Cetin Bay: „Wir spielen auf Sieg“

 

Fußball-Bezirksliga: TuS Nortorf empfängt Neumünster Türkspor


Einfeld/Nortorf – Zum Abschluss der Spielrunde in der Fußball-Bezirksliga im Jahr 2004 stehen nochmals interessante Begegnungen auf dem Programm. In der Partie des TS Einfeld (6. Platz) gegen die FT Eider Büdelsdorf II (4.) sind die Einfelder zum Siegen verdammt, wenn Tuchfühlung zur Tabellenspitze gehalten werden soll. Packend wird es auch im Kreisderby des TuS Nortorf (3.) gegen das Schlusslicht Neumünster Türkspor. Denn die Türken wollen nicht mit der Roten Laterne im Vereinsheim überwintern.
    

TS Einfeld – FT Eider Büdelsdorf II (morgen, 14 Uhr):
Einfelds Trainer Sascha Milivojevic wird weiterhin voll auf die zuletzt so erfolgreiche Kontertaktik setzen und abwartend spielen. „Wir können augenblicklich auch gar nicht anders. Seit Wochen schon haben wir aufgrund vieler kleiner Verletzungen eine recht geringe Trainingsbeteiligung, so dass viele Spieler nicht austrainiert sind“, weiß der Einfelder Coach. Zudem wird Carsten Dahmke wegen einer Knieverletzung ausfallen. Eventuell wird so der Trainer selbst ein weiteres Mal seine Stiefel schnüren und im Mittelfeld aushelfen. Keine Probleme hat man dagegen im Angriff, wo neben Dennis Buhrmester auch der Torschützenkönig Tomek Wrzeszinski (19 Treffer) auflaufen wird. Um die gegnerischen Spitzen Hakan Yalcinkaya und Josiph Grbavac werden sich wie im Hinspiel Martin Panasiuk und Adzi Velovic kümmern. – Einige personelle Probleme hat auch FT-Trainer Jens Schuckel, der voraussichtlich auf Lutz Fleischer und Thorsten Bohl (beide Dienst) verzichten muss. Dafür werden aber die Mittelfeldakteure Steve Frank und Till Müller zur Mannschaft stoßen. „Ansonsten spielen wir mit der gleichen Startelf wie letzte Woche. Dennoch wollen wir das Spiel machen und Einfeld unser Spiel aufzwingen. Allerdings muss dabei jeder an seine Grenzen gehen, damit das gelingt“, erklärt Schuckel. Damit Einfeld ohne Tore bleibt, wird sich Julian Brunner um TSStürmer Wrzeszinski kümmern. HZ-Tipp: Eider läuft ins offene Messer – 3:0.
    

TuS Nortorf – Neumünster Türkspor (morgen, 14 Uhr):
„Wir haben noch gut in Erinnerung, wie uns Türkspor vor drei Wochen im Hinspiel durcheinander gewirbelt hat“, hofft TuS-Ligaobmann Timo Görlitz so auf einen zusätzlichen Motivationsschub. Nicht dabei sind neben Dennis Granert (verhindert) und Torwart Stefan Fischer (Schulter) voraussichtlich auch Angreifer Thies Kicksee (Steißbein). Im Tor hat Nortorf gleich zwei Alternativen, denn neben Hendrik Boller steht auch Torben Sachau zur Verfügung. In der Offensive ist mit Simon Quandt zu rechnen, der wohl wieder neben Spielertrainer Dierk Schröder auflaufen wird. Auf die Libero-Position, die zuletzt durch den Coach eingenommen wurde, kehrt voraussichtlich Sönke Klages zurück. Optimistisch und kampfeslustig ist Türkspor-Trainer Cetin Bay, der zwar nach wie vor personelle Probleme hat, aber an einen Sieg glaubt. „Wir spielen auf Sieg“, lautet seine Ankündigung. Auf den Manndeckerpositionen werden Levent Mercan und Yahya Sucu spielen, während Aydin Celik die Feuerwehr vor der Abwehr spielt. Über die linke Außenbahn wird Turan Kuscu beginnen, auf der rechten Seite spielt Mustafa Karanfil. Die Fäden im zentralen Mittelfeld hält Adem Beder zusammen. Zudem hoffen die Türken noch auf ein gnädiges Urteil des Sportgerichtes, so dass die gesperrten Angreifer Bekir Sari und Utcu Tunca noch zum Team stoßen könnten. HZ-Tipp: Nortorf tut sich gegen die quirligen Türken schwer – 1:1.
    

