Knüller beim SV Wasbek

Derby gegen TuS Nortorf im Mittelpunkt der Fußball-Bezirksliga – Türkspor hofft auf neuen Coup

Wasbek – Ein wahrer Knüller erwartet den Fan am Wochenendspieltag in der Fußball-Bezirksliga, wenn der SV Wasbek im Kreisderby auf den TuS Nortorf trifft.

    Von Michael Felke
Während Nortorf als amtierender Spitzenreiter aufläuft, können die Wasbeker die beste Heimbilanz der Liga aufweisen, sind zudem seit sieben Spielen ungeschlagen und schielen sogar mit einem Auge auf die Top-Positionen.

• SV Wasbek – TuS Nortorf
    (Sonnabend, 15 Uhr)
Mit stolz geschwellter Brust tritt der SVW auf, der alle drei Spiele in diesem Jahr gewann und nun diese Serie fortsetzen will. „Wir wissen, dass Nortorf eine sehr starke Mannschaft hat, aber deren Spiel hat auch Schwächen“, erklärt Wasbeks Trainer Michael Meyer, der Spielertrainer Dierk Schröder als Dreh- und Angelpunkt in dieser Mannschaft sieht. „Falls sich Schröder in das Offensivspiel einschaltet, wird es sehr gefährlich, und da habe ich mir schon etwas ausgedacht“, sagt Meyer, der sich über weiteres naturgemäß noch in Schweigen hüllt. Zwar wird Jan Linnemann (Urlaub) fehlen, doch der SVW hat in Torsten Schulz, Dogan Sari und Ralf Hilmers noch drei weitere Spieler, die die Manndeckerpositionen einnehmen können. Auf Nortorfer Seite fehlen mit Morten Boller (Wadenprellung), Fabian Grünberg, Hannes Drews (beide Dienst) sowie Marc Sadowski und Eike Bruhn (beide Trainingsrückstand) gleich fünf Spieler, doch dank des großen Kaders bestehen jede Menge Variationsmöglichkeiten. „Trotzdem wird es sehr schwer werden. So lange ich denken kann, haben wir nicht in Wasbek gewonnen. Aber wenn die Serie nun reißen sollte, werden wir lange Zeit noch oben mitspielen“, meint TuS-Ligaobmann Timo Görlitz. Um die Wasbeker ihrer Torchancen zu berauben, sollen die vermeintlichen Angreifer Kai Packhäuser und Peter Wrzeszinski von Lars Gudjons, Malte Rathgen oder Steffen Ruwolt kalt gestellt werden. Hinspiel: 1:6.
HZ-Tipp: Nortorf lässt sich von Wasbeks Taktik überraschen: 3:1.

• Fortuna Bösdorf –
    TS Einfeld (Sa., 15 Uhr)
Nach fünf Unentschieden in Folge ist für die Einfelder der Zug nach oben erst einmal abgefahren. Enttäuschung klingt deshalb auch aus dem Munde von TSE-Trainer Sascha Milivojevic: „Wir haben die Spieler und das Potenzial. Wenn wir aber weiter nur mit dem Mund und niht auf dem Rasen stark sind, werden wir auf lange Sicht nicht mehr gewinnen“. Verzichten muss Einfeld auf Anthony Attard, der beruflich verhindert ist. Hinspiel: 1:2.
HZ-Tipp: Bösdorf ist gegen überhebliche Einfelder motivierter: 2:1.
    
• Neumünster Türkspor –
    Waabs (Sa., 15 Uhr)
Wie ein Befreiungsschlag wirkte sich der erste Sieg nach 15 Spielen bei den Türken aus. Mit frischem Selbstvertrauen soll nun auch Waabs in die Knie gezwungen werden. Zwar fehlen Utcu Tunca (Rückenprobleme), Ali Dede Ates (Fuß) sowie Bekir Sari (noch ein Spiel gesperrt). Dennoch will Türkspor-Trainer Cetin Bay offensiv agieren: „Gegen Büdelsdorf waren wir nur aufs Zerstören aus. Kampf und Verteidigung waren Trumpf. Jetzt wollen wir auch das Spiel machen“. Hinspiel: 2:4.
HZ-Tipp: Bei den Türken ist der Knoten geplatzt. Waabs kann aber verteidigen: 1:1.

