Spitzenspiel: Ultimativer Schlager steigt in Nortorf

Fußball-Bezirksliga: TuS fordert Tabellenführer Büdelsdorfer TSV


Nortorf – Schlag auf Schlag geht es auch an diesem Wochenende in der Fußball-Bezirksliga weiter, wenn der Tabellendritte TuS Nortorf (23 Punkte) den Spitzenreiter Büdelsdorfer TSV (27) zum ultimativen Schlagerspiel empfängt. Die Nortorfer dürfen sich dabei keine Niederlage erlauben, um nicht aus der Spitzengruppe herauszufallen. Lachender Dritter könnte der Zweitplazierte FT Eider Büdelsdorf II (25) sein, der jedoch dazu das Ortsderby beim TuS Rotenhof gewinnen muss.

TuS Nortorf – Büdelsdorfer TSV (morgen,15 Uhr): „Die Zuschauer können sich auf eine schöne Begegnung freuen, denn beide Mannschaften sind spielstark und verstecken sich nicht“, rührt TuS-Ligaobmann Timo Görlitz die Werbetrommel. Vorentscheidenden Charakter hat für Görlitz der Ausgang des Spiels indes nicht. „Eine Meisterschaft wird nicht in den Spitzenspielen, sondern in anderen Partien entschieden“. Mit welcher Formation der TuS den Tabellenführer stürzen will, ließ er hingegen offen. Sicher ist, dass Sebastian Schnoor (gesperrt), Stephan Krug (Meniskus) und Hannes Drews (Prüfung) sowie Mark Sadowski (Knie) fehlen werden. Gesetzt ist dafür das Sturm-Duo Dierk Schröder und Thies Kicksee. In der Abwehr sind Lars Gudjons und Malte Rathgen Alternativen als Manndecker, um den kraftvollen und beweglichen BTSV-Angriff kalt zu stellen. Gerade dort haben die Büdelsdorfer jedoch einige Aufstellungssorgen. Sowohl Bernd Thiessen als auch Arend Müller haben Dienst und werden, wenn überhaupt, erst in letzter Minute zum Team stoßen. „Dann muss ich eben nur mit einer Spitze spielen“, so BTSV-Trainer Patrick Nöhren. Er setzt dabei auf Dirk Fischoeder, der wieder voll im Training ist. Noch schwieriger ist die Situation des BTSV in der Abwehr. Mit Andreas Storch, Oliver Fedder und Lasse Stocks fehlen gleich drei der vier etatmäßigen Manndecker. Neben Dennis Rechner müssen Tobias Seupel oder Andre Paulsen damit rechnen, in der Abwehr aufzulaufen. „Wir fahren mit breiter Brust nach Nortorf, auch wenn wir zu Saisonbeginn im Bezirkspokal gegen Nortorf mit 0:3 verloren haben“, so Nöhren. Vorjahr: 0:1. HZ-Tipp: Beide Teams sind im Mittelfeld gleich stark – 2:2.
    

TuS Rotenhof – FT Eider Büdelsdorf II (morgen, 14 Uhr): Keine Personalsorgen hat FT-Trainer Jens Schuckel, der sogar noch mit ein bis zwei Spielern aus der Liga rechnet. Zudem kehrt Manndecker Julian Brunner in die Anfangsformation zurück. Gesetzt sind außerdem Thorsten Bohl im zentralen Mittelfeld sowie Verteidiger Lutz Fleischer, der sich um TuS-Torjäger Nico Messer kümmern soll. Vakant ist hingegen die Torwartposition, wo Stephan Dohrmann zuletzt einen guten Eindruck machte und Thomas Gosch, der nun wieder zur Verfügung steht, nicht vermissen ließ. Mit einer Umstellung ist auch im Angriff zu rechnen. HZTipp: Die Rotenhofer brennen vor Ehrgeiz, und der Einsatz wird belohnt – 1:1.
    

