Friedrichsort in der Wik im Glück

Vierkampf an der Spitze setzt sich fort – Türkspor glücklicher Sieger im NMS-Bezirksliga-Derby


Unverändert ist die Lage an der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga, denn die vier führenden Teams konnten allesamt gewinnen, so dass es vier Spieltag vor dem Saisonende weiterhin spannend bleibt. Die größten Schwierigkeiten hatte dabei der Drittplazierte SV Friedrichsort, der schon die kräftige Mithilfe des Gegners beim 2:1 Sieg gegen den Wiker SV benötigte.

Wiker SV – SV Friedrichsort 1:2
Eine stattliche Kulisse von 200 Zuschauern erlebte ein Kieler Derby, das jedoch kaum einmal tolle Strafraumszenen bot. Fast während der gesamten Spielzeit fand die kampfbetonte Partie im Mittelfeld statt und bot kaum einmal Strafraumszenen. Am Ende waren die Gäste jedoch cleverer und abgebrühter, die sich die zwei einzigen Möglichkeiten nicht nehmen ließen. Zunächst konnte Schweder nach einer Ballstafette in Szene gesetzt werden, der flach zum 0:1einschoss (73.), ehe der Wiker Kruse den Ball ohne in Bedrängnis zu sein, Schweder in die Füße spielte. Eiskalt verwandelte der Friedrichsorter zum entscheidenden 0:2 (83.). Der Anschlusstreffer durch Tolle, der den Ball aus sechs Meter in den Winkel drosch, kam zu spät (90.).
    

Eidertal II – SV Wasbek 6:1
    Lange Zeit konnten die Wasbeker gegen die elanvollen Molfseer das Spiel ausgeglichen gestalten und hatten sich das Unentschieden zur Halbzeit, wofür sich Breitsprecher (25., FE) und Peter Wrzeszinski (40., FE) zuständig zeigten, verdient. Nach dem Seitenwechsel sorgten erst ein Doppelschlag durch Paul (46.) und Schramm (48.) zum 3:1 und dann der Feldverweis des Wasbekers Lage (gelbrot, 60.) für den Knockout der Gäste. Nun spielte nur noch Eidertal, das selbst den Verlust von Mathews (gelb-rot, 75.) locker wegsteckte. L. Nessel (80.) sowie Balandies (81.) und abermals Nessel (83.) erhöhten schließlich auf 6:1.
    

GH NMS – NMS Türkspor 2:3
    Weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen darf Türkspor, dass lange um den wichtigen Sieg zittern musste. Erst nach 15 Minuten fanden die Gäste gegen den engagierten Absteiger zum Spiel und konnten durch Sari, der aus spitzem Winkel zum 0:1 einschoss (23.), in Führung gehen. Selbst nach dem 0:2 durch Aktas nach schwerem Fehler von GH-Torwart Spantig (46.), gab sich Gut Heil nicht auf und wurde für den nimmermüden Einsatz belohnt. Fischer, dessen Heber genauso passte (1:2, 47.) wie sein abgefälschter Freistoß (2:2, 65.), machte die Partie spannend. Sari machte mit seinem Treffer zum 3:2 für die Türken alles klar (78.), ehe sich die Ereignisse überschlugen. Erst musste Hebel den Platz verlassen (gelb-rot, 79., Türkspor), ehe ihm die GH-Akteure Martin und Marco Knobel vorzeitig in die Kabine folgten (gelb-rot, 85., 89.).
    

