Türkspor am Boden zerstört

Fußball-Bezirksliga: Dezimierte FT Eider II unterliegt TS Einfeld mit 1:4 – BTSV 1:0 gegen Lütjenwestedt


Büdelsdorf – Licht und Schatten in Büdelsdorf. Während der Fußball-Bezirksligist Büdelsdorfer TSV unter Flutlicht mit Ach und Krach gegen den TSV Lütjenwestedt gewann und so den zweiten Tabellenplatz verteidigte, verlor die FT Eider Büdelsdorf II sein Heimspiel gegen die TS Einfeld mit 1:4 und fiel auf Platz fünf zurück.
    

Neumünster Türkspor – TuS Nortorf 2:3 (1:1): Die abstiegsbedrohten Gastgeber präsentierten sich trotz des personellen Aderlasses in toller Form und überzeugten nicht nur kämpferisch. Türkspor rief sogar spielerische Attribute ab und war den verdutzten Nortorfern anfangs hoch überlegen. Die hochverdiente Führung für die Hausherren war so eine Frage der Zeit. Zunächst scheiterte Yavuz Tas noch (10.), ehe der Türkspor-Akteur eiskalt blieb und zum 1:0 vollendete (15.). Die Chance zu erhöhen ließen die Türken jedoch durch Adem Beder aus (27.), was sich später bitter rächen sollte. Die Gäste, die kaum einmal ein Pass-Spiel über mehr als zwei Stationen zustande brachten, hatten nur eine Gelegenheit, die sich der routinierte Spielertrainer Dierk Schröder nicht nehmen ließ. Gekonnt und überlegt ließ er allein vor dem Tor Keeper Mehmet Güngörenler keine Chance und schoss zum 1:1 ein (22.). Als Neumünster nach dem Wechsel durch Gökhan Karagül wieder mit 2:1 in Führung ging, war das zugleich der Weckruf für den TuS. Fortan fanden die Nortorfer besser ins Spiel und kamen gegen die tapfer kämpfenden Hausherren zu Gelegenheiten. Nach einem Eckball war es dann soweit. Morten Boller fand mit seinem Eckstoß Steffen Ruwolt, der zum 2:2 eindrückte (70.). Danach schien es so, als würden sich beide Teams auf eine Punkteteilung verständigen. In der Schlussminute hatte Nortorf jedoch das Glück einer Spitzenmannschaft. Simon Quandt erzielte in der 90. Minute den schmeichelhaften 3:2 Siegtreffer gegen am Boden zerstörte Neumünsteraner.
    Türkspor: Güngörenler – Ergel – Susu, Mercan – Celik, Kuscu, Karagül, Veziroglu, Beder – Tas, Ates.
    Nortorf: Fischer – Klages (85. Schuster) – Granert (30. Klucke), Rathgen (60. Schlotfeld) – Drews, Ruwolt, Grünberg, M. Boller, Gudjons – Quandt, Schröder.
    

Büdelsdorfer TSV – TSV Lütjenwestedt 1:0 (1:0): Nichts Erwärmendes gab es für die Zuschauer zu sehen, die durch den schwachen Kick selten einmal erfreut wurden. Viele Fehlpässe, Schwächen im Spielaufbau und kaum einmal Strafraumaktionen. Der BTSV war weit davon entfernt, seine Aufstiegsambitionen unter Beweis zu stellen. Einzig Torge Korbjun tauchte einmal vor dem Gäste-Gehäuse auf und traf aus 15 Metern genau in den Winkel zum 1:0 (42.). „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient gehabt“, meinte BTSV-Trainer Patrick Nöhren, denn Lütjenwestedt hatte durch Arne Steltner (45.), dessen Ball auf der Querlatte landete und Mirco Loach (87.) gute Ausgleichsmöglichkeiten.
    BTSV: Skoruppa – Paulsen – Socks (67. Kaba), Rechner – Fatnassi, Rogge (62. Fischoeder), Behrmann, Schröder, Müller, Gerberding – Korbjun (63. Diekmann).
    TSV Lütjenwestedt: Fuchs – Hadenfeldt – Musfeld, Hansen – Schröder, Baasch, Steltner (58. Meingast), Baier, Jens, Volkmann, Siebert (67. Losch).
    

