Freude beim BTSV, Frust in Nortorf

Fußball-Bezirksliga Ost: TSV Selent nach dem 1:3 fünfter Absteiger


Jubel beim Büdelsdorfer TSV: Nach dem 4:0 in der Fußball-Bezirksliga gegen den TSV Lütjenwestedt steigt der BTSV in die Bezirksoberliga auf. Das Nachsehen hatte der TuS Nortorf, der die um drei Tore schlechtere Tordifferenz aufweist. Als fünfter Absteiger tritt der TSV Selent den Weg in die Kreisliga an.
    

Wiker SV – TS Einfeld 2:4.
Nicht mehr als einen müden Sommerkick bekamen die Zuschauer zu sehen. Zudem liefen beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung auf. Für die Führung der etwas besseren Gäste musste ein Handelfmeter herhalten, der keiner war: Libero Fahrendholz stoppte den Ball mit der Brust, doch der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Hanka verwandelte zum 1:0 (54.). Als Buhrmester per Foulelfmeter erhöhte, war die Vorentscheidung gefallen (62.). Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Tolle nichts (72.), denn Scheel erzielte postwendend das 3:1 (74.). Die Schlusspunkte setzten Tolle (82.) sowie Scheel (90.).
    

TuS Nortorf – TSV Lütjenwestedt 6:0. Eine einseitige Angelegenheit vor 300 Zuschauern. Schiedsrichter Karstens verweigerte gleich vier Nortorfer Treffern wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung. Dennoch kam der TuS gegen überforderte Gäste durch Schröder (12., 17., 43.) und Quandt (25.) schon zur Halbzeit auf vier Tore. Die weiteren Treffer durch Schröder (52.) und Quandt (65.) sollten jedoch nicht mehr zur Vizemeisterschaft reichen.
    

TuS Rotenhof – SV Friedrichsort 4:1. Die sehr motivierten Rotenhofer gewannen gegen die wenig meisterlichen Friedrichsorter auch in der Höhe verdient. Schnell führte der TuS durch Tore von Messer (2.) und Schamp (10., FE) mit 2:0 und hatte gleich mehrfach Gelegenheit, das Ergebnis zu erhöhen. Schamp (16.), Heinz (20.), Fugmann (25.) und Wolf (33.) vergaben jedoch. Als dann Messer doch das 3:0 erzielte, war die Partie entschieden (58.). Daran änderte auch das Eigentor von Heinemann nichts (62.), denn Friedrichsort trat einzig durch vermehrtes Foulspiel in Erscheinung. So sah Zeidler (71.) die Ampelkarte. Fugmann stellte den verdienten Endstand her (73.).
    

FT Eider Büdelsdorf II – TSV Waabs 2:6. Stark ersatzgeschwächt und mit nur einem Auswechselspieler trat die FT Eider an. „Wir standen zudem viel zu weit weg von den Gegnern“, meinte FT-Trainer Jens Schuckel. So besaß vor allem der starke Waabser Rainer Biegemann ungeahnte Freiräume. Die Führung der Gäste durch Otto (10.) sowie das 2:0 durch Wiese (56.) waren hochverdient. Danach besann sich Eider auf seine spielerischen Möglichkeiten und kam durch Vogt per Foulelfmeter (64.) sowie Kühl durch Freistoß (68.) zum Ausgleich. Danach brachen die Hausherren allerdings aufgrund ihrer konditionellen Schwächen ein. Ein Doppelschlag durch Prüß zum 4:2 für Waabs (70., 80.) brachte die Entscheidung. Bruns (83.) sowie Wiese (90.) setzten die Schlusspunkte.
    

Büdelsdorfer TSV – TuS Holtenau 4:0. 90 Minuten Volldampf bot der BTSV, der vor allem durch ein schönes Kombinationsspiel gefiel. Holtenau hingegen trat nur selten in Erscheinung, wobei die TuS-Angreifer durch die BTSV-Deckung gut abgeschirmt waren. Einzig Pontner, dessen Schuss nur die Latte traf (80.), sorgte für Gefahr. Nach dem 1:0 durch Müller nach Alleingang und dem 2:0 abermals durch Müller, der einen Strafstoß nach Foul an Diekmann verwandelte (33.), standen die BTSV-Zeichen auf Sieg. Paulsen, der einen Freistoß aus 20 Metern verwandelte (65.), sowie Diekmann per 16-m-Schuss (70.) erhöhten auf 4:0.
    

Neumünster Türkspor – SV Wasbek 2:1. Nur elf Minuten war die Welt der abstiegsbedrohten Wasbeker in Ordnung. Die Gäste gingen durch Packhäuser nach einem Schuss aus halblinker Position in Führung (11.). Danach drehten die Hausherren auf und hatten vor allem durch Mannschaftsführer Sari beste Chancen zum Ausgleich. Um ein Haar wäre den Gästen sogar das 2:0 geglückt, doch ein Schuss von Peter Wrzeszinski traf nur den Pfosten (30.). Danach zahlte sich die Überlegenheit der Gastgeber aus. Erst erzielte Hebel das 1:1 (42.), ehe Sari den Siegtreffer markierte (85.). Eine schlimme Knieverletzung zog sich zu allem Überfluss noch der Wasbeker Libero von der Mehden zu, der nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Sari mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste.
    

