4:3 - Klucke rettet TuS Nortorf
Aukrug - Aus den Händen von Amtsvorsteher Hans Kaack, gleichzeitig Bürgermeister von Brammer, nahm TuS-Mannschaftsführer Simon Quandt den vom Amt neu gestifteten Wanderpokal entgegen.
Das Finale der 19. Auflage des traditionellen Turniers war so ganz nach dem Geschmack des Publikums. Sieben teilweise wunderschön herausgespielte Tore der Nortorfer Florian Viergutz (25./50.), Simon Quandt (26. per Foulelfmeter) und Alexander Klucke (80.) sowie von Groß Vollstedts Klaus Struck (45.), Hauke Petersen-Borstel (58.) und Hauke Kisser (69.), zügige Kombinationen, Konterattacken und Spannung pur bis zum Abpfiff des nicht immer sicheren Schiedsrichters Kai Paetau (SV Bokhorst) riefen den Beifall der Besucher hervor.
Nicht der haushohe Favorit Nortorf gewann die Herzen der Zuschauer, sondern der Kreisligist, der mit mutiger Spielweise drauf und dran war, die Partie für sich zu entscheiden. Beim Siegtreffer der Nortorfer in der 80. Minute zeigte sich jedoch der minimale Unterschied zwischen den Kontrahenten. Nach einer Maßflanke von Hassan Jaafar war Klucke um Bruchteile von Sekunden vor Ingo Reese zur Stelle und köpfte aus zehn Metern unhaltbar für Simon Buchner zum 4:3 ein.
In seine Kritik bezog Nortorfs Trainer Dierk Schröder nicht nur das Endspiel, sondern das gesamte Turnier ein. "Unsere Leistung reicht für den Turniergewinn, aber nicht, um in der Bezirksoberliga zu bestehen", ärgerte er sich über die unzureichenden Vorstellungen seines Teams. Auch wenn während der Woche zusätzlich hart trainiert wurde, so bekam Schröder zu wenig Laufbereitschaft und sicheres Abspiel geboten. "Wir hätten mindestens ein Unentschieden, wenn nicht sogar einen Sieg auf Grund unserer klaren Torchancen verdient gehabt", haderte Klaus-Jürgen Kühl mit den vergebenen Einschussgelegenheiten. Groß Vollstedts Coach zeigte sich begeistert von seinem Team, das stets versucht habe, "den Spieß zu unseren Gunsten zu drehen".
Das Ergebnis im Spiel um den dritten Platz stand bereits zur Halbzeit fest. An der 3:1-Führung des TuS Bargstedt änderte sich nichts mehr, auch wenn der gastgebende TSV Aukrug nach dem Seitenwechsel drückend überlegen war. Die Umstellung auf die Vierer-Abwehrkette machte Matthias Steuermann für den Pausenrückstand verantwortlich. "Meine Abwehr harmonierte noch nicht wie gewünscht", meinte der Trainer der Blau-Weißen. Es sei für den Gegner sehr einfach gewesen, den Defensivbereich mit langen Bällen auszumanövrieren. "Der Gegner hat uns in die Karten gespielt. Es ist uns hervorragend gelungen, nach Ballgewinn auf schnelle Pässe umzuschalten", lobte TuS-Trainer Frank von Dühren sein Team, das in Markus Butenschön (13.) und Thorben Dibbern (18./25.) seine Torschützen hatte. Tim Skirde glich zwischenzeitlich zum 1:1 (14.) aus. Nach dem Wiederanpfiff dominierte der spätere Verlierer, doch er fand kein Mittel, die dicht und gut gestaffelte TuS-Abwehr zu überwinden. Auf der Gegenseite bewahrte Aukrugs Torwart Tobias Brüggen sein Team mit Glanzparaden gegen Nils Blömke und Butenschön vor weiteren Treffern.
Platz 5 sicherte sich der FC Krogaspe, der den SSV Brammer mit 9:2 abfertigte. Fünf Mal Markus Fredel, zwei Mal Steven Millar, Hannes Möbius und Jan Wittmaack trafen für den FCK, der Gegentreffer von Rabe und Dahl hinnehmen musste. Rang 7 ging an den SV Langwedel. Tore von Dähn, Hasenbank, Busdorf, Heidebrecht und Schildt sorgten bei einem Gegentreffer durch Sven Jöhnk für ein 5:1 über den TSV Gnutz.
Nachdem Amtsvorsteher Kaack, der Björn Bietsch (TSV Aukrug) als erfolgreichsten Torschützen (sechs Treffer) auszeichnete, im Rahmen der Siegerehrung von einer "wunderschönen Fußball-Woche, die nahtlos an die Weltmeisterschaft angeknüpft hat", gesprochen hatte, kam Michael Steuermann zu einem ähnlichen Fazit. "In freundschaftlicher Harmonie wurde um den Sieg gekämpft", betonte der Turnierleiter und registrierte zugleich, dass es in 16 Begegnungen mit 110 Toren nur eine Rote und zwei Gelb-Rote Karten gab. Auch der Besuch von insgesamt 1300 Zuschauern sei sehr zufriedenstellend. Für die reibungslose Abwicklung der sechs Spieltage war ein Heer von 40 Helfern erforderlich, aus dem der Turnierleiter stellvertretend für die vielen fleißigen Hände Sabine Steuermann-Staben hervorhob.
WOLFGANG MAHNKOPF
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Quelle: SHZ - HC vom 31.07.2005