Einfeld – Lütjenwestedt 2:3
    Den Klassenerhalt in greifbarer Nähe hat der TSV Lütjenwestedt, der aufgrund einer beherzten Leistung verdient drei Punkte verbuchen konnte. Von Beginn an waren die Gäste überlegen, die jedoch ohne Glück waren. Die 1:0-Führung für die Hausherren durch Scheel auf Pass von Wrzeszinski fiel aus dem Nichts. Pech für den TSV als Steltner auf Vorarbeit Volkmann den Ausgleich vergab (9.) und Hadenfeld (16.) sowie Steltner per Freistoß vergaben (24.). Der 1:1-Ausgleich durch Meingast, als Rühmann per Freistoß zunächst den Pfosten traf, war mehr als verdient (27.). Offen wie ein Scheunentor präsentierte sich die TSV-Abwehr, die Buhrmester gleich zwei Mal einlud, doch der Einfelder ließ die Möglichkeiten kläglich ungenutzt (35., 38.). Das 2:1 durch Hanka war fast schon abzusehen (54.). Am Ende wurden die offensivstarken Gäste noch belohnt. Erst war Steltner per Kopf zur Stelle (63.), ehe Christ nach katastrophalem Ballverlust von Dziurzynski das 2:3 markierte (71.). Als Rühmann den Platz vorzeitig den Platz verlassen musste (gelb-rot, 72., TSV) wurde es noch einmal eng für Lütjenwestedt, die jedoch mit Glück und Geschick den Erfolg sicherten.
    

TuS Nortorf – TSV Waabs 4:2
    Eine rundum gute Leistung bot der Tabellenführer. Gegen die druckvollen Gäste, die viele gute Gelegenheiten vergaben, mussten jedoch die Gäste gleich zwei Mal Schützenhilfe leisten. Erst beförderte Guhl den Ball zum 1:0 ins eigene Netz (2.), ehe nach Treffern von Kicksee zum 2:0 (20.) und Foulelfmeter Aspahl zum 2:1 (22.), Wunderlich abermals per Eigentor zum 3:1 den Nortorfern half (52.). Zwar konnte Guhl nochmals auf 3:2 verkürzen (72.), doch der Sieg der Hausherren war nie gefährdet. Jaafar per Foulelfmeter stellte schließlich den 4:2 Erfolg sicher (90.).
    

Rotenhof – Holtenau 2:2
    60 Minuten waren die Rotenhofer überlegen, die durch Messer (21.) sowie durch Finger (32.) verdient mit 2:0 führten, doch es versäumten den Sack zuzumachen. Messer (37.) sowie Finger (41.) vergaben beste Möglichkeiten, alle Weichen auf Sieg zu stellen. Nach dem 2:1 Anschlusstreffer durch Engelhardt, wobei sich Rotenhofs Torwart Lorenz verletzte, kamen die Hausherren ins Schwimmen. Der Kräfteverschleiß war auch aufgrund der dünnen Personaldecke nicht mehr aufzuhalten, so dass die Kieler durch Pontner den am Ende gerechten 2:2 Ausgleichstreffer erzielen konnten (65.).
    

FT Eider II – Lütjenburg 3:1
    Auch wenn die Gäste sehr defensiv agierten, blieb die Partie aufgrund der gefährlichen Konterattacken der Gäste stets abwechslungsreich. Allerdings dauerte es bis zur 66. Minute, ehe Altin auf Querpass von Frank den 1:0 Führungstreffer erzielte, den Comes jedoch recht schnell wieder ausgleichen konnte (72.). Als sich Eider fast schon mit einem erneuten Unentschieden abgefunden hatte, bekam der Gastgeber einen Strafstoß zu gesprochen, den TSV-Torwart Buhrmann bravorös hielt (86.). Am Ende konnte sich Eider doch noch die verdienten Punkte sichern, da Bohl per Kopfball erfolgreich war (88.) und Kühl mit einem Volleyschuss aus 25 Meter den 3:1 Endstand herstellte.
    

Büdelsdorf – Bösdorf 4:0
    Nachdem der frühe Treffer zum 1:0 durch Rogge nach Vorarbeit von Müller Sicherheit gegeben hatte (4.), passte sich der BTSV der schläfrigen Spielweise der Gäste an. Viele leichtfertige Fehlpässe machte es den Gästen zudem recht leicht, den eigenen Strafraum sauber zu halten. Erst nach dem Wechsel als Seupel über die rechte Außenbahn aufdrehte und Rogge mehr zur Geltung kam, wurde der BTSV wieder besser, der durch Paulsen per 10 Meter Schuss auf 2:0 erhöhte (65.). Müller auf Vorarbeit von Kurbjuhn (70.) und Seupel per Kopfball (85.) erhöhten schließlich auf 4:0 zum standesgemäßen Sieg.
    

