Start in die englischen Wochen
Fußball-Bezirksliga: Nortorf plant drei Punkte in Bösdorf ein – SV Wasbek benötigt ein Erfolgserlebnis
Neumünster – Harte Zeiten kommen auf die Teams der Fußball-Bezirksliga zu, denn ab diesem Wochenende wird bis zum Saisonende nur noch in englischen Wochen gespielt. Neben Glück, Durchhaltevermögen und Können wird vor allem körperlich von den Akteuren alles abverlangt werden. Nun wird sich erweisen, wer es in der langen Winterpause zu ruhig hat angehen lassen.
• Fortuna Bösdorf –
Von Michael Felke
TuS Nortorf (Sa., 15 Uhr)
Vom Tabellenbild her eine klare Sache, wenn der Spitzenreiter aus Nortorf seine Visitenkarte beim Vorletzten abgibt. „Wir können uns nur selbst schlagen, und auf dem kleinen Platz dort ist man auch schnell vor unserem Tor“, erklärt Ligaobmann Timo Görlitz mahnend. Warnung genug ist für den TuS auch das Hinspiel, als nach einem 3:1 Rückstand erst in der Schlusssekunde der Siegtreffer gelang.
Da neben Sönke Klages (Rückenprellung), Morten Boller (Wade) und Thies Kicksee (Zerrung) gleich drei Stammspieler angeschlagen sind, könnte es zu Umstellungen kommen. Dierk Schröder dürfte dann wieder die Liberoposition einnehmen, während Daniel Schlotfeld neben Torjäger Simon Quandt im Angriff aufläuft. Hinspiel: 3:4.
HZ-Tipp: Nortorf ist gedanklich nicht bei der Sache – 2:2.
• Neumünster Türkspor –
Friedrichsort (Sa., 15 Uhr)
Keine Angst vor große Namen haben die Türken, die zuletzt nicht nur gegen den Top-Verein Büdelsdorfer TSV gewannen, sondern bereits seit vier Spielen ungeschlagen sind. „Wir wollen gegen Friedrichsort unbedingt gewinnen“, kündigt Türkspor-Trainer Cetin Bay an. Zwar werden neben Gökhan Karagül (Wirbelsäule), Utcu Tunca (Rücken) und Turan Kuscu voraussichtlich auch Libero Fatih Kececi (Grippe) fehlen, doch davon lässt sich der Gastgeber nicht beirren. Gegen den Tabellenzweiten will man sich nicht verstecken, so dass mit Bekir Sari und Yavuz Tas gleich zwei Angreifer aufgeboten werden. Hinspiel: 1:2.
HZ-Tipp: Gegen Top-Teams trumpfte Türkspor bisher immer auf. So auch dieses Mal – 2:1.
• Gut Heil Neumünster –
BTSV (Sa., 15 Uhr)
„Der Einsatz und der Kampfeswillen haben mir zuletzt sehr gefallen. So können wir uns noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen“, meint Gut Heil-Trainer Dietmar Brüssow. Gegen den Aufstiegsaspiranten wird man zusätzlich auf die Pässe von Rückkehrer Stefan Hartmann setzen und außerdem auf den kleineren, bei spielenden Mannschaften wie der BTSV ungeliebten, Nebenplatz ausweichen. Im Angriff verlässt sich der Coach auf den Instinkt von Christian Fischer, während der Einsatz von Torjäger Pasqual Rüdiger (Knie) sowie Martin Knobel (Dienst) fraglich ist. – Dass die Neumünsteraner zuletzt immer ihr Tor geschossen haben, ist auch BTSV-Trainer Patrick Nöhren nicht entgangen. „Die erste Viertelstunde müssen wir höllisch aufpassen“, sagt der Coach, der sich dabei voll und ganz auf Libero Andre Paulsen verlässt. Nicht mit von der Partie sind Tobias Seupel (Oberschenkel) und Torwart Christian Wulf (Dienst). Dafür steht Christopf Skoruppa wieder zwischen den Pfosten. Einen Trainingsrückstand haben Oliver Fedder und Ferid Fatnassi, die erst wieder mit dem Lauftraining begonnen haben. Hinspiel 0:3.
HZ-Tipp: Der BTSV weiß wie man eine
Abwehr auf kleinem Geläuf aushebelt
und hat dazu clevere Vollstrecker –
1:4.
