Hattrick von Patryk Babiak

Heikendorfer SV behauptete Tabellenführung mit 6:2-Erfolg – Bordesholmer 2:1 bei der SpVg. Eidertal Molfsee


Kiel – Mit einem 6:2-Erfolg bei der SV Friedrichsort behauptete der Heikendorfer SV die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksoberliga Ost. Auch Titelaspirant PSV Neumünster ließ sich beim 3:1-Sieg über den Suchsdorfer SV nicht düpieren. Tuchfühlung zum Führungstrio hat nun auch der TSV Bordesholm aufgenommen, der sich mit 2:1 bei der SpVg. Eidertal Molfsee durchsetzte.
 

TuS Nortorf – TSV Kronshagen 1:0
Trotz des Trainerwechsels setzte der Tabellenvorletzte die Negativserie von nun zwölf Partien ohne Sieg fort. Dabei reichten dem Gastgeber 20 Minuten ansehnlichen Fußball. „Von der 38. Minute an haben wir Feuer entfacht“, sagte TuS-Spielertrainer Dierk Schröder, der neben Hassan Jaafar (45.) kurz vor der Pause zwei Chancen ausließ. Den Schwung nahm der Aufsteiger in die zweite Hälfte. Doch nachdem Kapitän Simon Quandt einen Pass von Alexander Klucke zum Tor des Tages verwertet hatte (56.), erlosch das Feuer wieder. „Wir haben den Sieg nur noch verwaltet“, sagte Schröder. Kronshagens Coach Horst Ivers sprach hingegen von einem „spielstarken TuS Nortorf“ und lobte seinen Torwart Tim Miethke, der mit „etlichen Glanztaten“ die Niederlage in Grenzen hielt.
 

PSV Neumünster – Suchsdorfer SV 3:1
Im Verfolgerduell zeigte der heimstarke PSV eine starke Vorstellung. Doch bevor der sechste Heimsieg feststand, jubelte zunächst der SSV nach einem Freistoß-Tor von Jan Prodzinksi (17.). Hatte PSV-Stürmer Patryk Babiak den Ball zum 0:1 noch unglücklich abgefälscht, avancierte der Torjäger später zum Matchwinner. Erst hämmerte der ehemalige Bordesholmer das Leder unter die Latte (52.), ehe der 27-Jährige einen Eckstoß von Rafael Maliszewski in die Maschen köpfte (66.). Nach Vorarbeit von André Eggers setzte Babiak mit seinem 16. Saisontor den Schlusspunkt (71.). Neben dem Babiak-Hattrick sorgte beim PSV eine Suspendierung für Gesprächsstoff: Oliver Jurkic trainierte heimlich beim FC Kilia Kiel mit. Doch das „Fremd-Trainieren“ flog auf. Jurkic soll nun vorerst bis Weihnachten eine Denkpause erhalten.
 

Rendsburger TSV – TSV Klausdorf 2:2
Özkan Altin (17.) glich die frühe TSVK-Führung durch Timo Rosenfeld (7.) mit einem sehenswerten Fallrückzieher aus. Während RTSV-Keeper Timo Blaas einen Distanzhammer von Richard Lüders entschärfte (15.), klärte auf der Gegenseite Tobias Paulat gegen RTSV-Angreifer Malte Hehlert (39.). Nach einem Lattentreffer des Klausdorfers Fabian Gahr (49.) schloss Hehlert eine Kombination über Altin und Kerem Atamtürker zur RTSV-Führung ab (58.). Nun schaltete die Heimelf jedoch einen Gang zurück. Klausdorf bedankte sich nach einer vergebenen Torchance von Daniel Witt (67.) mit dem Ausgleich durch Florian Frisch (84.). Der RTSV vergab durch Hehlert (86.) und Stefan Orlowski (90.) die letzten Möglichkeiten der Partie. „Zwei gleichstarke Teams haben sich den einen Punkt verdient“, resümierte RTSV-Ligaobmann Dieter Stuhr.
 