TSV Selent – VfR Laboe 6:1
    Das war eine klare Angelegenheit für den Gastgeber, der sich nach diesem 30. Spieltag mit dem 6:1-Erfolg bei jetzt 39 Punkten endgültig aus der Abstiegszone verabschiedete. TSV-Ligasprecher Klaus Peter Kühl: „Das war mal wieder ein schöner Fußball-Nachmittag, zumindest für unsere Fans. Sechs Treffer von unserer Truppe im OHLA-Stadion zu bejubeln, das gab es in dieser Spielzeit noch nicht.“ Nach verhaltenem Beginn lief es noch vor der Halbzeitpause gut für die Selenter, die nach schöner Kombination zwischen Dennis Fölsch und Dennis Bünzen die Führung vorlegten, Bünzen schob an VfR-Torwart René Reinke in die Maschen (30.). Knapp zehn Minuten später schied Fölsch aus, für ihn kam der Ex-Preetzer Martin Rokitta, zuletzt für den TSV Plön im Einsatz. Und der führte sich gut ein. Nachdem Spielertrainer Niels Bünzen per Elfmeter nach Foulspiel an Rokitta (57.) auf 2:0 erhöhte, Heiko Clausen nach Handspiel von Lars Kaczensky den fälligen Strafstoß vollstreckte und auf 1:2 verkürzte, entwickelte sich beim TSV für fünf Minuten das Gefühl, die Gäste könnten die Partie noch drehen. Aber dann verjagte Urs Gutzeit mit seinem Tor alle Sorgen; Dennis Bünzen legte drei Minuten später nach, bis auch Rokitta seinen ersten Treffer erzielte. Kühl: „Martin könnte bei uns eine feste Größe werden und die Lücke in der Sturmmitte schließen.“ Den Schlusspunkt setzte der überragende Gutzeit mit dem 6:1. mcf/rs

Quelle: KN vom 23.05.2005

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Spiel mit offenem Visier

Nortorf (ot) - Die rund 100 Zuschauer in Nortorf bekamen die ersten 20 Minuten eine schnelle und unterhaltsame Partie mit Torchancen hüben wie drüben zu sehen, wobei die Gäste aus Schwansen einen äußerst unglücklichen Start erwischten. Denn bereits nach zwei Minuten musste TSV-Keeper Arne Petersen das erste Mal den Ball aus dem Netz holen. Libero Robert Guhl hatte eine "Kerze" geschlagen, die sich nach dem Aufprall mit viel Effet in Richtung eigenes Tor drehte. Bei seiner zweiten Rettungsaktion köpfte Guhl zu allem Überfluss auch noch Christian Meister an, von dessen Körper das Leder ins eigene Tor sprang. "So ein Tor habe ich noch nie gesehen", sagte TuS-Pressesprecher Timo Görlitz.


Doch Waabs zeigte sich von dem frühen und unglücklichen Rückstand wenig schockiert, übernahm für die nächste Viertelstunde das Kommando und trug entscheidend dazu bei, dass sich ein gutes Bezirksligaspiel entwickelte. Nach fünf Minuten hätte es bereits 1:1 stehen können, wenn die einzige TSV-Spitze Carsten Schröder nach schönem Zuspiel von Reiner Biegemann mit einem Lupfer nicht die Querlatte getroffen hätte. Und auch die nächste Einschussgelegenheit besaß der Gast, doch weder Schröder noch Guhl und Asphal brachten bei einer Konfusion vor dem Nortorfer Gehäuse das Leder über die Linie (9.).

