Trainer Dierk Schröder baut auf vertraute Kräfte. Lediglich vier Neue - alle aus dem eigenen Nachwuchs.
TuS Nortorf: Auf in die Verbandsliga
Nortorf - Die Bezirksoberligasaison hat noch gar nicht begonnen, da gibt es schon ersten Unmut in Reihen der Fußballabteilung des TuS Nortorf. Auslöser dafür war das Verhalten des VfR Neumünster in der Personalie Adam Raniewicz. Die Wechselfrist (30. Juni) war bereits abgelaufen, als der VfR den 18-Jährigen mit einem Amateurvertrag aus Nortorf weglockte. "Unser Kader ist schon nicht gerade groß, und da ist der Verlust eines Spielers besonders schmerzhaft", kommentierte Nortorfs neuer Ligaobmann Mirko Nitschmann den späten Abgang. Der Funktionär weiter: "Vom VfR haben wir nie etwas gehört. Immerhin muss man Raniewicz zugute halten, dass er selbst auf uns zugekommen ist und gesagt hat, was Sache ist."
Zugänge: Wenske, Yilmaz (beide eigener Nachwuchs), O. Redmann, Haake (beide eigene Reserve).
Trotz dieses negativen Ereignisses startete die Elf von Trainer Dierk Schrödermit vollem Elan in die Vorbereitung - mit der klaren Zielvorgabe, die Qualifikation für die neue Verbandsliga Südwest zu schaffen. Dort werden 2008 vier Vertreter aus dem Kreisfußballverband Neumünster aufgenommen. Wenn in der Serie 2007/08 alles im Rahmen der zu erwartenden Ergebnisse bleibt, beispielsweise kein Schwalestädter einen der beiden Bezirksoberliga-Abstiegsplätze belegt, wird das aktuelle Neumünster-Sechstligaquartett mit dem PSV, TSV Wankendorf, TSV Gadeland und eben Nortorf in die neue Verbandsliga einziehen.
Wenn man Schröders Fazit nach der vergangenen Spielzeit im Hinterkopf hat, sollte die Umsetzung kein Problem darstellen. "Die Mannschaft hat ihr Potenzial auf das Spielfeld gebracht, aber es steckt noch mehr in ihr", resümierte der Übungsleiter, nachdem seine Elf einen guten sechsten Tabellenplatz eingenommen hatte.
Der Kader der Nortorfer umfasst nach dem Abgang von Raniewicz gerade noch 19 Mann, sodass aus Sicht des TuS zu hoffen bleibt, dass keine größeren Verletzungssorgen aufkommen. "Die Kadergröße kann zu einem Problem für uns werden", schätzt auch der TuS-Coach die Mannschaftsgröße als Achillesferse seines Teams ein, aber auch in der vergangenen Spielzeit hat Schröder mit dem damaligen Aufsteiger gezeigt, dass es vor allem auf die Qualität des Kaders ankommt und nicht auf die Quantität.
Wie schon in den Vorjahren, verstärkt sich Nortorf erneut mit Akteuren aus den eigenen Nachwuchsreihen - diesmal sind es allerdings nur zwei. "Die meisten Spieler kamen aus Neumünster und sind deshalb dorthin zurückgewechselt. Aber der Trainer hat mich überzeugen können, in Nortorf zu bleiben", beschreibt Yusuf Yilmaz den Grund, dass nur er und Julien Wenske den Weg von der A-Junioren-Verbandsligamannschaft des TuS ins Bezirksoberligateam wählten.
Abgänge: Bröcker (Polizei-SV Union Neumünster, bereits während der vergangenen Saison), Nitschmann (Ligaobmann TuS Nortorf), Bruhn (eigene Reserve).
Kader: Tor: Stefan Fischer (32 Jahre), Sebastian Haake (23).
Abwehr: Henning Göttsche (35), Fabian Grünberg (22), Lars Gudjons (24), Malte Rathgen (22), Lars Redmann (26).
Mittelfeld: Morten Boller (20), Ole Redmann (19), Hassan Jaafar (23), Alexander Klucke (27), Steffen Ruwolt (22), Julien Wenske (19).
Angriff: Simon Quandt (31), Daniel Schlotfeldt (22), Thorben Schütt (30), Florian Viergutz (19), Yusuf Yilmaz (18), Jörn Klages (20).
Trainer: Dierk Schröder (37) im sechsten Jahr.
Co-Trainer: Frank Behrens (40) im vierten Jahr.
MARC NOLTE
Quelle: Landeszeitung (30.07.2007)