FT Eider Büdelsdorf II – TS Einfeld 1:4 (0:1): Gebeutelt durch viele Ausfälle gab es für die dezimierten Büdelsdorfer, die sogar auf Alt-Liga-Spieler zurückgreifen mussten, nichts zu bestellen. Einfelds Tomek Wrzeszinski (25., 50., FE) stellte schon früh die Weichen für den Gäste-Sieg. Als Dennis Schmidt den 1:2 Anschlusstreffer erzielte, setzte FT-Trainer Jens Schuckel alles auf eine Karte und beorderte Libero Oliver Drescher ins Mittelfeld. Die Konterattacken der Gäste trafen die Hausherren jedoch mitten ins Herz. Dennis Buhrmester (57.) sowie Wrzeszinski (58.) stellten den 4:1-Endstand her.
    FT Eider Büdelsdorf II: Gosch – Drescher – Brunner, Fleischer – Kruse, Aldairy (76. Stanojevic), Fey, Sievers (82. Dohrmann), Schmidt – J. Grbavac, Yalcinkaya.
    TSE: Münz – Milivojevic - Panasiuk, Hamann – Esemann, Schneewolf (76. Attard), Hanka, Dziurzynski (86. Horn), Dahmke – Buhrmester, T. Wrzeszinski.
    

SV Wasbek – TSV Lütjenburg 1:0 (1:0):
Nach einer tollen ersten Halbzeit, als Wasbek durch Vasfi Ahcicek (10.), Paul Wrzeszinski (18.), Kai Packhäuser (24.) und Peter Wrzeszinski (34.) gleich mehrfach Gelegenheit hatte, in Führung zu gehen, war die 1:0-Führung durch Peter Wrzeszinski durchaus verdient (16.). Nach dem Wechsel warfen die spielstarken Lütjenburger alles nach vorne und hatten durch Fred Nohns (68., 70.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Der Held des Tages war am Ende SVW-Torwart Rauch, der einen Schuss von Miljaim Haradinay sensationell parierte (80.). Das Handtor von Haradinay (85.), das nicht anerkannt wurde, und die gelb-rote Karte für den Wasbeker Ralf Hilmers (85.), vermochten dem Spiel keine Wendung mehr zu geben.
    SV Wasbek: Rauch – von der Meden – Hilmers, Linnemann – Packhäuser (90. Schulz), Schroff, Lage (65. Sari), Gill, Paul Wrzeszinski – Ahcicek (78. Steinhausen, Peter Wrzeszinski.
    

SpVg Eidertal Molfsee II – TSV Waabs 2:2 (0:2): Eine Halbzeit präsentierte sich Molfsee wie ein Absteiger, fabrizierte ein wahres Fehlpassfestival und konnte die Gäste oft nur durch Fouls bremsen. Die 2:0-Führung für den TSV Waabs durch zwei Tore von Arne Prüß (18., 35.) war mehr als gerecht. Erst nach einer gehörigen Pausenansprache durch Trainer Jürgen Herdel riss sich Eidertal am Riemen und begann, sich zu wehren. Als die Kräfte der Gäste zusehends schwanden, fielen dann auch die gewünschten Tore. Zweimal war Vullnet Latifi zur Stelle, der seinem Team den 2:2-Ausgleich bescherte (69., 71.). Am Ende war sogar noch der Siegtreffer durch Dennis Polenkowski drin (80.), was zu viel des Guten gewesen wäre. „Nicht immer wird uns eine Energieleistung retten“, so Herdel.
    SpVg Eidertal Molfsee II: Münich – C. Nessel – Spieckermann, Mathews – Breitsprecher (60. Iglewski), Jansen, von Döhren, Kinsky, Polenkowski – Hopp, Latifi (88. Bachmann). mcf

Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 29.11.2004