Dem Tabellenführer dagegen blieb in dieser Waabser Drangphase auf eigenem Platz nur das Kontern. Nach einem schwachen Einwurf von TSV-Kapitän André Haar auf Schröder tauchte Alexander Klucke frei vor Petersen auf, der Kluckes Schuss vor die Füße von Quandt abwehrte, in dessen Nachschuss sich wiederum im letzten Moment Meister schmiss (15.). Wenig später war es dann Guhl, der sich nach einer verunglückten Biegemann-Abwehr in Fabian Grünbergs Schuss warf (18.). Zwei Minuten darauf waren jedoch alle Waabser Anstrengungen vergebens. Thies Kicksee profitierte von Haars Ballverlust im Mittelfeld, zog ab und traf zum 2:0 (20.).

Der Spielstand sollte allerdings nicht lange Bestand haben, denn Waabs kam durch einen schmeichelhaften Strafstoß durch Timm Asphal zum 1:2-Anschlusstreffer (23.). TuS-Libero Söhnke Klages hatte Schröder im Strafraum von hinten umgerannt. "Er hat mich geschubst", beteuerte der TSV-Angreifer in der Halbzeitpause. Danach nahmen beide Teams etwas das Tempo aus der Partie, wobei Nortorf leicht überlegen agierte. Doch bis auf einen Schuss von Quandt, den Petersen meisterte (41.) und einer gefährlichen "drei gegen eins Situation", bei der Guhl auf sich allein gestellt war (44.) und von einer Abseitsstellung der Nortorfer profitierte, sprang nichts mehr dabei heraus.

Nach dem Wechsel war der TSV Waabs nicht wieder zu erkennen, was wohl vor allem am Kräfteverschleiß des ersten Durchgangs lag. "Wir haben nach der Pause völlig den Faden verloren", bemängelte TSV-Trainer "Molli" Soll, der froh sein konnte, dass der TuS Nortorf so leichtfertig mit seine vielen Chancen umging. Bezeichnend dafür war, dass auch für das dritte Tor des Spitzenreiters ein Waabser zuständig war. Sascha Starck hatte in höchster Not eine scharfe Flanke von Morten Boller über die eigene Linie gedrückt (53.). Mehr sprang für die drückend überlegenen Gastgeber jedoch vorerst nicht heraus, im Gegenteil. Als Guhl eine schöne Flanke von Haar schulmäßig zum 2:3 in die TuS-Maschen köpfte, witterte Waabs für kurze Zeit Morgenluft (77.) und hatte kurz darauf sogar die Ausgleichchance durch Schröder auf dem Fuß. Doch der Stürmer schoss Stefan Fischer den Ball genau in die Arme.

Ein erneut zweifelhafter Strafstoß brachte schließlich die Entscheidung zu Gunsten Nortorfs. Guhl soll Fabian Grünberg von den Beinen geholt haben, was den TSV-Routinier so sehr aufregte, dass er auch noch die gelb-rote Karte von Schiedsrichter Oliver Sobolewski gezeigt bekam. Hassan Jaafar ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte vom Punkt aus zum 4:2-Endstand (86.).

"Das war ein Spiel mit offenem Visier", beschrieb Görlitz den Verlauf der unterhaltsamen Partie, die am Ende einen verdienten Sieger fand. Das bestätigte auch Soll, der die Niederlage seiner Elf "völlig korrekt" fand.

TuS Nortorf: Fischer - Klages, Michaalis, Grünberg, Rathgen - Drews, Klucke, Jaafar, Boller (72. Bruhn) - Kicksee, Quandt (70. Sadowski)

TSV Waabs: Petersen - Guhl, Starck, Meister - Wundnerlich (85. Christen), Daniel, Biegemann (75. Wiese), Voss, Haar, Asphal - Schröder

Tore: 1:0 Meister (2., ET), 2:0 Kicksee (20.), 2:1 Asphal (23., FE), 3:1 Starck (53., ET), 3:2 Guhl (77.), 4:2 Jaafar (86., FE)

Schiedsrichter: Sobolewski (TSV Lütjenwestedt)

Gelb-Rote Karte: Guhl (TSV Waabs, 86.)

Zuschauer: 100

Quelle: SHZ - Eckernförder Zeitung vom 23.05.2005