Nortorf und SVF im Gleichschritt
Nur unentschieden: In der Bezirksliga müssen Verfolger BTSV und Eider Büdelsdorf II Federn lassen
Ohne Fehl und Tadel marschiert der TuS Nortorf und führt nach dem souveränen 2:0 beim SV Wasbek die Tabelle der Fußball-Bezirksliga weiter an. Auf Platz zwei rangiert der starke Aufsteiger SV Friedrichsort, der in einem Kieler Stadtderby den Lokalrivalen TuS Holtenau mit 3:0 niederrang und so weiter vom Aufstieg träumen kann.
TuS Holtenau – SV Friedrichsort 0:3. Anfangs beherrschten die Holtenauer die Partie und spielten. Am Strafraum der Gäste war der TuS mit seinem Können jedoch am Ende. Die Friedrichsorter beschränkten sich darauf, ihren Strafraum sauber zu halten und beschränkten sich auf Konterattacken, ohne für Gefahr vor dem Holtenauer Tor zu sorgen. Für den Führungstreffer der Gäste musste ein Foulelfmeter herhalten, als Libero Bohse SVF-Akteur G. Spliedt zu Fall brachte und Heesch für das 1:0 der Gäste sorgte (41.). Wie befreit spielten die Friedrichsorter nach dem Wechsel auf, steigerten sich erheblich und hatten durch Schweder (48.), G. Spliedt (63.) und Adamovic (75.) gute Gelegenheiten, die Möllenbek vereitelte. Gegen das 2:0 durch Schweder (82.) und den Treffer zum 3:0 durch Adamovic (85.) war der Holtenauer Torwart machtlos. „Aufgrund der starken zweiten Halbzeit ein verdienter SVF-Erfolg“, meinte Holtenaus Betreuer Niels Hinrichsen.
Gut Heil NMS – TuS Rotenhof 2:6. Nur zehn Minuten sah es nach einem Sieg für das Schlusslicht aus, das durch Hartmann 1:0 in Führung ging (10.). „Das war ein Weckruf für uns“, erklärte TuS-Trainer Hauke Jensen. Nur drei Minuten später kamen die Gäste nach Doppelpass zwischen Messer und Schamp zum 1:1, als Messer eiskalt vollendete. Weitere drei Minuten später war Ben Mammoud zur Stelle und brachte mit seinem Tor zum 2:1 Rotenhof endgültig auf die Siegerstraße. Danach dominierte der TuS gegen nachlassende Neumünsteraner und kam durch Krüger (57., 65.) zum 4:1. Messer (74., 78.) sowie Hartmann (90.) für die Hausherren stellten den 6:2 Endstand her.
SV Wasbek – TuS Nortorf 0:2.
Im Stile eines Spitzenreiters trumpften die Nortorfer auf, die erstmals seit vielen Jahren beim SV Wasbek gewinnen konnten. Bereits nach drei Minuten jubelte der TuS, als Ruwolt den Ball über die Linie drückte. Aber Schiedsrichter Balsam erkannte den Treffer wegen eines Fouls von Quandt an Torwart Rauch nicht an. Auch in der Folge waren die Gäste spielbestimmend, doch Wasbek verteidigte geschickt ohne selbst zu einer Möglichkeit zu kommen. Als Quandt nach einem Ballverlust im Mittelfeld auf Flanke von Klucke das 1:0 für den Gast markierte, war die Partie entschieden. Zwar hatte Peter Wrzeszinski noch die Möglichkeit zum 1:1 auszugleichen, rutschte jedoch an einer Hereingabe vorbei (68.). Den 2:0 Endstand besorgte schließlich Klucke, der vor Rauch an den Ball kam und per Heber vollendete (82.). „Nortorf hat verdient gewonnen. So spielt ein Top-Team“, erkannte SVWTrainer Michael Meyer die Leistung der Gäste neidlos an.
NMS Türkspor – TSV Waabs 0:0. Die ersten 15 Minuten hatte Türkspor etwas mehr vom Spiel, ehe die Gäste selbst ins Spiel fanden und die Partie ausgeglichen gestalteten. Nach dem Wechsel erhöhten die abstiegsbedrohten Gastgeber den Druck und hatten beste Gelegenheiten durch Karagül (55., 60.), Tas (65.) und abermals Karagül (85.), doch alle Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Waabs ließ einzig durch einen Pfostenschuss durch Otto aufhorchen (70.) und befand sich laut Türkspor-Trainer Cetin Bay am Rande einer Niederlage. TSV-Betreuer Mathias Daniel hingegen sprach von einem gerechten Ergebnis, da den Torchancen jeweils seltsame Schiedsrichterentscheidungen vorausgingen. „Sonst wären die Gelegenheiten gar nicht zustande gekommen“.
