Büdelsdorfer zum Siegen verdammt
Fußball-Bezirksliga: BTSV und FT Eider II verfolgen Spitzenreiter SV Friedrichsort
Büdelsdorf – Wochenlang dominierten die Teams des Büdelsdorfer TSV und der FT Eider Büdelsdorf II die Fußball-Bezirksliga. Nun jedoch befinden sich beide Mannschaften in der Verfolgerrolle des neuen Tabellenführers SV Friedrichsort und sind zum Siegen verdammt. Bei der augenblicklichen Spannung ist die Spielansetzung ein Entgegenkommen für die Fans. Während das Spiel von FT Eider um 14 Uhr angepfiffen wird, beginnt die Partie des BTSV direkt im Anschluss nebenan um 16 Uhr.
FT Eider Büdelsdorf II – TS Einfeld (morgen, 14 Uhr): „Wir wollen unbedingt spielen, damit wir nicht aus dem Tritt kommen“, wäre FT-Trainer Jens Schuckel eine Spielabsage trotz der Ausfälle im Kader nicht recht. Neben Spielmacher Thorsten Bohl (privat verhindert) und Rainer Vogt (Leiste) wird voraussichtlich auch Lutz Fleischer (Dienst) fehlen. Zudem kann Eider nicht auf Ligaunterstützung hoffen. Dennoch wird Schuckel seine Aufstellung kaum ändern müssen. Einzig Ex-Nationalspieler Thomas Ritter wird durch Oliver Drescher auf der Liberoposition ersetzt. Nach drei Spielen ohne Sieg brauchen die Einfelder nun unbedingt einen Sieg, um nicht ganz den Kontakt zur Spitzengruppe zu verlieren. Immerhin sind Mittelfeldregisseur Frank Dencker und Adzi Velovic nach abgelaufener Sperre wieder im Kader. Viel wird im richtungsweisenden Spiel davon abhängen, ob Torjäger Tomek Wrzeszinski wieder ein eigenes Tor bejubeln darf. HZTipp: Einfeld hat die Talsohle durchschritten – 2:2.
BTSV – TSV Lütjenwestedt (morgen, 16 Uhr): Lang ist die Verletztenliste des BTSV, der gleich sieben Ausfälle zu beklagen hat. Neben Libero Marcus Tischler und Manndecker Andreas Storch (beide Knie) fehlen auch Torwart Christian Fanter (Muskelriss) sowie Oliver Fedder (Urlaub) und Bernd Thiessen (Rücken). „Wir werden voraussichtlich nur mit einer Spitze agieren“, erklärt BTSV-Trainer Patrick Nöhren. Die Gelegenheit, von Beginn an zu spielen, erhält so Nils Ole Behrmann. Über Arne Steltner als torgefährlichsten Angreifer der Gäste hat sich Nöhren auch schon Gedanken gemacht. „Können wir vom Spielermaterial her offensiv agieren, nehmen wir Steltner in Manndeckung“. Ob der Lütjenwestedter Torjäger jedoch überhaupt auflaufen kann, steht aufgrund von Rückenproblemen ebenso in den Sternen wie der Einsatz von Angreifer Oliver Christ, den ebenfalls Rückenschmerzen plagen. „Wir werden aber dennoch mit zwei Spitzen auflaufen, denn sich beim BTSV nur hinten rein zu stellen, wäre tödlich“, weiß der Coach. Um Arend Müller als vermeintlich einzige Spitze der Büdelsdorfer wird sich Manndecker Nils Hansen kümmern, während die Kreise von BTSV-Mittelfeldspieler Tom Gerberding von Peter Schröder gestört werden sollen. HZ-Tipp: Der BTSV ist aus dem Tritt – 1:1.
