Wasbek - TuS Nortorf 1:2

Neumünster - Der SV Tungendorf hält sich nach dem 1:1 gegen TSV Lütjenwestedt weiter munter im Mittelfeld auf, der TSV Gadeland hingegen kam daheim mit 1:5 gegen Inter Türkspor Kiel unter die Räder und gerät, wie auch Wasbek, immer tiefer in den Tabellenkeller.


Als sich die beiden Trainer nach dem Abpfiff zum Shakehands im Mittelkreis trafen, war die Einigkeit groß. "Für uns war es ein Spiel zum richtigen Zeitpunkt, denn heute haben meine Jungs endlich gemerkt, dass nicht alles von alleine geht", polterte ein unzufriedener Dierk Schröder los und sprach von einem "glücklichen Sieg" (O-Ton) seiner Nortorfer. Sein Gegenüber Sönke Pries nickte und ergänzte: "Dieses Glück hat man, wenn man oben steht. Bis wir dort hinkommen, wird es aber wohl noch ein wenig dauern." Was hatten die beiden Verantwortlichen gesehen? Da war zum einen ein bis in die Haarspitzen motivierter und aufopferungsvoll kämpfender SV Wasbek, der eng am Gegner stand und nie einen Ball verloren gab, und zum anderen ein TuS Nortorf, der nie zu seinem gefürchteten Kombinationsspiel fand und bisweilen sogar kopflos auf das gegnerische Tor anrannte. Doch der Reihe nach: Es spielte dem SVW zunächst voll in die Karten, dass Gästetorwart Stefan Fischer gleich in der vierten Minute nach einem Eckstoß von Kay Packhäuser im Fünfmeterraum mit den Fäusten weniger hoch kam als Thomas Nützel mit dem Hinterkopf, und der Außenseiter dadurch mit 1:0 in Führung ging. Danach kauften die Platzherren den Blau-Weißen mit ihrer Kampfkraft den Schneid ab und ließen bis zum Seitenwechsel nur einen Pfostenschuss von Schröder zu (27.), ohne jedoch selbst auch noch einmal gefährlich zu werden. In der zweiten Hälfte drehten zwei lichte Momente des TuS die Partie. Erst zog der freigespielte Thorben Schütt per Seitfallzieher in den Giebel ab (51.), und in der Schlussphase, als bei den Pries-Mannen die Kräfte schwanden, nahm sich Morten Boller ein Herz und traf per Flachschuss unhaltbar zum 1:2 (78.). Ansonsten bot sich den rund 150 Zuschauern, darunter übrigens auch Wasbeks Ex-Coach Michael Meyer, das gleiche Bild wie vor der Halbzeit: Die Platzherren kämpften - nur ein einziges Mal überhart, als David Amoateng Schröder an der Seitenlinie "umsenste" und dafür zu Recht die Rote Karte sah (60.) -, und die Gäste "rumpelten" sich irgendwie durch. Malte Rathgen (56.), Simon Quandt (59.) und Schröder (85.) hatten noch die besten Chancen. Vielleicht wäre der Ausgleich per Strafstoß gefallen, doch Schiedsrichter Balsam (Altenholz) ließ bei einem möglichen Handspiel von Lars Gudjons keinen Pfiff ertönen (81.), und somit blieb es beim letztlich standesgemäßen Ergebnis, obwohl der SVW einen Punkt allemal verdient gehabt hätte.


Wasbek: Rauch - Schroff - Linnemann, Amoateng - von der Mehden, Gill (74. Schulz), Packhäuser, Y. Ladmia, Akcicek (58. Büll) - Peter Wrzeszinski, Nützel (64. Paul Wrzeszinski).
Nortorf: Fischer - Göttsche - Ruwolt, Gudjons - Rathgen, Grünberg, Jaafar, Boller, Quandt (80. Bruhn) - Schröder, Schütt.