Saison 2007/2008 - Pressebericht zum Punktpiel gegen den Rendsburger TSV

3:2 - Nortorf distanziert die "Polizisten"

Neumünster - Gleich 18 Treffer gab es am jüngsten Bezirksoberliga-Spieltag in den drei Partien der Vertreter aus dem hiesigen Kreisfußballverband (KFV) zu bestaunen. Der TuS Nortorf festigte mit einem 3:2-Erfolg beim Polizei-SV Union seine Poleposition im KFV Neumünster. Bei einer weniger absolvierten Begegnung weisen die Schröder-Schützlinge vier Punkte mehr als der PSV auf.

 

Mit zwei Platzverweisen, zwei Strafstößen und fünf Toren hielt das Derby, was es versprochen hatte. Nortorfs Taktik ging im ersten Durchgang vollkommen auf, führten die Gäste doch nach 45 Minuten mit 3:0. Bereits nach drei Minuten brachte Florian Viergutz die Schröder-Elf in Führung, nachdem PSV-Libero "Hansi" Mergel den Ball vertändelt hatte. "In der ersten Halbzeit haben wir völlig neben uns gestanden", kommentierte PSV-Trainer Norbert Heitmann die Geschehnisse vor dem Wechsel. Die Nortorfer verstanden es, aus einer sicheren Defensive gut nach vorne zu agieren und erhöhten vor dem Pausenpfiff durch Malte Rathgen (39.) und Alexander Klucke (42.), der ein Missverständnis zwischen Mergel und Torben Krauel ausnutzte, sogar noch auf 3:0.

 

Bei den Anhängern der "Polizisten" kamen nun mit Sicherheit Erinnerungen an die 1:6-Klatsche gegen den TSV Gadeland auf. "Wir waren einfach viel zu weit von unseren Gegenspielern weg. So kann man in der Liga nicht auftreten - und schon gar nicht in einem Derby", zeigte Heitmann kein Verständnis für seine Elf. Selbst als die Grün-Weißen nach der Roten Karte für Nortorfs Malte Rathgen wegen groben Foulspiels an André Eggers (75.) in Überzahl waren, schafften es die Gastgeber nicht, konstruktiv nach vorne zu spielen, um sich eigene Chancen zu erarbeiten. Noch erschreckender war jedoch die Tatsache, dass die "Ordnungshüter" zeitweise eklatante technische Unzulänglichkeiten offenbarten.

 

Die Nortorfer waren naturgemäß zufrieden mit dem "Dreier", wie ihr Co-Trainer Frank Behrens verriet: "Die beiden Strafstöße gegen uns waren schon sehr umstritten, aber das zählt am Ende auch nicht mehr, denn die Schiedsrichter machen das ja nicht mit Absicht. Wichtig ist, dass wir die drei Punkte haben." Dank dieses Erfolges konnten die TuS-Akteure zufrieden in Richtung Casino nach Hamburg starten, wo die Blau-Weiß-Roten am Sonnabend ihren Mannschaftsabend feierten.

Quelle: Holsteinischer Courier (05.05.2008)