Dierk Schröder setzt auf seine Wunschformation

Fußball-Bezirksliga: Eider Büdelsdorf II empfängt im Spitzenspiel TuS Nortorf


Büdelsdorf – Wie schon in der Vorwoche, steht abermals ein absolutes Top-Spiel in der Fußball-Bezirksliga auf dem Programm, denn dieses Mal muss sich der Tabellenzweite FT Eider Büdelsdorf II gegen den Viertplazierten TuS Nortorf beweisen. Vor allem der TuS Nortorf ist dabei unter Zugzwang, denn nur ein Sieg sichert den Verbleib in der Spitzengruppe.
    

Büdelsdorfer TSV – Wiker SV (morgen, 16 Uhr): Europacupatmosphäre werden die beiden Teams schnuppern, denn das Spiel wird unter Flutlicht ausgetragen. Dass die Partie dann auch zu einem Fest für die Büdelsdorfer wird, soll ein offensives Spiel des BTSV garantieren. Immerhin sind die beiden Angreifer Arend Müller und Bernd Thiessen wieder dabei, die für den nötigen Tordrang sorgen sollen. In der Defensive werden sich Dennis Rechner um WSV-Angreifer Enes Hoday und Ferid Fatnassi im Wechsel mit Tim Rogge um den trickreichen Claudio Hluscik kümmern. Nicht dabei sind Libero Marcus Tischler (Innenbandriss) sowie Andreas Storch (Knie), die durch Andre Paulsen und Oliver Fedder vertreten werden.
    HZ-Tipp: Der Angriffsschwung des BTSV ist vom Wiker SV nicht zu stoppen – 4:0.
    

FT Eider Büdelsdorf II – TuS Nortorf (morgen, 14 Uhr): Gespannt, aber dennoch überlegt und mit klarem taktischen Konzept, geht FT-Trainer Jens Schuckel in die Partie gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Nortorf. „Wir wollen uns nicht hinten rauslocken lassen, aber dennoch das Spiel machen“, hofft Schuckel mit konsequenter Defensivarbeit den gefährlichen Konterattacken des TuS nicht zu erliegen. Um die hochklassigen Offensivkräfte Dierk Schröder und Thies Kicksee sollen sich Oliver Drescher sowie Lutz Fleischer oder Julian Brunner kümmern. Die eigenen Spitzen mit Josiph Grbavac und Michael Kaiser hingegen sollen nicht nur die Gäste-Abwehr beschäftigen, sondern bereits in der gegnerischen Hälfte einen ungestörten Spielaufbau der Nortorfer unterbinden. Personell kann Schuckel jedenfalls aus dem Vollen schöpfen, denn alle Spieler sind einsatzbereit. – Seine Wunschformation kann auch Nortorfs Spielertrainer Dierk Schröder aufbieten, der wie schon in den vergangenen Wochen lediglich auf die langzeitverletzten Stephan Krug (Meniskus) und Mark Sadowski verzichten muss. „Nun wollen wir beim heimlichen Gewinner des letzten Spieltages siegen“, hat sich TuS-Ligaobmann Timo Görlitz viel vorgenommen. An der Taktik mit überfallartigen Angriffen zu operieren, soll auch weiterhin festgehalten werden. „Dass hat am letzten Wochenende 65 Minuten gut geklappt“, weiß Görlitz. Um den FTSturm werden sich voraussichtlich Malte Rathgen und Dennis Granert kümmern, während Eider-Spielmacher Thorsten Bohl von dem disziplinierten Mittelfeld situationsbedingt übernommen wird.
    HZ-Tipp: Nur mit 90-minütigem Einsatzwillen kann Nortorf bezwungen werden. Eider verliert jedoch zum Schluss den Faden – 2:4.
    

