Nortorf in Holtenau souverän

Fußball-Bezirksliga: SVF musste für 2:1 hart arbeiten – Büdelsdorf deklassierte VfR Laboe mit 8:1


Souverän löste das Führungsduo der Fußball-Bezirksliga seine Aufgaben. Spitzenreiter TuS Nortorf gab sich beim 4:1-Erfolg gegen den TuS Holtenau keine Blöße, während der Büdelsdorfer TSV den VfR Laboe mit 8:1 deklassierte. Auf Tuchfühlung bleibt Aufsteiger SV Friedrichsort, der jedoch bei seinem 2:1-Erfolg viel Mühe hatte.

SV Friedrichsort – TS Einfeld 2:1. „Der Erfolg war hochverdient, aber hart erarbeitet“, erklärte SVF-Ligaobmann Thomas Wylegalla. Obwohl die Hausherren sich stark verbessert präsentierten und lange Zeit das Spiel machten, gingen die Einfelder durch Scheel nach einem Hanka-Freistoß in Führung (28.). „Das stellte den Spielverlauf auf den Kopf“, meinte Wylegalla, der vorher hatte mit ansehen müssen, wie Kostas nur die Latte traf (16.) und Caushmann um Zentimeter verfehlte (22.). Wie eine Erlösung war da der 1:1-Ausgleich durch Schweder, der per Kopfball zur Stelle war (34.). Nach dem Wechsel hatte Friedrichsort zunächst bange Minuten zu überstehen, denn Buhrmester (55.) und Wrzeszinski (58.) hatten die erneute Führung für die Gäste auf den Fuß. Als SVFAkteur Zeidler sogar einen Foulelfmeter vergab (65.), glaubte kaum einer mehr an einen Friedrichsorter Sieg. Umso glücklicher waren die Gastgeber, als Schur per Kopfball den Treffer zum 2:1 markieren konnte (82.).
    

Gut Heil Neumünster – SpVg Eidertal-Molfsee II 0:3. Den Abstieg vor Augen haben die Neumünsteraner, die sich jedoch lange Zeit beachtlich aus der Affäre zogen. Nach 15 passablen Anfangsminuten ließen die Gastgeber stark nach und konnten sich bei Torwart Strietzel bedanken, der zwei Mal gut parierte. Beim dritten Schuss konnte er den Ball jedoch nicht festhalten, so dass Cative zum 1:0 für die Gäste eindrückte (18.). Nach dem Wechsel kam Gut Heil durch die Hereinnahme von Schümann besser ins Spiel, doch Eidertal konterte geschickt. Eiskalt verwerteten die Gäste ihre Möglichkeiten durch Grosch (78.) und Mathews (90.).
    

SV Wasbek – TSV Selent 1:2.
„Wir haben das Siegen verlernt und nichts anderes verdient“, erklärte Wasbeks Trainer Michael Meyer nach der sechsten Niederlage in Folge. Die abstiegsbedrohten Selenter waren kämpferisch wie auch läuferisch dem SVW weit überlegen. Wasbek hingegen spielte mit zu vielen Schnörkeln. Die Gäste waren da zielstrebiger. Zunächst erzielte D. Bünzen die 1:0-Führung (37.), ehe Meinzer auf 2:0 erhöhte (51.). Den Schlusspunkt setzte der Wasbeker Ablass, der auf 2:1 verkürzte (85.). Der Selenter Erfolg war jedoch niemals in Gefahr.
    

TuS Holtenau – TuS Nortorf 1:4. „Das Ergebnis täuscht über den wahren Spielverlauf hinweg“, meinte Holtenaus Trainer Thomas Sonnenberg. Zunächst hatte Engelhardt, der allein vor Nortorfs Tor auftauchte, die große Gelegenheit zur 1:0-Führung (5.), ehe Schröder clever das 1:0 für Nortorf markierte (25.). Als abermals Schröder, der den Ball jedoch mit dem Ellenbogen mitnahm, zum 2:0 zur Stelle (28.) war, schienen die Holtenauer keinesfalls geschockt. Als jedoch noch vor dem Wechsel Klucke (45.) und später Quandt (55.) auf 4:0 erhöhten, waren die Gastgeber geschlagen. Immerhin gelang Engelhardt noch der Ehrentreffer zum 4:1 (67.).
    

