Saison 2007/2008 - Pressebericht zum Punktpiel gegen den TSV Wankendorf
PSV und Wankendorf folgen dem TuS Nortorf
Neumünster - Nach den Kickern des TuS Nortorf buchten am vorletzten Bezirksoberligaspieltag auch die Spieler des Polizei-SV Union Neumünster (4:2 gegen den TSV Bordesholm) und des TSV Wankendorf (2:2 beim TuS Nortorf) das Ticket für die künftige Verbandsliga Süd-West. Der TSV Gadeland kann sich inzwischen auch recht sicher auf die Qualifikationsrunde einstellen, denn nach dem 0:0 gegen den TSV Plön müsste es am letzten Spieltag schon einige überdeutliche Erfolge der Konkurrenz geben, damit die Grün-Weißen noch auf einen Regelab stiegsplatz abrutschen.
Nortorf - Wankendorf 2:2
TuS Nortorf: Fischer - Göttsche - Gudjons, Gülbay - Rathgen (63. Bruhn), L. Redmann, Klucke, Schütt, O. Redmann - Quandt (78. Ruwolt), Viergutz.
Wankendorf: Ebsen - Weick, Sperle, Hübner, Andresen - Kluvetasch (86. Schnoor), Voß, Gerndt (73. Nordheim), Ehmcke - Bär (81. Duggen), Usbek.
Tore: 1:0 Gülbay (4.), 1:1 Bär (27.), 2:1 Quandt (39.), Usbek (47.).
SR: Puck (Wentorf).
Zuschauer: 60 zahlende.
Vor allem im ersten Durchgang versäumten es die Nortorfer, das Derby zu ihren Gunsten zu entscheiden. "Ich hatte schon ein bisschen Sorgen, dass der TuS uns nach der frühen Führung vielleicht überrennt", gab Wankendorfs Trainer Peter Trottenberg nach dem Schlusspfiff zu. Burhan Gülbay brachte die Gastgeber in der vierten Minute in Führung, nachdem er den Ball im ersten Versuch noch gegen den Pfosten gesetzt hatte. Überhaupt muss das Aluminium an diesem Tag eine große Anziehungskraft auf die Blau-Weiß-Roten ausgeübt haben, denn Simon Quandt schaffte das Kunststück, aus einem Meter das leere Tor zu verfehlen und den Ball gegen das Gehäuse zu setzen (13.). Wankendorfs Marko Bär machte es da besser und nutzte eine Unsicherheit des an diesem Tag nicht immer sicher wirkenden TuS-Keepers Stefan Fischer, um zum 1:1 einzunetzen (39.). Doch Quandt sorgte sechs Minuten vor der Halbzeit für die erneute Führung der Einheimischen.Die Teams kamen im zweiten Durchgang nicht mehr an die Klasse der ersten 45 Minuten heran, sodass sich nach dem schnellen Ausgleichstreffer von Alexander Usbek (47.), der wieder einmal bester Wankendorfer war, eine BOL-Partie auf mäßigem Niveau entwickelte. Usbek zeigte sich nicht ganz zufrieden mit dem Spielausgang. "Wir hätten uns schon gefreut, hier zu gewinnen. Und wir hatten genügend Chancen. Aber jetzt ist es erst einmal wichtig, dass wir uns für die neue Verbandsliga qualifiziert haben." Trottenberg lobte die Einstellung seiner Elf: "Nach dem frühen Rückstand haben die Spieler Moral bewiesen und sind wieder in die Partie zurückgekommen." Sein Gegenüber Dierk Schröder analysierte: "Hätten die Spieler in der zweiten Halbzeit die taktischen Vorgaben ebenso umgesetzt wie zu Beginn der Partie, dann wären wir heute als Sieger vom Platz gegangen. Aber einige von uns kriechen auf dem Zahnfleisch, sodass man sich als Trainer auch mal mit einem Remis zufrieden geben muss. Denn das hatte nichts mit fehlender Moral, sondern mit fehlender Kraft zu tun."
Quelle: Holsteinischer Courier (19.05.2008)