Rückschlag für die SVF
Türkspor NMS erkämpft sich 3:1-Erfolg – 2:2 bringt Waabs und Lütjenwestedt nicht weiter
Unangefochten führt der TuS Nortorf die Tabelle der Fußball-Bezirksliga mit drei Punkten Vorsprung an. Dahinter rangiert angeführt vom Büdelsdorfer TSV ein Verfolgertrio. Während der BTSV ebenso wie die FT Eider TSV II ihre Aufgaben lösten, kam der SV Friedrichsort bei der abstiegsbedrohten Türkspor Neumünster unerwartet mit 1:3 unter die Räder.
TuS Holtenau – TS Einfeld 2:0
65 Minuten war Einfeld das dominierende Team und hatte trotz Gegenwind die besseren Chancen. Scheel, der schon Torwart Möllenbek ausgespielt hatte (17.), sowie Milivojevic (20.) und Krüger (22.), verpassten es jedoch, die Gäste in Führung zu bringen. Auch nach dem Wechsel, als Einfeld es mit Distanzschüssen versuchte, blieb Holtenau ohne Möglichkeit. Erst als sich beim Gast Überheblichkeit breit machte, kamen die Hausherren auf. Nach einem Foul an Skamrahl, verwandelte der Gefoulte den fälligen Strafstoß selbst zum 1:0 für Holtenau (67.). Einfeld hingegen konnte einen Strassstoß durch Milivojevic nicht nutzen (74.) und geriet auf die Verliererstraße Zu allem Unglück fabrizierte Velovic noch ein Eigentor zum 2:0 (85.), das den Holtenauer Sieg perfekt machte.
GH NMS – Büdelsdorfer TSV 0:4
Mit dem Pech eines Tabellenletzten war für Gut Heil am Ende nicht viel zu holen. Der BTSV war zwar klar besser, doch selbst nach dem 0:1 durch Kirstein nach Abwehrfehler Rogge (8.) war noch immer etwas für Neumünster drin. Sven Schümann (20.) sowie Hartmann (35.) und Fischer (67.) hatten gegen den Aufstiegsaspiranten den Ausgleich auf dem Fuß. „Schießen wir in dieser Phase den Ausgleich, sind wir dran“, erklärte Gut Heil-Trainer Dietmar Brüssow. Als Gerberding aus abseitsverdächtiger Position das 0:2 erzielte (70.), war die Partie gelaufen. Seupel (83.) sowie Fatnassi (84.) erhöhten für den BTSV schließlich auf 4:0.
Türkspor NMS – SV Friedrichsort 3:1
Selbst durch den Tabellenzweiten waren die abstiegsbedrohten Türken nicht zu stoppen und sind bereits seit fünf Spielen ohne Niederlage. Die Friedrichsorter gingen zwar durch Zeidler per 20 Meter Freistoß in Führung (8.) und hatten durch Schweder, Caushmann und Strebos beste Gelegenheiten zu erhöhen, scheiterten aber an ihrer mangelnden Konzentration. Dazu kamen noch zwei nicht gegebene Abseitstore durch Strebos (10.) und Caushmann (25.), die an den Nerven der Gäste zerrten. Der Ausgleich durch Türköz (33.) motivierte die Hausherren zusätzlich, die gegen nachlassende Friedrichsorter immer besser wurden. Sari (88.) sowie Tunca in der Nachspielzeit (90.+2), schossen den nicht unverdienten 3:1-Sieg der Türken heraus.
Wasbek – FT Eider Büdelsdorf 1:3
Bereits nach sechs Minuten hatte der Wasbeker Packhäuser das 1:0 für sein Team auf dem Fuß, doch sein Zögern kostete die mögliche Führung. „Gelingt uns das Tor, läuft das Spiel ganz anders“, erklärte SVW-Trainer Michael Meyer. So musste der Coach das 0:1 durch Altin nach einem schweren Patzer von Torwart Rauch mit ansehen (22.). Als die Partie hektischer wurde und Wasbek trotz der körperbetonter Spielweise der Gäste ein leichtes Übergewicht gewann, fiel wie aus dem Nichts das 0:2 durch Yalcinkaya (70.), der einen Schnitzer von Schroff ausnutzte. Der Gastbeber gab sich noch nicht auf, kam durch Hilmers zum 1:2 Anschlusstreffer per Kopf und hatte durch Ladmia den Ausgleich auf dem Fuß (86.). In der Schlussminute jedoch machte Yalcinkaya mit dem 1:3 alles klar.
