Mit Köpfchen gegen starke Büdelsdorfer

Fußball-Bezirksliga: TuS Nortorf setzt heute Abend voll auf seinen Kollektivgeist – Türkspor kämpft gegen den Abstieg

Von Michael Felke

Nortorf – Zu Beginn der englischen Wochen in der Fußball-Bezirksliga steht gleich die Top-Begegnung auf dem Programm, wenn der Spitzenreiter TuS Nortorf (50 Punkte) den Tabellenzweiten FT Eider Büdelsdorf II (48) empfängt. Spannung auch am Tabellenende: Gelingt dem Drittletzten, Neumünster Türkspor, erneut ein Sieg, könnten die Türken erstmals seit dem elften Spieltag die Abstiegsränge verlassen.
Auch wenn die Einsätze von Sönke Klages, Morten Boller und Thies Kicksee bis zuletzt fraglich sind, kann Nortorf auf eine immer stärker werdende und eingespielte Mannschaft setzen. „Wir waren in den letzten Wochen sehr erfolgreich und setzen gegen die hervorragenden Individualisten von Eider auf unser Kollektiv. Wir steigern uns immer mit den Gegnern. Warum nicht auch heute“, erklärt TuS-Ligaobmann Timo Görlitz, dem vor den mit Oberligaspielern gespickten Gästen nicht bange ist.
    FT-Trainer Jens Schuckel kann nämlich aus dem Vollen schöpfen und fast unbegrenzt Spieler aus dem Ligakader einsetzen. „Ich weiß gar nicht, wen ich nehmen soll. Mal sehen, wer Zeit hat“, meint Schuckel. Neben Torge Treptow, der sich um TuS-Spielertrainer Dierk Schröder kümmern soll, sind wohl auch Christian Hamm, Till Müller, Henrik Ellefsen sowie Oliver Drescher und Thomas Kühl dabei. Aber auch mit Sven Beck und Jörg Ahrends ist zu rechnen. Für die Zuschauer versprechen solche Namen einen großen Fußballabend. Hinspiel: 3:3.
HZ-Tipp: Beide Teams werden Opfer
von taktischen Marschrouten und
neutralisieren sich – 1:1.

• Wiker SV –
    Büdelsdorf (18.45 Uhr)
„Wenn wir an der Spitze noch was wollen, dann müssen wir drei Punkte aus Kiel entführen“, erklärt BTSV-Trainer Patrick Nöhren. Immerhin kann der Coach mit Bestbesetzung auflaufen, denn auch Tobias Seupel ist wieder fit. Einzig Mittelfeldakteur Ferid Fatnassi ist noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und wird anfangs auf der Bank Platz nehmen. Um die Wiker Aktivposten Enis Hoday und Claudio Hluscik werden sich Dennis Rechner und Marten Kirstein kümmern. Den BTSV-Angriff wird neben Arend Müller, der gesetzt ist, Torge Kurbjuhn oder Nils Diekmann komplettieren. Hinspiel: 1:1.
HZ-Tipp: Der BTSV kommt langsam
ins Rollen und ist nicht zu bremsen –
0:3.

• TS Einfeld –
    TSV Selent (18.45 Uhr)
„Eine Steigerung in den letzten Spielen war unverkennbar. Was uns jedoch gefehlt hat, waren die Erfolgserlebnisse“, meint Einfelds Trainer Sascha Milivojevic. Seine Mannschaft blieb zuletzt ohne Tor, schien dann verunsichert und verlor schließlich den Mut. Auch im Hinspiel, wo selbst eine 4:2-Führung nicht reichte, mangelte es zum Schluss an der Cleverness. „Wenn wir endlich mal in Führung gehen würden, käme das Selbstbewusstsein von allein“, erklärt „Milo“. Nicht mit dabei sein können Andre Harm (Schulter) sowie voraussichtlich Carsten Dahmke und Tomek Wrzeszinski (beide Dienst). Hinspiel: 4:4.
HZ-Tipp: Einfeld hat die nötige Lockerheit, geht in Führung und gewinnt
– 3:1.

