Ein guter „Diva“-Tag?

Bezirksoberliga: RTSV will endlich wieder Heimsieg – „Schwichte“ zurück in Molfsee


Rendsburg – Ein Saisondrittel der Fußball-Bezirksoberliga ist gespielt. Der Tabellenzweite PSV Neumünster ist nach zehn Partien immer noch ohne Niederlage. Morgen müssen die Schützlinge von Trainer Volker Rehder zum Tabellenvierten TSV Plön.
Spannung verspricht auch das zweite Spitzenspiel einen Tag später zwischen Spitzenreiter Heikendorfer SV und dem TSV Bordesholm.

TSV Plön – PSV Neumünster
(Sonnabend, 15 Uhr)
    „Plön ist spielerisch stark, aber in der Defensive anfällig“, sagte PSV-Coach Rehder, der den Verbandsliga-Absteiger beim 5:2-Erfolg in Kronshagen unter die Lupe nahm. Der PSV will „in Plön gewinnen, um an Spitzenreiter Heikendorf dranzubleiben“ (Rehder). Dabei soll die Abwehr um Uli Grohmann beschäftigt und die Mittelfeldkreise des zuletzt starken Jens Helms eingeengt werden. Personell wird den Neumünsteranern ein letztes Mal der Rot-gesperrte Torjäger Patryk Babiak fehlen. Tino Riechel (Urlaub) und Sönke Winter (Fingerbruch) werden ebenfalls fehlen.

Rendsburger TSV – TuS Nortorf
(Sonnabend, 15 Uhr)
    Niederlage gegen Eidertal, Sieg gegen Büdelsdorf, Remis in Suchsdorf: Der RTSV bleibt seinem Ruf als launische Diva treu. Nach nur einem Sieg aus den vergangenen vier Heimspielen sollen endlich wieder drei Punkte am Nobiskrug bleiben. Torhüter Timo Blaas, Christian Rückborn und Michael Wille kehren ins Team zurück. Nur Yetis Alaca wird fehlen. „Den Part von Alaca wird wahrscheinlich Serdar Iskendar übernehmen“, sagte RTSV-Coach Rolf Deutschmann. Iskendar wird es mit Nortorfs Spielertrainer Dierk Schröder zu tun bekommen. „Nach der Niederlage in Bordesholm ist der Druck größer geworden“, weiß Schröder, der „den Anschluss ans Mittelfeld nicht verlieren“ will. Entscheidend sei, endlich wieder zu Null zu spielen, so der TuSTrainer. Fraglich ist der Einsatz von Henning Göttsche, der aus Bordesholm mit einem „dicken Auge“ (Schröder) zurückkehrte.

Osterrönfelder TSV – SV Friedrichsort
(Sonnabend, 16 Uhr)
    Der Aufsteiger gewann nicht nur seine beiden vergangenen Heimspiele zu Null, sondern sorgte mit dem 4:3-Auswärtscoup
beim Spitzenreiter Heikendorfer SV für Aufsehen. Mit dem Tabellendritten SVF (sechs Siege) empfangen die Schützlinge von Coach Arno Lütje das Überraschungsteam der Liga. „Nachlegen und sich im Mittelfeld festsetzen“, lautet das Ziel des OTSV-Trainers. Damir Gelic ist wieder dabei.

TSV Klausdorf – Büdelsdorfer TSV
(Sonntag, 15 Uhr)
    Die Liste der Büdelsdorfer Ausfälle liest sich wie eine Saisonvorstellung des Kaders. Christian Wulff (Schulter), Julian Gauda (Oberschenkel), Dennis Rechner (Bänderriss), Thomas Kühl (Achillessehnenprobleme), Henrik Ellefsen (Muskelfaserriss), Sören Zenke (Knieprobleme), Tobias Seupel (Sprunggelenk), Andreas Storch (Studium), Christer Reiser und Jonathan Lehmpfuhl (beide Leistenschmerzen) fallen definitiv aus. Zudem sind die Einsätze von Philipp Spahr (Bänderverletzung) und der beruflich angespannten Markus Vorbeck und Sven Steingräber offen. „So eine Personalmisere habe ich noch nie erlebt“, sagte BTSVCoach Patrick Nöhren vor dem „Richtung weisenden Spiel“.

TSV Wankendorf – SpVg Eidertal Molfsee (Sonnabend, 15 Uhr)
    Alte Bekannte sind wieder vereint: Als Eidertals Ligaobmann Jens-Uwe Hansen die „Zweite“ trainierte, war Jürgen Schwichtenberg damals Ligatrainer. Seit dieser Woche ist „Schwichte“ (er löste den für zwei Spiele tätigen Interimstrainer Jürgen Hafemann ab) wieder „Chef“ bei den Eidertalern, die sich von ihm wieder (wie schon von 1995 bis 1999) einen sportlichen Aufschwung erhoffen. „Mit unserem Sieg gegen Eckernförde haben wir Selbstvertrauen getankt“, sagte Jens-Uwe Hansen. Da mit Torwart Sascha Poser-Wegener (Kreuzbandanriss), Christian Hölscher (Zerrung) und Ingo Dahl (Kniegelenkszerrung) drei Stammkräfte ausfallen, werden die A-Jugendlichen Tom Bartels (Bruder des Holstein-Spielers Finn), Alexander Wehner und Tobias Nehren wieder im Aufgebot stehen.

TSV Kronshagen – ASV Dersau
(Sonnabend, 15 Uhr)
    Für das Kellerduell kennt TSVK-Coach Frank Meier nur eine Zielrichtung: „Es muss etwas passieren. Wenn nicht jetzt, gegen wen dann?“ Dabei muss seine auf eigenem Platz noch sieglose Mannschaft die vielen Fehler in der Abwehr minimieren. Meier: „Wir kassieren zu viele Gegentore.“

Heikendorfer SV – TSV Bordesholm
(Sonntag, 15 Uhr)
    „Für uns ist ein Punkt schon zu wenig, um in der Tabelle oben heranzukommen“, wünscht sich der Bordesholmer Coach Marco Hinz, dass seine Mannen beim Spitzenreiter an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen. Die verletzten Heiko Hansen und Sven von Levern fallen aus. mey/gu

Quelle: KN (HZ) vom 13.10.2006