Bösdorf – Nortorf 0:5
Als die Gäste bereits den ersten Angriff zur Führung nutzten, dabei nur drei Stationen benötigten, hatten sie auch gleich demonstriert, wer „Herr im Hause“ sein wollte. SVB-Trainer Stephan Mohr und sein Team erlebten danach ein wahres fußballerisches Feuerwerk. Mohr: „Hier spielte der zukünftige Meister gegen einen Abstiegskandidaten. Was Nortorf in den 90 Minuten zeigte, das war überzeugend, wobei wir uns nach allen Kräften bemühten, um den Schaden in Grenzen zu halten.“ Zwei, drei gute Möglichkeiten hatte Mohr notiert, durch Sascha Weck per Kopf (64.), der knapp das TuS-Tor verfehlte und durch Holger Lehmann (72.). Für den 0:2-Pausenstand sorgte Rathgen, nach dem Seitenwechsel trafen nochmals Quandt, Schlothfeld und Schröder.
Lütjenburg – Wik 0:1
Sehr selbstbewusst traten die Gäste auf, wobei vor allem WSV-Torwart Marco Behrens und der lange Abwehrchef Henning Fahrendholz ihren „Laden unter Dampf“ hatten, nachdem sie in der 6. Minute die erste gute Chance des TSV durch Bastian Kock auf Flanke Björn Zander überstanden. Danach ging es, mit Windunterstützung, überwiegend in Richtung Lütjenburger Tor; den Kopfball von Karsten Tolle (14.) parierte Torwart Thomas Bohrmann, zweimal tauchte auch Fahrendholz bei Standards auf (21./38.), setzte zwei Kopfbälle in Richtung Tor, die Bohrmann erneut halten konnte. Die größte Tat vollbrachte der Keeper Sekunden vor der Pause. TSVSprecher Rolf Scheff: „Hodaj probierte es aus 20 Metern, fand aber Bohrmann erneut auf dem Posten, der den Ball mit Glanzparade an den Pfosten lenkte.“ In Halbzeit zwei ergaben sich überwiegend Chancen beim Gastgeber, die weder Julian Scheff (53.), noch Karim Youssef (55.) und Kai Helms (57.) nutzten. Es gelang aber nicht, dafür war der WSV erfolgreich, traf durch Mustafa Dolak, der in der Manier eines Abstaubers den Treffer des Tages erzielte.
Eidertal-Molfsee II – TSV Selent 0:0
Anfangs waren die Selenter dank des Rückenwindes gegen die technisch besseren Gastgeber zwar optisch überlegen, doch viele Bälle landeten im Toraus. Zudem litt die Partie darunter, dass Schiedsrichter Jorrek viele nicht nachvollziehbare Entscheidungen traf und eine wahre Flut von Gelben Karten zeigte. So mussten schließlich Paul (Gelb-Rot, 60.) und Junge (Rot, 84.) das Spielfeld verlassen. Die größte Möglichkeit zum Sieg hatten die in der zweiten Hälfte drückend überlegenen Molfseer, als Latifi den schon am Boden liegenden Torwart Sadlowski anschoss (75.). „Für uns sind das zwei verlorene Punkte“, erklärte Eidertals Trainer Jens-Uwe Hansen.
TSV Waabs - TSV Lütjenwestedt 2:2
: KN - Holsteiner Zeitung vom 25.04.2005
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und das gilt für beide Teams, die noch lange nicht bar aller Abstiegssorgen sind. Es schien, als sollten sich in diesem Kampfspiel die Gäste entscheidend durchsetzen können, denn sie bestimmten im ersten
Spielabschnitt das Geschehen. Arne Rühmann (15.) und Oliver Christ (35.), die beide kurz vor Spielende „gelb-rot“ sahen, brachten ihr Team 2:0 in Führung. „Wir agierten sehr ungeordnet, konnten uns im zweiten Spielabschnitt zum Glück steigern“, war Waabs-Trainer Martin Soll eher auf drei Punkte fixiert, aber letztlich froh, eine drohende Niederlage abgewendet zu haben. Der überragende Heiko Otto leitete mit seinem Kampfgeist die Wende ein, die auf Pass von Timm Asphal zum 1:2 durch Robert Guhl (55.) führte, ehe kurz vor Spielende Arne Prüß seinen Kapitän Andre Haar (83.) in Schussposition brachte, der zog aus 18 Metern ab und traf zum 2:2-Endstand. mcf/rs/üx
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