Völlig relaxt vor dem Spitzenspiel
Fußball-Bezirksliga: Spitzenreiter Nortorf tritt morgen um 15 Uhr beim Tabellenzweiten Büdelsdorfer TSV an
Nortorf – Gleich zwei Leckerbissen hat die Fußball-Bezirksliga am Pfingstwochenende zu bieten. Am Sonnabend erwartet der Tabellenzweite Büdelsdorfer TSV (56 Punkte) den Spitzenreiter TuS Nortorf (60) zum absoluten Schlagerspiel, bevor am Montag Aufstiegskonkurrent FT Eider Büdelsdorf II zu Gast beim BTSV ist. Im Kampf um den Titel kann eine Vorentscheidung fallen.
„Personell sind wir gut gerüstet“, erklärt BTSV-Trainer Patrick Nöhren vor der Partie gegen Nortorf. Lediglich hinter dem Einsatz von Tobias Seupel (Knie) steht noch ein Fragezeichen, während Dennis Rechner und Tom Gerberding wieder zum Kader stoßen. „Wir haben Respekt vor den Nortorfern, die im Augenblick den schönsten Fußball in der Liga spielen. Nortorf steht zu Recht an der Tabellenspitze, aber da wollen wir auch hin“, verkündet Nöhren. Um den Spitzenreiter zu bremsen, will der BTSV versuchen, im Mittelfeld zu dominieren. „Unsere Mittelfeldspieler müssen sich zerreißen, damit wir frühzeitig in Ballbesitz kommen. Dann wollen wir unser Kombinationsspiel aufziehen.“ Damit dieses Vorhaben gelingt, soll mit fünf Spielern im Mittelfeld aufgelaufen werden. Einzige Spitze wird dann Nils Diekmann sein, der in bestechender Form ist und in den letzten drei Spielen sechs Tore erzielte.
„Wir fahren sehr entspannt nach Büdelsdorf, denn wir müssen dort nicht gewinnen. Der BTSV steht unter Zugzwang“, erklärt TuS-Ligaobmann Timo Görlitz. Sollten Fabian Grünberg (Dienst) und Lars Gudjons (Knöchel) ausfallen, müsste Nortorf zwar umdisponieren, wäre aber aufgrund des ausgeglichenen Kaders kaum geschwächt. „Wir werden auch dort unser Spiel machen und mit offenem Visier spielen. Ich glaube, es wird viele Tore geben“, meint Görlitz, der den Zuschauern einen tollen Fußballnachmittag verspricht. Hinspiel: 4:4.
HZ-Tipp: Der BTSV ringt um seine
letzte Chance. Das gibt den Ausschlag – 4:2.
• Gut Heil Neumünster –
Lütjenw. (morgen, 15 Uhr)
Die Frage scheint, ob es Trainer Dietmar Brüssow gelingt, sein Team trotz des besiegelten Abstiegs für die letzten Spiele zu motivieren. Aufbauarbeiten für die nächste Saison in der Kreisliga sollten am besten bereits jetzt beginnen, ohne dass die Psyche der Spieler unter hohen Niederlagen allzu sehr leidet. Ein Punktgewinn wäre in dieser Lage jedenfalls unbezahlbar. Allerdings hat TSVSpielertrainer Arne Steltner einen Sieg gegen die bereits abgestiegenen Neumünsteraner und damit drei Punkte für den Klassenerhalt fest eingeplant. „Außerdem erwarte ich von der Mannschaft Wiedergutmachung für das sehr schwache Spiel gegen Türkspor. Wir wollen beweisen, dass dieses Spiel nur eine Eintagsfliege war“, erklärt Steltner, der weiterhin verletzt fehlen wird. Fraglich sind die Einsätze von Axel Truschkowski und Hans Jürgen Musfeldt (beide Oberschenkel). Als Entschuldigung sollen die Ausfälle jedoch nicht dienen. Steltner plant, voll auf die Offensive zu setzen und will neben zwei Stürmern noch drei offensive Leute im Mittelfeld aufbieten. Hinspiel: 2:2.
HZ-Tipp: Der TSV ist in Spiel und
Schusslaune – 1:6.
