Großer Hunger nach weiteren Toren
Fußball-Bezirksliga: Spitzenreiter TuS Nortorf setzt auf eingespielten Kader – Verfolger hoffen auf einen Ausrutscher
Nortorf – In die entscheidende Phase tritt ab diesem Wochenende die Fußball-Bezirksliga, in der sich gleich vier Teams ein Kopfan-Kopf-Rennen um die beiden Aufstiegsplätze liefern. Die besten Chancen, in die Bezirksoberliga aufzusteigen, haben der Spitzenreiter TuS Nortorf (63 Punkte, 30 Spiele) sowie der Zweitplazierte SV Friedrichsort (61, 29). Auf der Lauer liegen der Büdelsdorfer TSV (60, 30) und die FT Eider Büdelsdorf II (58, 29).
• Gut Heil Neumünster –
Türkspor (morgen, 15 Uhr)
Auch wenn die beiden Siege von Gut Heil über Pfingsten im Kampf um den Klassenerhalt zu spät kamen und der Abstieg besiegelt ist – die Stimmung bei den Neumünsteranern hat sich sichtlich gebessert. „Vielleicht lag es auch daran, dass der Druck weg ist“, meint Gut Heil Trainer Dietmar Brüssow, der im Derby gegen Türkspor am liebsten noch einen Erfolg draufsetzen würde. Personell jedenfalls kann Brüssow aus dem Vollen schöpfen, der seine Erfolgself nicht verändern wird. Um die Türken im Aufbauspiel zu schwächen, soll sich Manndecker Andre Justen um den Offensivakteur der Gäste, Bekir Sari, kümmern.
Türkspor-Trainer Cetin Bay hingegen klammert sich an den letzten Strohhalm und will bis zum letzten Spiel um die Minimalchance Klassenerhalt kämpfen. „Trotz vieler Hindernisse und vielleicht auch Benachteiligungen werden wir nicht aufgeben“, erklärt der Coach. Zwar fehlen die gesperrten Aydin Celik und Mustafa Karanfil, die jedoch im defensiven Mittelfeld und in der Verteidigung von Mark Henning und Trainer Bay selbst ersetzt werden können. Um Gut Heil-Torjäger Pasqual Rüdiger wird sich Manndecker Utcu Tunca kümmern. Hinspiel: 1:2.
HZ-Tipp: Gut Heil tritt zwar selbstbewusst auf, doch Türkspor ist energischer – 1:3.
• TS Einfeld –
Lütjenw. (morgen, 15 Uhr)
„Wir wollen unseren treuen Fans noch einmal guten Fußball bieten und uns für die abendliche Grillfeier bei unserem Fußballobmann Willi Tamar durch einen Sieg die nötige Stimmung verschaffen“, erklärt Einfelds Trainer Sascha Milivojevic. Immerhin ist Mittelfeldakteur Radoslav Dziurzynski wieder dabei, der als Kreativspieler Akzente setzen und Torjäger Tomek Wrzeszinski mit den nötigen Flanken füttern soll. „Gegen Lütjenwestedt, das noch nicht gerettet ist, setzen wir auf ein aggressives Zweikampfverhalten und frühes Stören“, sagt „Milo“, der dann mit schnellen Angriffsattacken den Sieg sichern möchte. Um die torgefährlichen Angreifer der Gäste sollen sich die Verteidiger Adzi Velovic und Martin Panasiuk kümmern.
Durch ein Wechselbad der Gefühle gingen zuletzt die Lütjenwestedter, die sich beim Schlusslicht Gut Heil Neumünster blamierten und sich dann beim Drittletzten VfR Laboe den Frust von der Seele schossen. Hinspiel: 7:4.
HZ-Tipp: Es gibt einen offenen
Schlagabtausch aber keinen Sieger –
3:3.
• TuS Nortorf –
Waabs (morgen, 15 Uhr)
Einen Sieg für das Selbstbewusstsein errangen die Nortorfer beim deutlichen 4:0-Erfolg am Mittwoch gegen die SpVg Eidertal-Molfsee II. Auch ohne den torgefährlichen und spielbestimmenden Spielertrainer Dierk Schröder, der im Augenblick gesperrt ist, trumpfte der TuS gut auf und ließ keinen Zweifel an den berechtigten Aufstiegsambitionen aufkommen. „Gegen Waabs wird es schwerer werden, denn der TSV ist sehr kampfstark“, meint TuS-Ligaobmann Timo Görlitz. Unverändert wird voraussichtlich die Startformation sein, denn Mirko Nitschmann, Mark Sadowski und Lars Gudjons sind immer noch leicht angeschlagen. In den Kader zurückkehren wird hingegen Fabian Grünberg. Hinspiel: 1:1.
HZ-Tipp: Nortorf nimmt klaren Kurs
auf den Titel – 3:0.