Gut Heil Neumünster – VfR Laboe 0:6. „Ich muss mich bei den Zuschauern, aber vor allem bei Günter Lütje entschuldigen“, sagte Gut-Heil-Trainer Dietmar Brüssow, der seinem scheidenden Ligaobmann einen schöneren Abschied gegönnt hätte. Zwar waren die Gäste auch nicht stark, doch es reichte, um die phlegmatischen Hausherren klar im Griff zu haben. Nach zwei Treffern von Ortmann (26., 43.) und dem 3:0 durch Klouhun (45.) war die Partie bereits zur Halbzeit gelaufen. Laboe, das noch einige Altherren Spieler in seinen Reihen hatte, wollte aber noch mehr. Hey (53.), Petersen (70.) sowie Ortmann (84.) erhöhten noch auf 6:0 gegen desolate Neumünsteraner, die zu Recht den Weg in die Kreisliga antreten müssen.
    

SpVg Eidertal-Molfsee II – Fortuna Bösdorf 8:0. Über eine Halbzeit lang gaben die engagierten Bösdorfer den Gastgebern Rätsel auf. Und selbst nach der 2:0-Führung durch Pahlke (10.) und Polenkowski (35.) war die Partie noch nicht entschieden. Als in der 35. Minute eine Bösdorfer Hereingabe auf der Eidertaler Torlinie entlang rollte, war jedoch kein Fortune zur Stelle. „Fällt hier das 2:1, kann das Spiel kippen“, sagte Molfsees Trainer Jens Uwe Hansen, der dann seinen Joker zog. Der eingewechselte Latifi erzielte vier Tore in Folge (51., 56., 60., 75.), während sich Eidertal in einen Rausch spielte. Vor allem Ingo Götze, der sich als Verteidiger immer wieder in den Angriff einschaltete, sorgte für Gefahr vor dem Bösdorfer Tor. Die weiteren Treffer erzielten Staub (79.) und Polenkowskin (86.).
    

TSV Selent – TSV Lütjenburg 1:3. 250 Tristesse pur vor Zuschauern. Sebastian Comes (4.) traf aus 20 Metern früh für die Gäste. Die Selenter vergaben die besten Gelegenheiten, während Comes (24.) mit schönem Kopfball traf. Nichts Neues nach der Pause: Dennis Bünzen scheiterte per Kopfball am Lütjenburger Querbalken (54.), Walter Ahrend (64.) traf zur Vorentscheidung. Niels Bünzen (84.) erzielte per Freistoß nur noch den Ehrentreffer. mcf

Quelle: Kieler Nachrichten vom 06.06.2005

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Nortorf fehlen ganze drei Tore

Neumünster (Carsten Kaikowski) - Denn der Tabellenzweite Büdelsdorfer TSV gewann gegen den TuS Holtenau mit 4:0 und rückt somit anstelle der Nortorfer in die Bezirksoberliga auf. Der TS Einfeld setzte sich beim Wiker SV mit 4:2 durch, Schlusslicht SC Gut Heil hingegen blamierte sich noch einmal kräftig beim 0:6 gegen den VfR Laboe.


Nortorf - Lütjenwest. 6:0
Trotz eines tollen letzten Auftritts vor rund 300 Zuschauern und einer bärenstarken Vorstellung von Spielertrainer Dierk Schröder, der seinerseits vier Treffer zum halben Dutzend beisteuerte (12./17./43./52.), langte es am Ende im Fernduell mit den Büdelsdorfern nicht. "Die Jungs sind einfach grandios. Sie haben sich direkt nach Spielende im Mittelkreis geschworen, es nächstes Jahr zu packen", berichtete TuS-Sprecher Timo Görlitz. Auch die Blau-Weiß-Fans würdigten die Leistung des jungen Teams mit lang anhaltendem Applaus. Simon Quandt hatte zuvor für die anderen beiden Tore gesorgt (26./65.), außerdem verweigerte Schiedsrichter Hans-Werner Karstens (Schinkel) den Gastgebern gleich vier weitere Treffer, da er jedes Mal auf Abseits entschied. "Wir haben den Aufstieg aber nicht hier und heute verspielt, das wissen wir", erklärte Görlitz. Undankbarer könnte dieser dritte Platz nicht sein, schließlich entschieden nur drei magere Törchen über Wohl und Übel.

Nortorf: Fischer - Klages - Gudjons (75. Schlotfeldt), Grünberg - Rathgen, Nitschmann (60. Sadowski), Ruwolt, Klucke, Boller - Quandt, Schröder.


Quelle: Holsteinischer Courier vom 06.06.2005