TSV Lütjenburg – SV Wasbek (morgen, 14 Uhr): Nach drei Siegen in Folge und dem Sprung auf den achten Tabellenplatz kann SVW-Trainer Michael Meyer zufrieden auf das Jahr zurückblicken. „Ein Punkt wäre noch einmal schön. Aber das wird schwer, denn die haben noch eine Rechnung mit uns offen“, meint Meyer. Weiterhin fehlen werden Jürgen Fehmer (Trainingsrückstand) sowie Oliver Lage (verhindert). Zudem ist der Einsatz von Paul Wrzeszinski (Dienst) fraglich. In das Team rückt so Dogan Sari, der defensiv agieren soll, während Torge Schroff im offensiven Mittelfeld spielen soll. Um den technisch und körperlich starken Lütjenburger Miljaim Haradinay wird sich Jan Linnemann kümmern, während Ralf Hilmers zumindest bei Standardsituationen auf Fred Nohns ein Auge haben wird. HZ-Tipp: Auf schwerem Geläuf hat Wasbek kämpferisch mehr zu bieten – 1:2.
    

TuS Holtenau – Gut Heil Neumünster (morgen, 14 Uhr):
„Ich habe zur Zeit keine Personalprobleme und kann auf 25 Spieler zurückgreifen, denn unsere Zweite hat bereits Winterpause“, schmunzelt Gut Heil Trainer Thomas Hinrichsen. Gegen Holtenau ist somit mit dem Einsatz der erfahrenen Akteure Sven Schümann, Martin Knobel, Torben Studt sowie Raimo Vainaste zu rechnen. „Holtenau spielt teilweise recht erfrischend, ist aber auch recht launisch“, meint der Coach und peilt einen Punkt an. Um den TuS-Torjäger Olaf Engelhardt wird sich voraussichtlich Marco Knobel kümmern. HZ-Tipp: Gut Heil quält sich mehr – 1:2.
    

TSV Lütjenwestedt – Büdelsdorfer TSV (Sonntag, 14 Uhr):
„Die Platzverhältnisse bei dieser Witterung kommen uns entgegen, denn nur kämpferisch haben wir gegen den BTSV eine Chance. Wir wollen unbedingt spielen und nach drei Niederlagen in einem Derby nun endlich gewinnen“, erklärt Lütjenwestedts Spielertrainer Arne Steltner. Um Gäste-Stürmer Arend Müller soll sich wie im Hinspiel Nils Hansen kümmern. Viele andere Positionen sind bis zuletzt fraglich, denn Steltner plant einige Umstellungen, die er jedoch noch offen ließ. „Wir wollen das Spiel machen und werden selbst Rühmann und Steltner nicht in Manndeckung nehmen“, erklärt BTSV-Trainer Patrick Nöhren mit dem Selbstbewusstsein eines Spitzenreiters. Ein Sieg zum Jahresabschluss soll zudem den Vorsprung zu den Verfolgerteams vergrößern. Weiterhin fehlen werden neben Andreas Storch (Knie) und Torwart Christian Fanter (Schulter) auch Marcus Tischler, der sich am letzten Wochenende einen Nasenbeinbruch zuzog. Dafür wird Dennis Rechner auf die Manndeckerposition rücken. Fraglich ist der Einsatz von Henning Schröder (Magen-Darm). HZTipp: Gegen die Spielfreude des BTSV ist kein Kraut gewachsen – 1:3. mcf


Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 17.12.2004