Eidertal-M. II – FTE Büdelsdorf II 1:1. Ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten fand in Molfsee statt, wo zunächst die durch etliche Oberligaspieler verstärkten Gäste dominierten. Das 1:0 durch Grbavac (6.), der nach einem Fehler von Torwart Münnich eindrücken konnte, war mehr als verdient. Im zweiten Abschnitt kam Molfsee über den Kampf ins Spiel und konnte nach einem Foulelfmeter durch Latifi zum 1:1 ausgleichen (65.). Kinsky (80.) sowie Latifi (85.) hatten sogar Chancen, Eidertal auf die Siegerstraße zu bringen. Die beste Einladung zum „Dreier“ ließ in der Schlussminute allerdings Ellefsen ungenutzt, der einen Foulelfmeter für FT Eider zu unplaziert schoss, so dass Torwart Münnich halten konnte.
Lütjenburg – Lütjenwestedt 3:1. Den Gastgebern gelang ein prima Start, schon nach neun Minuten hatte Fred Nohns aus 13 Metern per Direktabnahme getroffen. Die schnelle Führung gab dem Spiel des Gastgebers allerdings nicht mehr Sicherheit. Mehr noch, der Gast sorgte mit dem 1:1 nach knapp einer Stunde für leichte Irritationen im Lütjenburger Team. TSV-Ligasprecher Rolf Scheff: „Das dauerte aber nur eine Minute, da legten wir den zweiten Treffer nach und wieder hatte Sebastian Comes als Vorbereiter wesentlichen Anteil am Tor.“ Nachdem Nohns den entscheidenden Treffer setzte, wechselte sich Gästespielertrainer Steltner ein und sorgte für mehr Druck. Doch auch er konnte nichts mehr bewirken, bei einem Schuss ins Dreieck fand er Lütjenburgs Torwart auf dem Posten (87.). Überzeugend beim Sieger spielten die Defensivabteilung mit Steffens, Kock, Schatz und Helms.
Selent – Büdelsdorf 1:1. Über weite Strecken gaben die Büdelsdorfer den Rhythmus vor, zeigten sich aber vor dem gegnerischen Tor zu unentschlossen. Zwar sorgten die Gäste mit einem Pfostenkracher (9.) für den ersten Paukenschlag, eine Minute danach fiel das 1:0: Steilvorlage von Hauke Kühl auf Dennis Bünzen und der setzte den Ball nach schneller Drehung ins lange Eck – keine Chance für BTSV-Torwart Wulff. Dessen Team kam erst zehn Minute nach der Pause zum verdienten Ausgleich, mit Unterstützung der Selenter Abwehr. Kühl: „Mit diesem Ergebnis ist unsere gute Mannschaftsleistung zurecht belohnt worden.“
Fort. Bösdorf – TS Einfeld 0:1. Die Bösdorfer bleiben ihrer Negativserie treu, unterlagen in einem typischen zu Null-Spiel, weil man die Chancen durch Knoop (22.), Boller (27.) und Kühn (30.) wieder einmal nicht verwandelte. SVB-Trainer Stephan Mohr: „Von der Teamleistung her war das heute Gezeigte deutlich besser als das vorherige.“ Aber es reichte nicht, weil der Gast doch noch den entscheidenden Treffer durch Krüger setzte, als er Torwart Florian Brüggemann (ab 35. für Brand) mit einem Schuss aus 18 Metern überraschte.
VfR Laboe – Wiker SV 0:1. Als bereits über 80 Minuten gespielt waren, entschied Schiedsrichter Kessler auf Freistoß für den Gast, den Enis Hodaj dem Rasensport-Torwart René Reinke in die Maschen setzte. Nicht nur VfR-Sprecherin Tina Koch verstand die Welt nicht mehr: „Völlig unberechtigt, dieser Freistoß, der zum Siegtreffer führte. Als wir kurz darauf selbst einen Treffer erzielten, fand dieser bei Herrn Kessler keine Anerkennung. Das verstehe, wer will.“ Verdient hätte der WSV die drei Punkte nicht, lautete Kochs Urteil. mcf/rs
Quelle
: KN vom 11.04.2005
Nortorf nimmt die Hürde Wasbek
Neumünster (Carsten Kaikowski) - Während der TS Einfeld durch das 1:0 bei Fortuna Bösdorf nach langer Zeit mal wieder einen "Dreier" einfuhr, kam Neumünster Türkspor gegen den TSV Waabs nicht über ein mageres 0:0 hinaus. Ganz düster sieht es hingegen nach der 2:6-Klatsche gegen den TuS Rotenhof beim Schlusslicht SC Gut Heil Neumünster aus.
Der Heimnimbus des SV Wasbek ist dahin! Nach über einem Jahr kassierten die Schützlinge von Trainer Michael Meyer am heimischen Bahndamm wieder eine Niederlage - und dies völlig zurecht. Der Tabellenführer bot nämlich eine äußerst souveräne Vorstellung, ohne dabei jedoch spielerische Glanzlichter zu setzen. Besonders die Abwehr um Libero Sönke Klages leistete lupenreine Arbeit und ließ über die gesamten 90 Minuten nicht eine einzige Torchance der Gastgeber zu. Torhüter Stefan Fischer war jedenfalls beschäftigungslos.
