FT-Techniker gegen starke BTSV-Läufer
Ortsduell beider Fußball-Bezirksligisten
Büdelsdorf – Das „Schlagerspiel“ der Fußball-Bezirksliga findet in Büdelsdorf statt, wo die beiden Ortsrivalen FT Eider II und der BTSV am Sonnabend um die Tabellenführung kämpfen.
FT Eider Büdelsdorf II – Büdelsdorfer TSV (Sonnabend, 15 Uhr) – Mit unveränderter Aufstellung aus dem letzten Spiel fühlt sich FT Eider für das Spitzenspiel gut gerüstet. Zwar fehlt weiterhin der Spielmacher Thorsten Bohl, doch sein Ausfall konnte recht gut kompensiert werden. Mit dabei sind dafür aber wieder die Liga-Spieler Thomas Kühl, Oliver Drescher und Till Müller. „Ich denke, dass der BTSV läuferisch Vorteile hat, doch dafür haben wir ein Plus in der Qualität der Einzelspieler“, erklärt FT Eider-Coach Jens Schuckel. In der Defensive sollen Oliver Drescher im Mittelfeld sowie Lutz Fleischer und Julian Brunner als Manndecker auflaufen. Nicht ganz sorgenfrei ist hingegen BTSV-Trainer Patrick Nöhren, der auf jeden Fall auf Torge Korbjuhn (Sprunggelenk) und Henning Schröder (Knie) verzichten muss. Fraglich sind bis zuletzt die Einsätze von Mittelfeldakteur Tobias Seupel (Sprunggelenk) und Angreifer Bernd Thiessen (Dienst). Sollten die beiden fehlen, wird Nils Ole Behrmann stürmen und Mirco Brunner oder aber Nils Diekmann ins Mittelfeld rücken. „Wir versuchen, mit unserem Kurzpassspiel und dem Spiel über die Flügel zum Erfolg zu kommen“, erklärt Nöhren seine Taktik. HZ-Tipp: In einem umkämpften Spiel hat der BTSV mehr Glück – 2:3.
TS Einfeld – SV Wasbek (Sonnabend, 15 Uhr) – Aus dem Vollen schöpfen kann Einfelds Trainer Sascha Milivojevic. Einzig Dennis Sanft (Urlaub) wird fehlen. „Spielerisch haben wir zuletzt überzeugt. Nur das Tore schießen haben wir vergessen“, meint der Coach, der nun mit drei Spitzen auflaufen will. Neben Tomek Wrzeszinski werden Dennis Buhrmester und Timo Scheel angreifen. Sollte das Wasbeker Stürmer-Duo Peter und Paul Wrzeszinski auflaufen, werden sich Martin Panasiuk und Sven Esemann um das torgefährliche Brüderpaar kümmern. Können sich die beiden vom Dienst nicht loseisen, so wird der Wasbeker Trainer Michael Meyer wie schon in den letzten zwei Wochen auch lediglich mit einer Spitze auflaufen und Thorsten Schulz als einzigen Angreifer aufbieten. Als Libero fungiert weiterhin Mathias Steinhausen. Um die Schaltpositionen Frank Denker und Tomek Wrzeszinski bei den Einfeldern werden sich Oliver Lage und Torge Schroff im Mittelfeld und Ralf Hilmers oder Dogan Sari als Manndecker kümmern. HZ-Tipp: Einfeld nutzt die Räume und knackt den Wasbeker Abwehrriegel – 3:0.
TuS Holtenau – Neumünster Türkspor (Sonnabend, 15 Uhr) – Nach dem Erfolgserlebnis gegen den BTSV, als Türkspor mit einer tollen Leistung zumindest einen Punkt ergatterte, soll nun gegen Holtenau nachgelegt werden. Unverändert bleibt weiterhin die Aufstellung. Im Tor wird Mehmet Güngörenler stehen, während Cüneyt Ergel als Abwehrchef fungieren wird. Vor der Abwehr wird ein weiteres Mal Cetin Bay die Feuerwehr spielen, während neben Bekir Sari voraussichtlich Necni Yildiz aus der zweiten Mannschaft eine Chance im Angriff erhält. HZ-Tipp: Türkspor wird Holtenau anfangs niederrennen. Am Ende wird es noch knapp – 2:3.
TSV Lütjenwestedt – VfR Laboe (Sonntag, 14 Uhr) – Einzig im Angriff kündigt Spielertrainer Arne Steltner Veränderungen an. Ansonsten werden weiterhin Mathias Kuchenbecker (außer Form), Till Lakatsch (Bluterguss) sowie voraussichtlich Dennis Gassios, Hans-Jürgen Musfeldt und Peter Schröder fehlen. Um den Laboer Angriff mit Mathias Petersen und Nils Faber sollen sich Nils Hansen sowie voraussichtlich Hans-Jürgen Musfeldt kümmern. Vorjahr: 2:2. HZ-Tipp: Lütjenwestedt ist noch nicht ganz aus dem Tief und kann zumindest einen Punkt retten – 2:2.
TuS Nortorf – SpVg EidertalMolfsee II (Sonntag, 15 Uhr) – „Eidertal ist genauso gefährlich wie Gut Heil“, mahnt TuS-Ligaobmann Timo Görlitz davor, ähnlich sorglos wie beim 3:3 gegen die Neumünsteraner zu agieren. „Wir müssen unser Defensivverhalten neu organisieren, kontrolliert spielen und weg vom Hurra-Fußball kommen. Am Ende reicht ein 1:0 völlig“, weiß Görlitz wie wichtig diese drei Punkte sind, um Oben dran zu bleiben. Nicht mithelfen können Stephan Krug (Meniskus) und Sebastian Schnoor (gesperrt). Alle Mann an Deck hat hingegen Eidertal, das aber mit einer veränderten Mannschaft auflaufen wird. „Ich werde umstellen, denn bislang haben wir mit der vermeintlich stärksten Elf kaum etwas gerissen. Verlieren kann ich auch mit einer anderen Formation, nur die Art und Weise hat mich geärgert. Ich brauche Typen, die die Ärmel hochkrempeln“, kündigt Molfsee-Coach Jürgen Herdel Konsequenzen an. Bedenklich vor allem der kämpferische Einsatz, denn bei 17 Gegentoren in den letzten drei Spielen, gab es nicht eine einzige gelbe Karte auf Molfseer Seite. Vorjahr: 3:1. HZ-Tipp: Kämpferisch verbessert fehlen am Ende gegen die spielstarken Nortorfer doch die Mittel – 3:0.
Wiker SV – Gut Heil Neumünster (Sonntag, 15 Uhr) – Nach der ansprechenden Vorstellung gegen Nortorf hat Gut Heil neues Selbstvertrauen getankt. Und auch personell hat Trainer Thomas Hinrichsen keine Sorgen. Einzig die Gebrüder Ferid und Jacine Ladmia fehlen wie schon in den vergangenen zwei Wochen. In Kiel will Gut Heil mit einer ähnlichen Defensivtaktik wie zuletzt aufspielen. Ohne nominelle Angreifer und einem verstärkten Mittelfeld wagt Hinrichsen erneut mit einem 4:2:4-System anzutreten. Um den Wiker Torjäger Enes Hoday wird sich Manndecker Pierre Walter kümmern. HZ-Tipp: Die Konter der Neumünsteraner stechen – 1:3. mcf
Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 22.10.2004