• Gut Heil Neumünster –
    Rotenhof (Sa., 15 Uhr)
„Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Jetzt muss einfach gepunktet werden“, erklärt Gut Heil-Trainer Dietmar Brüssow vor der morgigen Partie. Allerdings sind die Einsätze der offensivstärksten Spieler Pasqual Rüdiger (Knie) und Christian Fischer (Kapsel) sowie von Nico Mahlo (gesperrt) fraglich. Sollten beide Aktivposten fehlen, müsste Brüssow umstellen. Stefan Ibs würde dann als Libero ins Aufgebot rücken, während Martin Knobel im Mittelfeld die Fäden ziehen soll. Im Angriff wäre Raimo Vainaste die einzige Sturmspitze. Um den Rotenhofer Torjäger Nico Messer soll sich voraussichtlich Marco Knobel kümmern. Hinspiel: 1:4.
HZ-Tipp: Nur wenn Gut Heil den Kampf annimmt und bis zuletzt fightet, bleiben die Punkte in Neumünster: 3:1.

• TSV Lütjenburg – TSV
    Lütjenwestedt (Sa., 15 Uhr)
Etwas Durchatmen kann Lütjenwestedt, das sich zwar von der Abstiegszone absetzen konnte, allerdings noch lange nicht in Sicherheit ist. „Lütjenburg ist ein sehr starker Gegner, aber wir sind auch stabiler geworden“, meint Trainer Arne Steltner. Fehlen wird Steltner zwar Axel Truschkowski (Dienst), doch ansonsten steht seine Wunschformation zur Verfügung. Hinspiel: 4:4.
HZ-Tipp: Lütjenburg riskiert gegen die konterstarken Gäste zu viel: 1:3.

• TSV Selent – Büdelsdorfer
    TSV (Sonnabend, 15 Uhr)
„Nach 320 Minuten ohne Feldtor, muss uns endlich mal wieder ein Treffer aus dem Spiel heraus gelingen, sonst können wir nicht gewinnen“, erklärt BTSV-Betreuer Uwe Martens, der damit die Wurzel allen Übels erkannt haben will. Seit vier Spielen hat der Tabellenzweite kein Spiel mehr gewonnen und deshalb auch die Spitzenposition eingebüßt. Umso größer ist die Freude daher, dass Angreifer Arend Müller wieder spielberechtigt ist und nun neben Murat Kaba oder Nils Diekmann für mehr Durchschlagskraft im Sturm sorgen soll. Fehlen werden hingegen Andreas Storch (Patella-Sehne gerissen) sowie Oliver Fedder (Bänderdehnung), während der Einsatz von Ferid Fatnassi (Prellung) fraglich ist. Hinspiel: 2:7.
HZ-Tipp: Der Wille zum Sieg beim
BTSV ist ungebrochen und kann nun
auch umgesetzt werden: 1:4.

• SpVg Eidertal-Molfsee II –
    FT Eider II (Sonntag, 15 Uhr)
Als krasser Außenseiter gehen die Molfseer ins Spiel, die aber laut Trainer Jens Uwe Hansen nicht chancenlos sind: „Wir haben zuletzt zwar verloren, aber sehr diszipliniert gespielt und kämpferisch überzeugt. Eine Chance haben wir so immer.“ Zwar fehlen neben Michael Paul sowie Ralf Schramm (beide Zerrung) und Kai-Torben Helbron gleich drei wichtige Spieler, doch selbst nominell schwächere Mannschaften haben laut Hansen schon gewonnen. Im Tor genießt nach wie vor der zuletzt glücklose Arne Münnich das Vertrauen des Trainers. Personell die Qual der Wahl hat dagegen FT Eider-Trainer Jens Schuckel. Zwar fehlen Dennis Schmidt (Wade) und Thorsten Bohl (verhindert), doch aus der Liga können bis zu sechs Spieler noch zur Zweiten stoßen. „Der Gegner wird gegen uns doppelt motiviert sein, und schon im Hinspiel haben wir uns sehr schwer getan. Das wird kein Selbstgänger“, versucht Schuckel bei seinen Spielern keine Überheblichkeit aufkommen zu lassen. Hinspiel: 1:2.
HZ-Tipp: Hochmut kommt vor dem
Fall: 2:1. mcf

 

Quelle: KN vom 08.04.2005