• TSV Waabs –
    SV Wasbek (19.30 Uhr)
Nach drei Niederlagen in Folge steht der SVW gehörig unter Druck, will man nicht wieder weit in der Tabelle abrutschen. Immerhin hat die Neuverpflichtung Jasine Ladmia gut eingeschlagen, der mit einem Einsatz von Beginn an rechnen kann. Nicht dabei ist hingegen Oliver Lage, dessen Position im Mittelfeld von Paul Wrzeszinski übernommen wird. Fehlen wird auch Jürgen Fehmer (Prüfung). Um den Waabser Torjäger Christian Auer wird sich entweder Ralf Hilmers oder Torge Schroff kümmern. Hinspiel: 2:4.
HZ-Tipp: Wasbek hat aus den Niederlagen seine Lehren gezogen – 1:2.

• TSV Lütjenwestedt –
    Eidertal II (18.45 Uhr)
Ein Sieg gegen den Abstiegsmitkonkurrenten aus Molfsee wäre für den TSV ein weiterer Befreiungsschlag. „Wir spielen voll auf Sieg“, erklärt Spieltrainer Arne Steltner, der wegen einer Oberschenkelzerrung weiterhin pausieren muss. Gegen Eidertal fühlt man sich aber dennoch gewappnet. Zum dritten Mal in Folge läuft dieselbe Startelf auf, die nun nur noch das taktische Konzept neunzig Minuten durchhalten muss. „Das gelang uns zuletzt nur 70 Minuten“, meint Steltner, der darin die Ursache für den Punktverlust gegen Waabs sieht. „Zu Hause werden wir zudem mit aggressivem Pressing agieren und wollen disziplinierter auftreten“.
    Gegenüber seinem Kollegen würde Molfsee-Trainer Jens Uwe Hansen bereits ein Punkt genügen. Immerhin kann er dabei neben Torwart Michael Nordheim und Verteidiger Björn Kinsky noch Routinier Bernd Jansen aufbieten, die allesamt bereits reichlich Erfahrung im letztjährigen Abstiegskampf sammeln konnten. Um den TSV-Angreifer Oliver Christ wird sich voraussichtlich Malte Spieckermann oder Benjamin Mathews kümmern. Hinspiel: 2:4.
HZ-Tipp: Daheim ist Lütjenwestedt
eine Macht – 3:0.

• TuS Rotenhof –
    Nms. Türkspor (18.45 Uhr)
Nach vier Spielen ohne Niederlage und acht Punkten ist Türkspor wieder in Reichweite des ersehnten Klassenerhalts. Dabei wurden sogar Top-Teams wie der Büdelsdorfer TSV und SV Friedrichsort düpiert. „Wir wollen weitere drei Punkte“ erklärt Trainer Cetin Bay wie immer siegesgewiss. Dazu hat er außer Gökhan Karagül (Rücken) alle Spieler zur Verfügung. Um den Rotenhofer Nico Messer wird sich Yayah Sucu kümmern, während Levent Mercan die Kreise von Tim Krüger einengen soll. Im Angriff vertraut man nach wie vor auf Bekir Sari und Yavuz Tas. Hinspiel: 3:1.
HZ-Tipp: Rotenhof weiß zu kämpfen
und erzwingt eine Punkteteilung – 2:2.

• SV Friedrichsort –
    GH Neumünster (18.45 Uhr)
Rein rechnerisch ist Gut Heil Neumünster noch lange nicht abgestiegen, doch bei acht Punkten Rückstand muss selbst bei noch zwölf ausstehenden Spielen jetzt endlich gepunktet werden. Ob das ausgerechnet beim Aufstiegsaspiranten SV Friedrichsort gelingt scheint sehr fraglich, zumal der SVF nach der 1:3 Pleite gegen Türkspor auf Wiedergutmachung sinnt. Die Form vom Wochenende wird jedenfalls nicht ausreichen, um ein Erfolgserlebnis zu feiern. Alles steht und fällt deshalb mit dem Charakter und dem Kampfeswillen der Mannschaft in dieser schier aussichtslosen Situation. Hinspiel: 3:1. mcf
HZ-Tipp: Die Kieler sind einfach eine
Nummer zu groß – 5:1.



Quelle
: KN - Holsteiner Zeitung vom 27.04.2005