Türkspor NMS stürzt Büdelsdorf
Nortorf jetzt Primus in der Fußball-Bezirksliga – Friedrichsort gewinnt Verfolgerduell mit 2:1
Ein Paukenschlag gelang dem abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten Neumünster Türkspor. Nach 15 Spielen ohne Sieg bezwang das Schlusslicht den Büdelsdorfer TSV mit 1:0 und entthronte damit den Tabellenführer. Neuer Spitzenreiter ist nun der TuS Nortorf, der sich beim 3:0 gegen Gut Heil Neumünster keine Blöße gab.
Seinen dritten Platz gefestigt hat Aufsteiger SV Friedrichort, der den aufstrebenden TSV Lütjenburg mit 2:1 besiegte.
TuS Nortorf – Gut Heil münster 3:0. „Nur das Wetter war hier schön“, meinte TuS-Ligaobmann Görlitz, der aber zumindest drei wichtige Punkte verbuchen konnte. Der TuS ließ zwar gegen die harmlosen Gäste nichts anbrennen, in der Offensive jedoch waren die Nortorfer alles andere als gefährlich. Erst nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Hausherren zwingender, die nach einem Flachschuss von Nitschmann auf Vorarbeit von Schröder verdient mit 1:0 in Führung gingen (47.). Als Gut Heil Akteur Knobel nach wiederholtem Foulspiel den Platz verlassen musste (gelb-rot, 57.) und Schröder den fälligen Freistoß aus 18 Meter zum 2:0 verwandelte, war die Partie entschieden (57.). Klucke stellte mit einem Abstauber den Endstand her (65.).
TuS Rotenhof – SpVg Eidertal-Molfsee II 2:0.Ein Spiel auf schwachem Niveau sah TuSTrainer Hauke Jensen, in dem die defensivstarken Gäste durch einen Konter sogar die Führung durch Helbron auf dem Fuß hatten (22.). Als Helbron nochmals aus 18 Meter vergab (42.), konnten die Rotenhofer durchatmen. Danach bestimmte allein der Gastgeber die Aktionen, dessen 1:0-Führung durch Möller per Freistoß zwar etwas unvermittelt fiel (63.), jedoch das Spiel vorzeitig entschied. Eidertal war nie mehr gefährlich und musste nach dem 0:2 durch Fugmann (75.) verdientermaßen mit einer Niederlage die Heimreise antreten.
TS Einfeld – VfR Laboe 1:1. Viel vorgenommen hatten sich die Einfelder, die es mit der Punkteteilung versäumten, Tuchfüh- lung zur Tabellenspitze aufzunehmen. Zwar war der TSE spielerisch überlegen, doch an der Strafraumgrenze war es mit der Herrlichkeit vorbei. Einzig nach einem Eckball von Hanka (25.) und durch Wrzeszinski (32.) waren die Gastgeber gefährlich. Die kampfstarken Laboer waren effektiver. Die erste Möglichkeit nutzte Klouhun zum 1:0 für die Gäste (47.), die beherzt die Führung verteidigten. Nach einer Hereingabe von Spielertrainer Milivojevic gelang Einfeld noch der verdiente Ausgleich zum 1:1 durch Scheel (88.).
FT Eider Büdelsdorf II – TSV Selent 2:1. In einem Spiel auf ein Tor mussten die hoch überlegenen Hausherren am Ende froh sein, überhaupt gewonnen zu haben. Lange Zeit schien das Tor von Selent wie vernagelt, beste Chancen durch Seebauer (25.), Altin (30.), Hacker (43.) und Sawkulycz (55.) blieben ungenutzt. Als Oberligaakteur Ellefsen aus acht Meter das 1:0 erzielte (73.) schien der Bann gebrochen, doch Dennis Bünzen nutzte eine seiner wenigen Chancen zum 1:1 (85.). Als sich Eider mit der Punkteteilung abzufinden schien, war erneut Ellefsen zur Stelle, der aus dem Gewühl den umjubelten Siegtreffer erzielte (89.).
