Bordesholm bläst zur Attacke auf die Spitze
SPIEL DER WOCHE
TSV nutzte fünf schwache Minuten der Nortorfer zum klaren 4:1-Erfolg
Bordesholm – Die Erfolgsserie des TSV Bordesholm hält an: Mit einem 4:1-Derbysieg gegen Neuling TuS Nortorf setzten die Bordesholmer ihren Angriff auf die Spitzengruppe fort und sind nun bestens gerüstet für das schwere Spiel am kommenden Sonntag beim Tabellenführer Heikendorfer SV, während die Nortorfer aus der Abstiegszone nicht herauskommen.
Dabei sah es im ersten Durchgang noch nicht nach einem so deutlichen Resultat aus. Die Gastgeber taten sich vor allem in der Offensive schwer. „Starke Nachlässigkeiten“ attestierte der Bordesholmer Coach Marco Hinz seinem Team, das durch Malte Kuberski und Nick Lemke zwei gute Tormöglichkeiten ausließ. „Wir haben bis zur Pause gut mitgespielt und alles umgesetzt, was ich meinen Spielern mit auf den Weg gegeben hatte“, sagte Nortorfs Spielertrainer Dierk Schröder. Er selbst (8.) sowie Jörn Klages (21.) hätten durchaus ins gegnerische Netz treffen können, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Einen abgelegten Freistoß hämmerte Kai Weschler aus 32 Metern wie einen Strich genau in den Nortorfer Torwinkel von Keeper Stefan Fischer.
Nach Wiederanpfiff entschieden dann schnelle Tore das Derby. Chris Zielinski zirkelte den Ball zum 2:0 (47.) ins Netz. Nachdem der Nortorfer Fabian Grünberg wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (51.) erhalten und Oke Landt-Heyn postwendend ein Lemke-Zuspiel zum 3:0 (53.) verwertet hatte, war alles gelaufen. „Unsere fünf schwachen Minuten, in denen wir den Ball hinten nicht rausbekommen haben, wurden von den Bordesholmern gnadenlos ausgenutzt“, resümierte Dierk Schröder, der die Niederlage um zwei Tore zu hoch ausgefallen sah.
Marco Hinz war zufrieden mit der Pausen-Führung, nicht aber mit so mancher Szene in der zweiten Halbzeit: „In Überzahl hatten wir hinten das eine oder andere Problem. Außerdem kann es nicht sein, dass wir eine derartige Abschlussschwäche offenbaren und immer wieder ins Abseits laufen.“ Große Chancen ließen Malte Kuberski und Baris Bayazit ungenutzt, und so musste ein Konter herhalten, den Nick Lemke zum 4:1 (90.) abschloss. Dierk Schröder, der in der 89. Minute noch eine Chance ausließ, lobte seine Mannschaft: „Aufgegeben haben wir uns nicht.“ gu
Quelle: KN (HZ) vom 09.10.2006