Nortorf mit Remis unzufrieden
Nortorf - Mit dem einen Zähler zeigte sich Nortorfs Dierk Schröder nicht zufrieden. "Wir haben uns auch nach der strittigen Elfmeterentscheidung nicht aus der Ruhe bringen lassen und selbstbewusst voll auf Sieg gespielt. Wir hätten aufgrund unserer Leistung drei Punkte verdient gehabt", meinte der TuS-Coach. Zufriedenheit strahlte dagegen Arno Lütje aus. "Das Unentschieden geht in Ordnung." Der OTSV-Coach räumte ein, dass der Gegner "mehr Arbeit für einen Sieg investiert hat als meine Mannschaft".
Für regen Diskussionsstoff sorgte wieder einmal Oliver Sobolewski (TSV Lütjenwestedt). Hatte der Schiedsrichter Ende Mai in der Partie gegen Lütjenburg den Nortorfern ein einwandfreies Kopfballtor von Schröder verwehrt, so schuf er mit seinem Elfmeterpfiff in der 37. Minute die Basis für den 0:1-Rückstand durch Dragan Grbavac. "Arne Steltner ist festgehalten worden", begründete Sobolewski seine Entscheidung auf Nachfrage der LZ. Lütje, Schröder wie auch der "Übeltäter" Henning Göttsche fanden kein Verständnis für den aus ihrer Sicht unerklärlichen Pfiff. OTSV-Trainer Lütje: "Bis dahin hatte der Schiri nur gegen uns gepfiffen, und dann die Überraschung: Den Elfer muss man wirklich nicht geben." Anders bewertete Steltner den Einsatz des TuS-Liberos. "Er hat mich am Trikot gezogen."
Nortorf ergriff vom Anpfiff an die Initiative. Doch in vorderster Front konnte sich keiner so richtig im Zweikampf durchsetzen. Dennis Kock und nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden auch Dennis Schmidt gönnten Schröder, dem noch die Spritzigkeit aus der vorigen Saison fehlt, kaum gefährliche Aktionen. Und Nils Ströh sowie später Sascha Thodt schirmten Simon Quandt bestens ab. Der zweiten Nortofer Sturmspitze gelang zumindest der Ausgleich (73.). Eine Flanke von Fabian Grünberg köpfte er aus zehn Metern unhaltbar für Hanno Brüchmann in den Winkel.
Im zweiten Abschnitt hatte Nortorf mehr zuzusetzen. Die eingewechselten Morten Boller (62.) und Jörn Klages (73.) brachten zusätzlich Schwung in die Angriffsaktionen. Der OTSV verließ sich auf Gegenstöße. "Wir wussten, dass der Gegner Druck machen würde und wollten kontern. Das ist uns nicht wie gewünscht gelungen", gab Lütje zu.
Wolfgang MahnkopfTuS Nortorf: Fischer, Gudjons (62. Boller), Grünberg, Rathgen, Göttsche, Redmann (73. Klages), Klucke, Schröder, Ruwolt, Jaafar, Quandt.
Osterrönfelder TSV: Brüchmann, Kock (39. Schmidt), Ströh (46. Eggers), D. Grbavac, Dollnick, Thodt, Zirnig, Steltner, Gelic, Hardt (28. Fuhrmann), B. Grbavac.
Quelle: SHZ (LZ) vom 23.10.2006