TS Einfeld – SpVg Eidertal-Molfsee II (morgen, 14 Uhr): Nach neun Spielen ohne Niederlage ist Einfelds Trainer Sascha Milivojevic selbstbewusst und will abermals mit drei Spitzen auflaufen. Neben Dennis Buhrmester und Timo Scheel soll auch Torjäger Tomek Wrzeszinski für die nötigen Treffer sorgen. Nicht dabei sind Spielmacher Frank Denker sowie Manndecker Adci Velovic. Dafür rücken der Techniker Radoslav Dziurczynski sowie Verteidiger Marcel Hamann in das Team. Zudem ist Dennis Sanft wieder verfügbar, während der Einsatz von Carsten Dahmke am seidenen Faden hängt. Von solchen Variationsmöglichkeiten kann Eidertals Coach Jürgen Herdel nur träumen. Libero Andreas Breitsprecher und Spielmacher Dennis Polenkowski (beide Dienst) sind kaum zu ersetzen. Dennoch ruhen alle Hoffnungen auf Andreas Witthinrich und Andreas von Döhren, die dafür ins Team rücken werden. Eine schwere Aufgabe wartet auch auf Malte Spieckermann, der sich um den Einfelder Torschützenkönig Tomek Wrzeszinski kümmern soll. HZ-Tipp: Eidertal gefällt durch einen bedingungslosen Fight – 1:1.
    

SV Friedrichsort – SV Wasbek (morgen,14 Uhr): Gerade einmal einen Zähler holten die Wasbeker aus den fünf Auswärtsspielen und wollen nun mit einer Betonabwehr zumindest einen Punkt sichern. Zwar fehlen Jürgen Fehmer (Bänderdehnung) sowie Jan Linnemann und Oliver Lage (beide Muskelfaserriss). Und auch der Einsatz von Ralph Hilmers (Knie) ist fraglich. Dafür sind aber die Torjäger Peter und Paul Wrzeszinski wieder dabei, während Dogan Sari, Holger Ablass und Torsten Schulz in der Defensive aufgeboten werden sollen. HZ-Tipp: Gegen den Sturmwirbel hält auch das Wasbeker Bollwerk nicht stand – 3:1.
    

TSV Lütjenburg – Neumünster Türkspor (morgen, 14.30 Uhr): Zwar fehlen bei Türkspor Gökhan Karagül (Bänderdehnung) und Murat Celik (Zerrung), doch Trainer Cetin Bay kann variieren. Als Manndecker werden Aydin Celik sowie der Coach selbst auflaufen, während auf den beiden Außenbahnen Adem Beder und Ali Dede Ates wirbeln sollen. Zudem hofft der Türkspor-Trainer noch auf einen Blitztransfer auf der Torwartposition. „Das kann alles sehr schnell gehen“, meint Bay, der damit eine große Sorge weniger hätte. „Nach zwei sehr guten Spielen fehlt uns jetzt nur noch ein Sieg“, will sich Türkspor endlich aus dem Tabellenkeller verabschieden. HZ-Tipp: Neumünster wirbelt die kantigen Gäste mächtig durcheinander – 1:3.
    

TSV Lütjenwestedt – Gut Heil Neumünster (Sonntag, 14 Uhr): Im Duell zweier Kellerkinder setzt TSV-Spielertrainer Arne Steltner auf Pressing. „Wenn wir dann auch noch die Ruhe bewahren und uns von aufkommender Hektik nicht anstecken lassen, wird es schon klappen“, meint Steltner. Immerhin hat der TSV aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt und will sich nun endgültig im Mittelfeld festsetzten. Um den Neumünsteraner Torjäger Pasqual Rüdiger sollen sich Tobias Volkmann oder Peter Schröder kümmern, während Mathias Kuchenbecker und Till Lakatsch (beide Trainingsrückstand) pausieren. Aus dem Vollen schöpfen kann hingegen Gut-Heil-Trainer Thomas Hinrichsen, der entweder mit einer nominellen oder vier variablen Spitzen auflaufen will. „Fünf Tore in den letzten zwei Spielen machen Mut. Jetzt müssen nur noch die Schaltpositionen von Lütjenwestedt zugedeckt werden“. Um Arne Rühmann soll sich Sören Rüschmann kümmern, um Arne Steltner der erfahrene Marco Knobel. Vorjahr: 6:2. HZ-Tipp: Am Ende geben die Standardsituationen den Ausschlag – 3:1. mcf

Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 05.11.2004