• FT Eider Büdelsdorf II –
Lütjenburg (morgen, 15 Uhr)
„Wir haben mal wieder Gastgeschenke verteilt. Nun müssen wir nur noch gewinnen“, lautete der Kommentar von FT Eider-Trainer Jens Schuckel nach dem 2:2 beim Ortsrivalen TuS Rotenhof und dem nicht eingeplanten Punktverlust. Zumindest personell braucht sich Schuckel keine Sorgen zu machen, denn Unterstützung aus der Oberliga, die bereits Freitag spielt, ist wieder gewiss. „Wichtig wird auch sein, dass wir endlich unsere Chancen nutzen. Da waren wir zuletzt viel zu großzügig“, erklärt Schuckel, der sich wünscht, dass seine Spieler endlich ihre Routine auch in Tore ummünzen. Hinspiel: 1:2.
HZ-Tipp: Allzu leichtfertig wird erneut mit den Tormöglichkeiten umgegangen – 1:1.
• Büdelsdorfer TSV –
Bösdorf (morgen, 16 Uhr)
„Aus den letzten vier Spielen brauchen wir zwölf Punkte. Da verlange ich von den Spielern, dass jede Partie hochkonzentriert angegangen wird“, erklärt BTSV-Trainer Patrick Nöhren. Für die rechte Seite wäre Tobias Seupel ein Kandidat, der jedoch noch nicht ganz fit ist. Fällt Seupel aus, stehen mit Marten Kirstein und Heiko Fasse zwei gute Alternativen zur Verfügung. Auf der linken Seite hingegen scheint Henning Schröder gesetzt zu sein. Hinspiel: 3:0.
HZ-Tipp: Der BTSV nutzt den ganzen
Platz und schafft sich so die Räume –
5:0.
• SpVg Eidertal-Molfsee II –
Wasbek (Sonntag, 15 Uhr)
„Die Niederlage gegen Nortorf war nicht schlimm. Im Gegenteil. Wir haben 75 Minuten gegen ein Spitzenteam ein 0:0 halten können und sind erst zum Schluss, als wir alles auf eine Karte gesetzt haben, eingebrochen“, erklärt Eidertals Trainer Jens Uwe Hansen. „Jetzt aber müssen wir punkten, um die Klasse zu halten.“ Immerhin kann Molfsee wieder auf Dirk Wittler zurückgreifen, der im Angriff spielen wird. Die Position daneben ist allerdings noch vakant. Nicht mit von der Partie ist Dennis Polenkowski, der noch im Urlaub weilt. Ebenfalls noch nicht in Sicherheit wähnt sich der SV Wasbek. „Wir brauchen noch sechs Punkte, um ganz sicher zu sein“, meint SVW-Trainer Michael Meyer, der sogar mit fünf Absteigern rechnet. Sorgen macht ihm dabei die beunruhigende Niederlagenserie, denn acht der letzten neun Spiele gingen verloren. Ausschlaggebend war dabei die schwache Leistung des Sturmduos mit Yacine Ladmia und Peter Wrzeszinski, das jedoch weiterhin das Vertrauen von Meyer besitzt. „Ich glaube an die beiden, und ich hoffe, dass der Knoten jetzt platzt.“ Hinspiel: 0:1. mcf
HZ-Tipp: Die Leidenszeit der Wasbeker hat ein Ende – 0:2.: KN - Holsteiner Zeitung vom 20.05.2005
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TSV Waabs: Keine Furcht vor Favorit TuS Nortorf
Waabs – Mit dem 3:1-Erfolg am Pfingstmontag beim TSV Lütjenburg hat der abstiegsbedrohte Fußball-Bezirksligist TSV Waabs erneut gezeigt, dass er nur unter ihm rangierende Teams zu fürchten hat, nicht vor ihm liegende. Von daher muss den Fans vor der Aufgabe heute (15 Uhr) beim Mitfavoriten TuS Nortorf nur bedingt bange sein. „Ich will ja gar nicht über die Personalprobleme klagen, denn stets haben die Reservespieler gezeigt, dass auf sie Verlass ist“, sagt der Waabser Trainer Martin Soll. Die Verletzung des jungen Constantin zu Schleswig-Holstein hat sich als Kreuzbandriss im linken Knie herausgestellt, Heiko Otto zog sich einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu, auch Alexander Braun und Olaf Andresen sind weiterhin verletzt, Arne Prüß und Christian Auer haben Dienst, André Eigenberz (Urlaub) sowie Siebke (Rot gesperrt) fehlen ebenfalls. „Wir wollen dennoch einen Punkt ergattern“, glaubt Trainer Soll an sein „letztes“ Aufgebot. Aber auch die Nortorfer haben einen wichtigen Ausfall zu beklagen, denn mit Spielertrainer Dierk Schröder sah der Torjäger „Rot“. üxQuelle: KN - Eckernförder Zeitung vom 21.05.2005