"Ich kann meinem Team von der Disziplin her gar keinen Vorwurf machen, allerdings hatten wir zu viel Respekt und waren zu harmlos", kommentierte Meyer das Kreisderby. Nortorfs Ligaobmann Timo Görlitz sah dies ähnlich. "Ich habe selten einen verdienteren Erfolg gesehen als heute." Der TuS, bei dem sich Spielertrainer Dierk Schröder diesmal in die vorderste Sturmreihe berufen hatte, legte los wie die Feuerwehr. Gleich in der ersten Minute spitzelte Malte Rathgen das Spielgerät nach einem Freistoß an Schlussmann Andreas Rauch vorbei ins Tor, doch dem guten Schiedsrichter Balsam (Altenholz) unterlief der einzige Fehler in der Partie, als er auf Foulspiel an Rauch entschied. Aber die Gäste ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und belagerten weiter das Wasbeker Tor. Gefährlich wurde es in der ersten Halbzeit jedoch nur noch einmal, als Wasbeks starker Libero David von der Mehden einen Befreiungsschlag in bester Stürmermanier an die eigene Querlatte donnerte (11. Min.).
Im zweiten Abschnitt erhöhte Nortorf den Druck und kam phasenweise zu Chancen im Minutentakt. Die beiden besten hatte Simon Quandt, der zunächst nur den Pfosten traf (46.) und danach unter erneuter Mitwirkung des Quergebälks an Oliver Lage auf der Linie scheiterte (55.). Erst im dritten Anlauf war "Qualle" dann erfolgreich, indem er den Fuß in eine halbhohe Rathgen-Flanke hielt: 0:1 (66.). Dass Wasbek in der 80. Minute den Libero auflöste, nützte nichts mehr. Stattdessen verschätzte sich Rauch beim Hinauslaufen, und Alexander Klucke hob die Kugel über den Schlussmann hinweg zur Entscheidung in die SVW-Maschen (82.). Danach hätte allein der eingewechselte Daniel Schlotfeldt das Ergebnis noch höher gestalten können (84., 85. u. 87.). "Das wirft uns nicht zurück, schließlich haben wir gegen keinen Geringeren als den Tabellenführer verloren", war Meyer jedoch nicht allzu enttäuscht.
Wasbek: Rauch - von der Mehden - Hilmers, Sari (89. Fehmer) - Gill, Paul Wrzeszinski (76. Schulz), Packhäuser, Schroff, Lage - Peter Wrzeszinski, Ahcicek.
TuS Nortorf: Fischer - Klages - Gudjons, Grünberg - Ruwolt, Rathgen, Klucke, Jaafar, Quandt (75. Nitschmann) - Schröder, Kicksee (81. Schlotfeldt).
Quelle: Holsteinischer Courier vom 11.04.2005
Nortorf fügt Wasbek die erste Heimniederlage zu
Wasbek (ma) - Mit einem ungefährdeten 2:0 (0:0)-Sieg beim SV Wasbek hat der TuS Nortorf seine Tabellenführung in der Fußball-Bezirkslgia Ost verteidigt. Wie schon vor einer Woche beim 3:0 über Gut Heil Neumünster gelangen den Schützlingen von Spielertrainer Dierk Schröder die für den Erfolg erforderlichen Treffer erst nach der Pause. "Dennoch war unser Sieg hochverdient. Wir hatten Chancen für ein 4:0", sah TuS-Ligaobmann Timo Görlitz seine Mannschaft ganz klar im Vorteil. Sie fügte den Wasbekern die erste Heimniederlage seit einem Jahr zu.
Die Gäste haben im zweiten Durchgang das Tempo erhöht. Schon bald deuteten sich die Auswirkungen an. Simon Quandt traf den Pfosten (47.), Lage wehrte einen Kopfball von Alexander Klucke auf der Linie ab (55.). Und in der 60. Minute war Torwart Rauch einen Tick vor Schröder am Ball. Als dann endlich Quandt nach Vorlage von Klucke aus vollem Lauf zum 1:0 (65.) einschoss, war der Bann gebrochen. Daniel Schlotfeldt vergab drei Riesenmöglichkeiten, bevor das 2:0 (85.) fiel. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld war Klucke schneller als Rauch und hob den Ball aus 16 Metern ins Netz.
Bereits nach 60 Sekunden hätte es 1:0 für die Nortorfer heißen können, wenn der Schiri ein reguläres Tor von Malte Rathgen anerkannt hätte. Die spielerische Überlegenheit der Gäste endete an der gegnerischen Strafraumlinie, es fehlte der finale Pass. Fast alle Zweikämpfe wurden gewonnen. Darin sah Görlitz den Schlüssel zum Erfolg. Sönke Klages als Libero und Dierk Schröder im offensiven Bereich - diese Aufstellung hat sich wieder ausgezahlt.
TuS Nortorf: Fischer, Grünberg, Gudjon, Ruwolt, Klages, Rathgen, Klucke, Jaafar, Schröder, Quandt (70. Nitschmann), Kicksee (75. Schlotfeldt).
Quelle: Landeszeitung vom 11.04.2005