Friedrichsort verliert Anschluss

Bezirksliga Ost: Spitzenreiter TuS Nortorf und Verfolger FT Eider Büdelsdorf siegten nur mit Mühe

Im Kampf um die Aufstiegsplätze erlitt die SV Friedrichsort in der Fußball-Bezirksliga Ost einen herben Rückschlag. Nach der 1:2-Niederlage beim TSV Lütjenwestedt rutschte das Team auf Tabellenrang vier ab. Nicht zu bremsen sind Spitzenreiter TuS Nortorf und die Zweitplazierte FT Eider Büdelsdorf II, die sich bei ihren Erfolgen allerdings recht schwer taten.

Wiker SV – TuS Holtenau 2:1
    Bereits den fünften Sieg in Folge fuhr der Wiker SV ein, der zur Mannschaft der Stunde avanciert. Zunächst hatte die Partie wenig vom typischen Charakter eines Derbys. Die Wiker schienen nach einer schweren Verletzung von Hoday, der mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste, geschockt. Erst nach dem Wechsel, als Holtenau nach einem Konter durch Engelhardt mit 1:0 in Führung ging (56.), kam der Gastgeber auf. Das Spiel entwickelte Rasse, denn vor allem die Wiker forcierten das Tempo enorm. Als der Ex-Holtenauer Kielhorn per Foulelfmeter das 1:1 markierte (63.) gab es für den SVW kein Halten mehr. Schließlich wurde die Leistungssteigerung durch Tolle belohnt, der auf Flanke von Hluscik vor 150 Zuschauern den verdienten Siegtreffer zum 2:1 erzielte (80.).
    

TSV Lütjenwestedt – SV Friedrichsort 2:1. Beide Mannschaften mussten Schlüsselfiguren ersetzen, so dass kaum spielerische Elemente zum Tragen kamen. Einzig der Kampf regierte. Hier hatten die Hausherren mehr zu bieten, die durch Meingast (7.), Rühmann (15., 18.) und Volkmann (16.) beste Gelegenheiten verzeichneten. Umso überraschender, als G. Spliedt per Dropkick das 1:0 für die Friedrichsorter erzielte (20.). Mit leidenschaftlichem Einsatz versuchte der TSV das Spiel zu drehen und kam durch Wildberger auf Vorarbeit von Rühmann zum wohlverdienten 1:1-Ausgleich (70.). Glück allerdings für den TSV, als Rühmann in der Schlussminute nach Pass von Kuchenbecker den 2:1-Siegtreffer erzielte. „Wir haben uns dieses Glück erarbeitet“, erklärte ein rundum zufriedener TSV-Co-Trainer Andreas von Rönnen.
    

TS Einfeld – TSV Waabs 3:0.
Rund zehn Minuten benötigten die Einfelder, um sich warm zu spielen. Buhrmester (10.) sowie Hanka, dessen Schuss der Waabser Torwart Petersen glänzend parierte (16.), vergaben gute Gelegenheiten. Als Scheel nach einem Freistoß von Milivojevic zur Stelle war und das 1:0 erzielte (18.), war der Bann gebrochen. Einziges Manko war die mangelnde Chancenverwertung der Einfelder. Dennoch reichte es zu einem klaren Sieg, denn Buhrmester (58.) sowie Hanka auf Hereingabe von Esemann (82.) erhöhten noch auf 3:0. Die Gäste traten nur zweimal in Erscheinung, als Auer per 20-m-Schuss scheiterte (47.) und Guhl nur die Latte traf (80.). „Ein verdienter Sieg, der aber weitaus höher hätte ausfallen können“, meinte der Einfelder Ligaobmann Manfred Dick.
    

TuS Nortorf – TSV Lütjenburg 2:0. Weit von der Bestform entfernt war der Spitzenreiter, der sich gegen die robusten Lütjenburger sehr schwer tat. „Die haben uns alles abverlangt, denn für Lütjenburg war es die letzte Chance oben mitzuspielen“, erklärte TuS-Ligaobmann Timo Görlitz. So hatten die Gäste über die gesamte Spieldauer mehr Spielanteile. Die Tore aber schossen die Hausherren. Nach einem Foul an Nitschmann trat Quandt zum fälligen Strafstoß an und markierte die 1:0-Führung (24.). Lütjenburg hingegen vergab nur sechs Minuten später einen Elfmeter, als Schatz an Torwart Fischer scheiterte. „Erzielt Lütjenburg hier den Ausgleich, kippt das Spiel“, meinte Görlitz. Dennoch stand das Spiel lange auf der Kippe, ehe abermals Quandt nach einem Konter das 2:0 markierte (80.) und die Partie entschied.
    

