz zurecht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Sperle ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte gegen den besten TuSler am heutigen Tage, in dieser Situation jedoch chancenlosen, Henni Boller sicher.
In der mit vier Minuten angereicherten Schlussphase ereignete sich fußballerisch dann nicht mehr allzu viel. Zwar gelang es der TuS Liga, dank gelb-roter Karte für Wankendorfs Schulz, das Spiel wieder an sich zu reißen und in die Hälfte der Heimelf zu verlagern, doch bis auf einige Distanzschüsse von Hassan Jaafar und Rathgen, die allesamt ihr Ziel verfehlten, sprang nichts zählbares dabei heraus. So blieb es letztendlich beim nicht unverdienten 3:2 Erfolg für Wankendorf und es bleibt zu hoffen, dass sich die etatmäßigen Manndecker Fabian Grünberg und Lars Gudjons bei eingehandelten Blessuren am Knöchel und im Gesicht nicht schwerwiegender verletzt haben. Gute Besserung Jungs! Wir brauchen euch in den letzten beiden Partien des Jahres mehr denn je...
ak
Infobox Aufstellung: H.Boller - L.Redmann - Gudjons, Grünberg (75. Parge) - O.Redmann (56. Bruhn), Rathgen, Klucke, Klages, M.Boller - Viergutz (46. Jaafar), Schütt Tore: 0:1 O.Redmann (11., Kopfball, Vorarbeit Klages), 0:2 O.Redmann (15., Linksschuss, Klucke), 1:2 Usbek (47.), 2:2 Usbek (77.), 3:2 Sperle (79., FE) Gelbe Karten: Klucke, Gudjons Rote Karten: - Im Kader: - Zuschauer: 130 (90 zahlende) Schiedsrichter: Thorsten Balsam (TSV Altenholz), Assistenten: Thorbjörn Siewers und Ralf Benthien Bes. Vorkommnisse: gelb-rote Karte für den Wankendorfer Schulz (82.)