Büdelsdorfer TSV – ASV Dersau 4:1
Nach vier sieglosen Partien meldete sich der BTSV mit dem vierten Heimerfolg zurück. Henrik Ellefsen traf nur den Pfosten (3.), ehe Mustafa Korkmaz (10., 39.) das 2:0 besorgte. Holger Böttcher verkürzte (41.) für die Dersauer, die seit 15 Spielen auf den ersten Saisonsieg warten. Die von Henning Hardt und Ellefsen angetriebenen Gastgeber erhöhten durch Helge Bredahl (70.), der zuvor zweimal gescheitert war (53., 62.). Christian Sievers sorgte schließlich für den Schlusspunkt (85.). „Kein überragendes Spiel mit einem verdienten Sieger“, urteilte BTSVSprecher Rüdiger Köpke.
 

SV Friedrichsort – Heikendorfer SV 2:6
Bis zur Pause hielten die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber in einer unterhaltsamen Partie gegen den Spitzenreiter wacker mit. Gleich zweimal glichen sie die Führungstreffer des überragenden HSV-Kapitäns Jan-Patrick Wemmer (11., 32.) aus. Ole Wittler (31.) traf per Kopf, Timo Zeidler (35.) per Foulelfmeter. Kurz darauf markierte Nils Kristandt (37.) nach Steilpass die HSV-Pausenführung. Als Finn Jänsch (49.) dann mit einem Bilderbuchkopfball und Wemmer (61.) nach einem Konter auf 5:2 erhöhten, war die Partie entschieden. Einen SVF-Abwehrpatzer nutzte Jänsch (65.) zum Endstand. „Wir haben zu viele Geschenke verteilt“, ärgerte sich SVF-Trainer Ulf Ciechowski, während sein Gegenüber Mikica Mladenovic bei seiner Elf „nicht mit allem einverstanden“ war.
 

Osterrönfelder TSV – TSV Wankendorf 2:0
Das Märchen des Aufsteigers geht weiter: Nach dem sechsten Heimsieg (14:2 Tore) in Folge hat das Team von Trainer Arno Lütje nicht nur den fünften Rang behauptet, sondern stellt auch mit nur 20 Gegentoren die stärkste Abwehr. Als Garant für das fünfte Spiel „zu Null“ entpuppte sich Schlussmann Hanno Brüchmann, der in der Schlussphase zwei tolle Reflexe zeigte (80., 85.). Zu diesem Zeitpunkt war die kampfbetonte Partie jedoch entschieden. Arne Steltner sorgte erst für die Führung (37.), ehe der Routinier als Vorbereiter für das 2:0 von Dragan Grbavac glänzte (69.). Weitere gute Torchancen vergaben Philip Hardt (14.), Steltner (30., Lattenfreistoß) und Bojan Grbavac (36.) beim verdienten Heimerfolg.
 

SpVg. Eidertal Molfsee – TSV Bordesholm 1:2
Das Derby begann mit einem Paukenschlag, denn Sven von Levern brachte die Gäste früh in Führung (4.). Die Platzherren ließen sich aber nicht schocken. Torben Groß gelang das 1:1 (21.), kurz darauf vergab Tim Kuhring (24.) eine gute Chance für die Heimelf. Die wurde dann wieder kalt erwischt, als mit Nils Dunst ein weiterer Bordesholmer Abwehrspieler zur neuerlichen Führung (33.) traf. Martin Schulz (41.) verpasste für Eidertal den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit konnten sich die Eidertaler Youngster nicht mehr so gut in Szene setzen. Die Gäste schaukelten ihren Vorsprung routiniert über die Zeit und hätten durch Finn Rogge, Baris Bayazit sowie Nick Lemke sogar noch erhöhen können. Finn Hansen-Kohlmorgen (88.) scheiterte mit Eidertales letzter Möglichkeit am Bordesholmer Keeper Nils Bitterling. „Ein Punktgewinn für uns wäre auch schmeichelhaft gewesen“, gab Eidertals Ligaobmann Jens-Uwe Hansen zu und ergänzte: „In der Summe ein verdienter Sieg des Gegners.“ sip/mey/gu

 

Quelle: KN vom 20.11.2006