• SV Wasbek –
FT Eider II (Sa., 15 Uhr)
Nach zwei Niederlagen hintereinander braucht der SVW ein Erfolgserlebnis, um nicht in eine Niederlagenserie zu rutschen. „Wir müssen FT Eider niederringen“, befiehlt Wasbeks Trainer Michael Meyer. Allerdings fehlt mit Libero David von der Mehden der Kopf der Abwehr. „Ich werde versuchen, Holger Ablass zu reaktivieren“, sagt Meyer, der jedoch in Ralf Hilmers, Mathias Steinhausen oder Oliver Lage noch weitere Spieler zur Verfügung hat, die die Rolle des Abwehrchefs übernehmen könnten. Eine feste Größe im Abwehrverband ist hingegen Ralf Hilmers, der sich um FT-Stürmer Josiph Grbavac kümmern soll. – Endlich einmal das spielerische Potenzial auch in Tore ummünzen möchte Eider Büdelsdorf, dass auch am Mittwoch trotz bester Chancen nur knapp mit 1:0 gewann. Zwar werden große Verstärkungen aus der Oberligamannschaft ausbleiben, da zeitgleich gespielt wird, doch auch so geht FT-Trainer Jens Schuckel optimistisch ans Werk. Immerhin stehen alle etatmäßigen Akteure zur Verfügung. Einzig Torwart Thomas Gosch wird fehlen, der von Stephan Dohrmann, der zuletzt ohne Gegentreffer blieb, ersetzt wird. Hinspiel: 4:5.
HZ-Tipp: Vor eigenem Publikum ist Wasbek eine Macht – 3:2.
• TuS Holtenau –
TS Einfeld (Sa., 15 Uhr)
Einfelds Trainer Sascha „Milo“ Milivojevic plagen nach wie vor die gleichen Sorgen. „Wir spielen uns zu wenige Chancen heraus, denn die Laufwege der Stürmer sind falsch, so dass die Pässe aus dem Mittelfeld nicht ankommen. Außerdem fehlt uns Tomek an allen Ecken und Enden, aber in diesem Jahr konnte er bislang kaum trainieren“, erklärt der Coach, der sehnsüchtig auf die Rückkehr von Top-Torjäger Tomek Wrzeszinski (20 Tore) wartet. „Milo“ plant deshalb sogar, Allrounder Sven Esemann als Offensivkraft zu nominieren. Ansonsten verlässt sich Einfeld zunächst auf die stabile Abwehr, die zuletzt sehr kompakt stand. In Holtenau nicht dabei sind Tomek Wrzeszinski (Schulung) sowie Mike Leucht (ortsabwesend). Hinspiel: 0:1.
HZ-Tipp: Holtenau steckt das Spiel
vom Mittwoch in den Knochen – 1:2.
• TSV Waabs –
Lütjenwestedt (Sa., 15 Uhr)
Eklatant ist die Auswärtsschwäche der Lütjenwestedter, die in zehn Spielen nur vier Punkte holten. „Ich habe in dieser Woche Einzelgespräche geführt, damit die Blockade, die wir auf fremden Platz haben, beseitigt wird“, erklärt Spielertrainer Arne Steltner, der jedoch aufgrund einer Oberschenkelverletzung weiter pausieren muss. Im Mittelfeld wird deshalb ein weiteres Mal Axel Truschkowski die Fäden ziehen. Im Angriff sind derzeit der torgefährliche Oliver Christ sowie Adrian Meingast gesetzt. Wieder im Kommen sind zudem Benjamin Wildberger und Mathias Kuchenbecker, die jedoch noch nicht hundertprozentig fit sind. Hinspiel: 5:2.
HZ-Tipp: Die Seelenmassage zeigt
Wirkung – 2:2.
• SpVg Eidertal-Molfsee II –
TSV Selent (So., 15 Uhr)
Vor dem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg plagen Molfsees Trainer Jens Uwe Hansen wieder einmal Personalprobleme. Neben Kai Torben Helbron (Studium) und den beiden Torhütern Arne Münnich (Schulter) und Andre Link (Meniskus) fehlt voraussichtlich auch Dennis Polenkowski (Grippe). „Dann muss wohl ein Feldspieler ins Tor“, erklärt Hansen, der Björn Kinsky oder Bernd Jansen für diese Aufgabe im Sinn hat. In dem „Sechs-Punkte-Spiel“, wie Hansen selbst meint, vertraut man im Angriff auf Vullnet Latifi und Stephan Schmidt aus der dritten Mannschaft, in der er zuletzt nach Belieben traf. Hinspiel: 1:2. mcf
HZ-Tipp: Gegen Selent wissen alle Eidertaler, worum es geht. Mit hochgekrempelten Ärmeln gelingt ein – 3:1.: KN - Holsteiner Zeitung vom 22.04.2005
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