SV Friedrichsort – TSV Lütjenburg 2:1. Einen glücklichen Sieg errang der Aufsteiger aus Kiel, der sich zunächst heftigen Angriffen der Gäste ausgesetzt sah. Die Führung der Lütjenburger, die durch Nohns noch die beste Chance hatten (32.), wollte jedoch nicht fallen. „In dieser Phase haben wir praktisch um ein Gegentor gebettelt“, erklärte SVF-Obmann Thomas Wylegalla. Überraschend war so, dass der Gastgeber die 1:0-Führung durch Kostas (20.) behaupten konnte. Als der 1:1 Ausgleich durch Yussef per Foulelfmeter fiel (56.), glaubte keiner mehr an einen Friedrichsorter Erfolg. Der Gegentreffer schien aber wie ein Wecksignal zu wirken, denn fortan bestimmte der SVF die Partie. Zwar wusste sich Lütjenburg zu wehren, hatte durch Yussef (60.) und Nohns (70) noch gute Chancen. Doch als Adamovic den Ball aus elf Meter aus der Luft nahm und das Leder zum 2:1 im Netz zappelte (63.), war das Spiel entschieden.
Büdelsdorfer TSV – Neumünster Türkspor 0:1. „An Harmlosigkeit waren wir kaum zu übertreffen. So kann man kein Spiel gewinnen“, erklärte BTSV-Trainer Patrick Nöhren. Einzig ein Lattenkracher von Diekmann (3.) sorgte für Aufsehen. Die Gäste waren zwar auch nicht gefährlicher, machten aber aus einer halben Chance ein Tor. Auf Steilpass von Beder kam Tunca an den Ball, dessen Schuss BTSV-Torwart Skoruppa unter sich durchrutschen ließ (45.). Ansonsten stellten die Teams ihre Zuschauer auch mit vielen ungenauen Zuspielen auf eine harte Geduldsprobe. Am Ende hätte Tas sogar noch auf 2:0 erhöhen können, doch sein Heber in der Schlussminute landete an der Latte.
TSV Waabs - TuS Holtenau 0:1.
Nach dem erfolgreichen Osterwochenende hatte man eigentlich mehr vom TSV Waabs erwartet, als diese 0:1-Niederlage. „Jetzt sind wir wieder da angelangt, wo wir nicht mehr stehen wollten“, konnte Waabs-Trainer Martin Soll nicht fassen, was da passiert war, während TuS-Betreuer Nils Hinrichsen den Erfolg seiner Mannschaft als „hochverdient, denn wir hatten mehr vom Spiel“ bezeichnete. In der Tat spielten die Holtenauer freier auf, entschieden mehr Zweikämpfe für sich, wenngleich die Waabser mit ihren Kontern in dieser Chancenarmen Partie die klareren Möglichkeiten hatten, insbesondere in der Schlussphase durch Prüß (86.) sowie Daniel (90.). Passend zu diesem Spiel, dass der Treffer des Tages zum 0:1 ein Eigentor von Sascha Starck (65.) war, der bei einem Kopfballduell mit TuS-Torjäger Olaf Engelhardt den Ball auf die Schulter bekam, der von dort im eigenen Tor landete. Im ersten Spielabschnitt scheiterte Christian Auer (38.) mit einem Foulelfmeter am Torpfosten.
TSV Lütjenwestedt – Fortuna Bösdorf 5:1. 45 Minuten lang präsentierten sich beide Teams emotionslos und ließen nicht erkennen, dass es um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg geht. Einzige Höhepunkte in der biederen Partie waren die Treffer von Siebert (20.) und Christ (29.) für Lütjenwestedt sowie das Tor zum 1:1 Ausgleich durch Bösdorfs Knoop (26.). Nach dem Wechsel drehte der TSV auf und hatte gegen die sehr schwachen Bösdorfer keine Mühe, auf die Siegerstraße zu gelangen. Steltner (57.), Christ (60.) sowie Siebert (74.) erhöhten schließlich auf 5:1 für Lütjenwestedt, das durchaus höher hätte gewinnen können. Die überforderten Gäste traten einzig durch einen Pfostenschuss durch Lehmann in Erscheinung (87.), die ansonsten wie ein Absteiger auftraten.
Wiker SV – SV Wasbek 0:1.
Über 80 Minuten dominierten die Wiker die ansonsten niveauarme Partie, kamen aber nur zu einer Gelegenheit, die der freistehende Griese jedoch vergab (69.). Zuvor waren die Gäste, die ihren Strafraum sauber hielten, durch Schroff bereits mit 1:0 in Führung gegangen (54.), der einen Konter eiskalt über die Linie schob. „Wer nicht in er Lage ist, ein Tor zu machen, muss sich nicht wundern, wenn man als Verlierer vom Platz geht. So ist der Erfolg von Wasbek nicht unverdient.“, erklärte WSV-Manager Guido Muhs. Als in den Schlussminuten die Wiker noch einmal alles nach vorne warfen, wurde die Partie dann noch überhart und WSV-Akteur Griese erhielt die gelb-rote Karte wegen Meckerns (88.). mcf/üx
Quelle
: KN vom 04.04.2005