FT Eider Büdelsdorf II – VfR Laboe 2:1. „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, erklärte FT-Trainer Jens Schuckel nach der nicht ansprechenden Leistung seines Teams. Nach zwölf Minuten hatte der Laboer Petersen die abstiegsbedrohten Gäste mit 1:0 in Führung gebracht und den Titelanwärter lange am Rande einer Niederlage. Mit Glück und Geschick verteidigten die Gäste den Vorsprung, ehe Müller mit einem 18-Meter-Schuss in den Winkel den Ausgleich erzielte (47.). Nur zwei Minuten war der eingewechselte Nürell auf dem Platz, als er an den Ball kam und per Kopfball das 2:1 erzielte (77.).
    

Büdelsdorfer TSV – SV Wasbek 5:2. Eine Halbzeit lang gab der SV Wasbek den Ton an, war spritziger, aggressiver und beweglicher als die Mannschaft aus Büdelsdorf. Das 1:0 für den SVW durch Ladmia, der aus dem Gewühl heraus traf (16.), war deshalb hochverdient. Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren begünstigt durch den frühen Ausgleich durch Diekmann auf Vorarbeit von Kirstein (48.) wesentlich besser ins Spiel. Der BTSV erhöhte das Tempo ernorm und baute einen großen Druck auf die Gäste auf. Als Diekmann die Büdelsdorfer mit 2:1in Führung brachte (53.), war die Partie aber noch lange nicht entschieden, denn Packhäuser glich nach einem Konterangriff wieder aus (74.). Nur zwei Minuten später brachte Rogge seinen Farben jedoch endgültig auf die Siegerstraße. Diekmann (85.) sowie Gerberding (88.) erhöhte schließlich auf 5:2. „Der Sieg ist aufgrund unserer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient. Allerdings fiel dieser um zwei Tore zu hoch aus“, erklärte BTSV-Trainer Patrick Nöhren.
    

SpVg Eidertal-Molfsee II – Neumünster Türkspor 2:1.
Während die Türken von der Form der Vorwochen weit entfernt waren, spielte Eidertal wie aus einem Guss, war spielerisch aber auch kämpferisch den Gästen weit überlegen. Bereits nach zehn Minuten brachte Hopp die Molfseer mit 1:0 in Führung und verlieh dem Leistungsunterschied Ausdruck. Nach 35 Minuten war Nickel zur Stelle, der auf 2:0 erhöhte. Türkspor verzeichnete in der ersten Halbzeit gerade mal eine klare Chance, die Ergel zum 2:1 nutzte. Nachdem Götze den Ball an die Hand geschossen bekam, trat der Neumünsteraner zum fälligen Strafstoß an und erzielte den Anschlusstreffer (45.). Als Celik wegen Nachschlagens das Feld verlassen musste (Rot, 75.) nahm sich Eidertal zwar stark zurück. Die Gäste hingegen waren nicht mehr in der Lage, das Spiel zu drehen.
    

TSV Selent – GH Neumünster 5:0. Nach anfangs verteiltem Spiel zeigten die Platzherren erste viel versprechende Aktionen, die Dennis und Niels Bünzen sowie Dennis Fölsch zwischen der zwölften und 15. Minute vergaben. Dann das 1:0 durch Christoph Meinzer, der aus gut 20 Metern nach Doppelpass mit D. Bünzen traf. Vorher hatte Manndecker Hartmann den agilen Dennis Bünzen von den Beinen geholt. Schiri-Beobachter Ulli Lindt (Kiel): „Puck entschied sich dafür, das Spiel laufen zu lassen, und lag richtig, weil sich der betroffene Spieler ja auch wieder aufrichtete.“ Unspektakulär das 2:0, das kurz vor der Pause durch Dennis Fölsch fiel, der von N. Bünzen per Querpass angespielt wurde. Bei den Toren drei und vier reklamierte der Gast auf Abseits. Acht Minuten vor Spielende noch das 5:0 durch Meinzer, der seinen zweiten Treffer erzielte gegen einen Gast, der überfordert schien, aber tapfer kämpfte und eigentlich nie aufsteckte. mcf/rs

Quelle: KN - vom 02.05.2005