Neumünster Türkspor – TSV Lütjenwestedt 1:0. Einen hochverdienten Sieg errangen die abstiegsbedrohten Türken. Zunächst jedoch vergaben Sari, dessen Schuss kurz vor der Linie im Matsch stecken blieb (5.), sowie Aktas, der das leere Tor nicht traf (10.). Das 1:0 durch Tas war deshalb mehr als verdient. Lütjenwestedt war nur einmal gefährlich, als Truschkowski per Freistoß scheiterte (35.). Am Ende musste Türkspor jedoch noch zittern, denn Sari sowie zwei Mal Kuscu vergaben aussichtsreich, während TSV-Akteur Kuchenbecker in der Schlussminute den Ausgleich auf dem Fuß hatte. „Das wäre jedoch unverdient gewesen“, meinte TSV-Trainer Arne Steltner.
    

VfR Laboe – Büdelsdorfer TSV 1:8. Auch nachdem Büdelsdorf das Heimrecht abgegeben hatte und ein zweites Mal in dieser Saison in Laboe spielte, hatte der VfR nie den Hauch einer Chance. Begünstigt durch die schnellen Tore von Kirstein (3.) und Seupel (5.) waren die Laboer Hoffnungen früh im Keim erstickt. „Hält Torwart Zubke nicht so stark, wäre es leicht zweistellig geworden“, meinte BTSV-Trainer Patrick Nöhren. Rogge (32.), Müller (36.), Diekmann (64., 82.) sowie abermals Rogge (85.) und Kurbjuhn (88.) besorgten das 8:0. In der Schlussminute gelang Hilbert der Ehrentreffer.
    

TSV Lütjenburg – TuS Rotenhof 4:1. Die Begegnung begann mit einem Paukenschlag der Gäste, die schon nach drei Minuten die Führung durch Passig vorlegten. Nach einer halben Stunde musste der Torschütze mit einer Augenverletzung per Hubschrauber in die Kieler Uni-Klinik geflogen werden. Das 1:1 erzielte Bastian Kock (33.), die Gastgeber-Führung besorgte Scheff Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Damit begnügte sich der Youngster nicht und wurde mit zwei weiteren Treffern zum Matchwinner.
    

Fortuna Bösdorf – FT Eider-Büdelsdorf II 2:2. Mit ihren Patzern ermöglichten Fortunas Abwehrrecken Boller und Wulf das 0:1 durch Sievers, der Torwart Martin Brand gar keine Chance ließ (13.). Die Antwort kam nur vier Minuten später. Fortuna-Coach Stephan Mohr: „Holger Lehmann setzte sich gleich gegen zwei Büdelsdorfer im Mittelfeld durch, nahm Kurs auf das Tor und hämmerte die Kugel aus 15 Metern in die Maschen. Das war super.“ Nach schöner Dreier-Kombination legten die Gastgeber das 2:1 (Puschinski, 46.) nach. Mohr: „Diese Führung wurde bis zum Umfallen verteidigt und fast schien es, als könnten wir endlich wieder einen Sieg landen.“ Doch in der Schlussminute fiel noch der Ausgleich durch Sievers.
    

TSV Waabs - Wiker SV 4:6.
Nun wird es doch noch einmal richtig eng für die Waabser, die nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel gegen den Absteiger Wiker SV verloren. Damit haben die beiden kommenden Spiele am Mittwoch gegen die SpVg Eidertal Molfsee II und am Wochenende beim VfR Laboe Endspielcharakter. Die Waabser mussten ohne Haar, Asphal, Meister und Wiese auskommen. Die Platzherren „verschliefen“ die Anfangsphase, lagen durch Kielhorn, Dolak und Markworth sowie Prüß mit 1:3 zurück, doch der Freistoßtreffer zum 2:3 von Reiner Biegemann (38.) kurz vor der Pause brachte wieder Hoffnung. Doch dann zogen die Gäste durch Claudio Hluscik und dem Eigentor von Timo Siebke auf 2:5 davon, konnten sich sogar erlauben, zwei Strafstöße (Dolak, 55./ Pfosten) und (Tolle, 86./Torwart) zu verschießen. Nach einer Stunde brachte Waabs-Trainer Martin Soll Torjäger Robert Guhl ins Spiel, der auch noch zwei Treffer beisteuerte, doch reichte es lediglich zum 4:6-Endstand, da auch die Wiker noch einmal durch Hluscik zum Erfolg kamen. mcf/rs/üx

Quelle: KN - vom 09.05.2005