Neumünster Türkspor – TuS Nortorf (morgen, 14 Uhr): Personell kriecht Türkspor auf dem Zahnfleisch, denn neben Ayhan Akarcali fehlen auch Murat Celik (beide Bänderdehnung) und Libero Cüneyt Ergel (Zerrung). Außerdem sind Utcu Tunca (gesperrt) und Torjäger Bekir Sari (Vorsperre) nicht dabei. „Ich muss die letzten Leute zusammenkratzen und werde wohl auch selbst auflaufen“, erklärt ein grippegeschwächter Trainer Cetin Bay. Zumindest die zweite Mannschaft wird helfen, denn neben Levent Mircan stößt auch Kürsat Tas zum Team. „Zur Halbserie haben wir wieder eine schlagkräftige Mannschaft zusammen. Die Verhandlungen laufen schon“, hat Cetin Bay das Ziel „Klassenerhalt“ noch lange nicht aufgegeben. „Wir müssen es schaffen, endlich mal über 90 Minuten konstant gut zu agieren“, erklärt TuS-Ligaobmann Timo Görlitz. Alles andere als ein Erfolg wäre für die ambitionierten Nortorfer jedenfalls ein herber Rückschlag. Um zum Erfolg zu kommen, soll voraussichtlich wieder ein defensiveres Mittelfeld auflaufen. Mirko Nitschmann, Fabian Grünberg, Hannes Drews sowie Steffen Ruwolt sind dafür die Kandidaten. Im Sturm wird man auf die bewährten Kräfte Dierk Schröder und Simon Quandt zurückgreifen. HZTipp: Die Cleverness von Torjäger Dierk Schröder gibt den Ausschlag – 2:4.
SV Wasbek – TSV Lütjenburg (morgen, 14 Uhr): Einzig Jürgen Fehmer wird bei den Wasbekern fehlen, so dass SVW-Trainer Michael Meyer aus dem Vollen schöpfen kann. Gegen die spielstarken Lütjenburger soll das neue Sturmduo mit Vasfi Ahcicek und Peter Wrzeszinski zum Einsatz kommen. Um den kopfballstarken Lütjenburger Fred Nohns wird sich Ralf Hilmers bei Standardsituationen kümmern. „Ansonsten soll sich Lütjenburg nach uns richten“, peilt Meyer einen Heimsieg an. HZ-Tipp: Ganz so eingespielt wie die Gäste ist Wasbek nicht – 2:2.
Gut Heil Neumünster – TuS Holtenau (morgen, 14 Uhr):
Seit elf Spielen hat Gut Heil nicht mehr gewonnen und hält damit den absoluten Saison-Minusrekord. In den letzten fünf Spielen hat man jedoch nur einmal verloren, was recht passabel ist. Allerdings haben die dabei errungenen vier Punkte kaum geholfen, die Situation zu verbessern. Im Gegenteil. Im Clubheim von Gut Heil hängt nun wieder die Rote Laterne. Stefan Hartmann sowie Kai Reimer (beide verhindert) können zwar nicht mithelfen, den ersehnten Sieg zu erringen, dennoch ist Gut Heil-Trainer Thomas Hinrichsen optimistisch. „Wir brauchen nur endlich mal ein wenig Glück“. HZTipp: Eine starke Halbzeit reicht den Gästen – 1:1.
SpVg Eidertal-Molfsee II – TSV Waabs (Sonntag, 14 Uhr):
Neben Kai-Torben Helbron (verhindert) und Hauke Petersen (Denkpause) fehlen wohl auch Torwart Arne Münich und Dennis Polenkowski (beide Grippe). Sollten alle Stricke reißen, wird voraussichtlich Michael Nordheim im Tor stehen. Zudem wird der A-Jugendliche Jens Bachmann als Verstärkung für die Offensive zur Verfügung stehen. Um den Waabser Torjäger Christian Auer wird sich Malte Spieckermann kümmern. „Wir wollen zumindest einen Punkt“, denkt Eidertals Trainer Jürgen Herdel nach dem Eichhörnchenprinzip. HZ-Tipp: Die Aufbauarbeit von Trainer Herdel macht sich weiter bezahlt – 3:1. mcf
Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 29.11.2004