2:1 - BTSV feiert, Nortorf hadert mit dem Schiedsrichter

Büdelsdorf (ma) - Freudentänze auf der einen, Frust auf der anderen Seite. Nach seinem 2:1 (0:0)-Sieg in letzter Sekunde hatte der Büdelsdorfer TSV am Sonnabend vor 200 Zuschauern im Eiderstadion allen Grund zur Freude, der TuS Nortorf haderte mit Schiedsrichter Georg Kessler (TS Einfeld). 

Die letzten vier Minuten eines nur in der letzten halben Stunde hochklassigen Spiels waren an Dramatik nicht zu überbieten. Kessler zog sich zunächst den Zorn der Nortorfer zu, als er Dierk Schröder, der von hinten in einen Zweikampf mit Tobis Seupel gegangen war, die rote Karte (86.) zeigte. In der 90. Minute gab es erneut wütende Proteste der Gäste, als Kessler in ihrem Strafraum auf indirekten Freistoß entschied. In einen von Tim Rogge für Arend Müller gedachten Pass rutschte Hannes Drews derart in den Ball, dass der herauslaufende Torwart Stefan Fischer die Kugel nur noch mit den Händen abfangen konnte, um ein Eigentor zu verhindern. Diese Aktion wertete der Schiri als Rückgabe mit Handspiel. Den Freistoß setzte Müller nach Vorlage von Tom Gerberding unhaltbar zum 2:1 in die Maschen. Zuvor hatten Heiko Faße (1:0/61.) für den BTSV und Simon Quandt (85.) für Nortorf getroffen.

Nur kurze Zeit brauchte Timo Görlitz, dann hatte der TuS-Ligaobmann den schmerzhaften K.o. verdrängt. "Wir hätten ein 1:1 verdient gehabt." Auch Kessler bedachte er mit einer Bemerkung. "Leider hat der Schiri mit seinen Entscheidungen in den letzten Minuten ein gerechtes Unentschieden verhindert."

Auch Patrick Nöhren räumte ein, dass Nortorf einen Punkt verdient gehabt hätte. Aber: "Wir waren aktiver." Ein großes Kompliment zollte der BTSV-Coach seiner Abwehr. "Nortorf hat sich in einer Partie dieser Saison noch nie so wenig Torchancen erspielt."

BTSV: Wulff, Fedder, Tischler, H. Schröder, Paulsen, Kirstein (57. Seupel), Faße, Rogge, Müller, Gerberding, Diekmann.

TuS Nortorf: Fischer, Gudjons, Rathgen, Nitschmann, Klages, Drews, Klucke, Schröder, Jaafar (70. Kicksee), Boller, Quandt (87. Ruwolt).

Quelle: SHZ - Landeszeitung vom 17.05.2005