• SV Wasbek –
Friedrichsort (Sa., 15 Uhr)
Nach dem tollen 3:1-Erfolg beim TSV Lütjenburg will SVW-Trainer Michael Meyer auch weiterhin an der Defensiv-Taktik festhalten. „Wir werden wieder auf Konter lauern“, erklärt Meyer, der nun dem Spitzenteam SV Friedrichsort die Stirn bieten will. Weiterhin fehlen werden Torge Schroff (Knöchel), David von der Mehden (Knie) sowie voraussichtlich auch Oliver Lage und Kai Packhäuser, für den Torsten Schulz in das Mittelfeld rücken soll. Für den abwesenden Torwart Andreas Rauch wird erneut Stefan Meyer zwischen den Pfosten stehen. Hinspiel: 1:3.
HZ-Tipp: Gegen die Wasbeker Konter
ist auch Friedrichsort anfällig – 3:1.
• SpVg Eidertal-Molfsee II –
Einfeld (morgen, 15 Uhr)
Trotz einer guten mannschaftlichen Leistung blieben die abstiegsbedrohten Molfseer in Waabs ohne Punkte. Auch mit nur zehn Spielern und trotz zwei unberechtigter Foulelfmeter gab Eidertal lange den Ton an, hatte aber nicht das nötige Glück. Gegen Einfeld muss nun unbedingt ein Erfolgserlebnis her, um im Kampf um den Klassenerhalt nicht zurückzufallen. Allerdings wiegen die Ausfälle der gesperrten Carsten Nessel und Vullnet Latifi schwer. Dafür stoßen jedoch Mittelfeldakteur Ralf Schramm und Angreifer Gunnar Grosch zum Team. Gut in Fahrt ist der TS Einfeld, der bei seinem 2:1-Sieg gegen den Aufstiegsaspiranten FT Eider Büdelsdorf II seine Fans vor allem kämpferisch begeisterte. Aber auch das Zusammenspiel von Radoslav Dziurzynski mit Tomek Wrzeszinski, die sich fast blind verstanden, war eine Augenweide. „Auch in Eidertal wollen wir Spaß am Fußball haben“, erklärt Einfelds Trainer Sascha Milivojevic, dessen Mannschaft frei aufspielen kann. Nicht mit von der Partie sind Mike Leucht und Carsten Dahmke (beide verhindert). Hinspiel: 2:0.
HZ-Tipp: Eidertal ist sehr motiviert,
doch Einfeld cleverer – 1:3.
• FT Eider Büdelsdorf II –
Rotenhof (morgen, 15 Uhr)
„Wir haben in Einfeld so gespielt, als ob wir den Aufstieg nicht mit letzter Konsequenz wollen. Einfeld war kämpferisch besser und deshalb ist deren Sieg nicht einmal unverdient“, erklärte FT Eider Trainer Jens Schuckel. Gegen den Ortsrivalen aus Rotenhof wird es sicher ähnlich engagiert zur Sache gehen, so dass Eider sich steigern muss, sollen die Aufstiegsambitionen nicht einen weiteren Rückschlag erhalten. Offen ist bis zuletzt der Kader, den Schuckel zur Verfügung hat. Sicher ist hingegen, dass Hakan Yalcinkaya, Lutz Fleischer (beide Zerrung) und Oliver Drescher (verhindert) fehlen werden.
HZ-Tipp: Eider bekommt den nächsten Dämpfer – 1:1.
• Neumünster Türkspor –
Lütjenburg (morgen, 15 Uhr)
Auch wenn die Türken beim 1:5 gegen den TuS Holtenau einen herben Rückschlag erlitten, so hat sich die Lage im Kampf um den Klassenerhalt nicht verschlechtert. Nach wie vor beträgt der Abstand zum rettenden Ufer drei Punkte, der bei einem noch mehr auszutragenden Spiel wettzumachen ist. Gegen die ebenfalls angeschlagenen Lütjenburger vertraut Trainer Cetin Bay weiterhin auf die Euphorie und den Optimismus seiner Landsleute. Hinspiel: 0:2. mcf
HZ-Tipp: Türkspor hadert mit der
Chancenverwertung, Lütjenburg nicht
– 1:3.
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Quelle
: KN - vom 13.05.2005