TSV Selent – TS Einfeld (morgen, 14 Uhr): Personalprobleme plagen Einfelds Trainer Sascha Milivojevic, der neben Timo Scheel (Bänderriss), Adci Velovic und Frank Dencker (beide gesperrt) voraussichtlich auch auf die Offensivkräfte Tomek Wrzeszinski (Grippe) und Radoslav Dziurzynski (Adduktoren) verzichten muss. „Wenn alle Stricke reißen, muss ich zaubern“, meint der Coach, der in der Abwehrkette keine Sorgen hat. Hier soll Martin Panasiuk den Selenter Goalgetter Dennis Bünzen ausschalten.
    HZ-Tipp: Das nominell geschwächte TS-Team überrascht mit einfachem aber effektivem Fußball – 1:3.
    

Neumünster Türkspor – TuS Rotenhof (morgen, 14 Uhr): „Wir haben letzte Woche einfach schlecht gespielt“, will Türkspor-Trainer Cetin Bay nicht mehr mit der 0:2-Niederlage gegen Lütjenburg hadern, sondern nun alle Konzentration auf das anstehende Spiel ausrichten. Zwar sind Murat Celik (Grippe) und Ayhan Akarcali (Grippe) nicht dabei, dafür wird aber wieder Ali Dede Ates auf der linken Außenbahn wirbeln. Sollte Torjäger Bekir Sari sich nicht frei machen können, wäre Necni Yildiz der Sturmpartner von Yavuz Tas. Um den gefährlichsten Rotenhofer Angreifer Nico Messer will sich Trainer Cetin Bay selbst kümmern, der wieder einmal seine Stiefel schnürt.
    HZ-Tipp: Nach sieben Spielen ohne Sieg platzt bei Türkspor der Knoten – 3:1.
    

Gut Heil Neumünster – SV Friedrichsort (morgen, 14 Uhr): Auch wenn die letzten drei Spiele nicht verloren wurden. Die dabei eingefahrenen drei Punkte reichten nicht, um sich vom Tabellenende zu lösen. Gegen den Tabellendritten aus Kiel setzt Gut Heil-Trainer Thomas Hinrichsen ganz auf das gewonnene Selbstvertrauen und seine neue Taktik im Defensivbereich. Eine Dreier-Kette, die auf einer Linie steht, soll eine zahlenmäßige Überlegenheit im Mittelfeld bewirken, die schließlich den Offensivkräften Christian Fischer und Pasqual Rüdiger die nötigen Bälle beschert. Nicht dabei ist Sören Rüschmann, der vom talentierten A-Jugend-Spieler Kai Reimer ersetzt wird.
    HZ-Tipp: Die quirligen Friedrichsorter wirbeln die Neumünsteraner Abwehr durcheinander – 0:3.
    

SpVg Eidertal-Molfsee II – TSV Lütjenwestedt (Sonntag, 14 Uhr): Gerade scheint Molfsee Tritt gefasst zu haben, da ereilt Trainer Jürgen Herdel ein Hilferuf der Liga, dessen Coach bereits vier Spieler in einem Testspiel ausprobiert hat. Neben Andreas von Döhren, Benjamin Mathews und Andreas Witthinrich muss auch Andreas Orlitz mit einer Abberufung rechnen. Außerdem wird Andreas Breitsprecher (Dienst) fehlen, während der Einsatz von Martin Iglewski (Prellung) bis zuletzt fraglich ist. „Es wird aufgestellt, wer laufen kann“, sagt Herdel. Für die Lütjenwestedter Ideengeber sollen sich alle Spieler zuständig fühlen. „Wo sie auch kommen, bekommen die das, was sie brauchen“. Nicht ganz so dramatisch, aber dennoch schwierig, ist die personelle Situation beim TSV. Neben Verteidiger Till Lakatsch, der noch einen Trainingsrückstand hat, werden auch die Angreifer Oliver Christ (verhindert) und Spielertrainer Arne Steltner (Rücken) fehlen. Im Sturm hat man aber mit Benjamin Wildberger, Alexander Jens, Mirco Losch und Daniel Baier noch reichlich Alternativen. „Wir sind jetzt vier Spiele ungeschlagen, und das soll auch so bleiben“, verlässt sich Steltner ganz auf den stetigen Anstieg der Formkurve und den Heimvorteil. Vorjahr: 1:1.
    HZ-Tipp: Den jungen Wilden aus Molfsee fehlt der Kopf; Lütjenwestedt aber auch – 2:2. mcf

Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 12.11.2004