Tabellenführer Lütjenburg bot zu wenig
Lütjenburg/Bösdorf/Laboe – Herrliches Fußballwetter und allerbeste Bedingungen auf den Sportplätzen im Kreis Plön, doch die Spieler aus Lütjenburg, Bösdorf und Laboe fanden dazu keine rechte Bindung. Der Tabellenführer TSV Lütjenburg, gegen den TuS Nortorf wohl in der Offensive nicht in Bestbesetzung angetreten, unterlag mit 0:3 und wie Trainer Michael Asmuß befand, zu Recht. Asmuß: "Eine knappe Stunde nach dem Abpfiff komme ich zu dem Ergebnis, dass die Nortorfer auch in der Höhe verdient gewannen.
Das war nicht unser Tag." Wenig Freude gab es auch in Bösdorf, wo die Fortunen dem Tabellenletzten TuS Rotenhof mit 3:4 unterlagen, die Rasensportler aus Laboe rückten die Punkte gegen die FT Eider aus Büdelsdorf heraus, spielten gegen die Reserve der FT 1:4. Dabei lagen die Rasensportler auf ihrem "Stosch" mit 1:0 in Führung in einem Spiel, in dem drei Elfmeter vollstreckt wurden. Lediglich der TSV Selent blieb in der Erfolgsspur, lieferte bei Gut-Heil Neumünster seine wohl beste Saisonleistung ab, die in einem verdienten 6:0-Erfolg gipfelte. Mit einem starken Auftritt in der ersten Halbzeit, in der auch die Chancen optimal genutzt wurden und in der Torwart Sascha Sadlowski einen Strafstoß hielt (41.), reichten sechs Treffer nach einer Stunde, um den klaren und in der Höhe verdienten Sieg unter Dach und Fach zu bringen.
Lütjenburg – Nortorf 0:3
In dieser Spitzenbegegnung, in der die Lütjenburger als Tabellenführer aufliefen, konnte der Gastgeber in keiner Weise die Erwartungen erfüllen. Nach fünf Minuten hatten Trainer und Spieler auf der Auswechselbank sowie die TSV-Fans (knapp 80) bereits den Torschrei auf den Lippen, doch den Ball von Sebastian Comes konnte TuS-Torwart H. Boller mit Mühe an die Latte lenken, die Chance war dahin. Danach nahm aber der TuS Nortorf immer mehr die Ball- und Spielführung in die Hand, konnte allerdings bis zum Seitenwechsel auch keine Treffer setzen, zu harmlos waren auch ihre Aktionen. Die Vorentscheidung fiel dann nach rund einer Stunde, als zuerst M. Boller (58.) und fünf Minuten später Kicksee per Elfmeter ihr Team mit 2:0 in Führung schossen. Das zweite Tor resultierte aus einem Foulspiel von Marco Graunke. TSV-Trainer Michael Asmuß: "Nun gut, diesen Elfmeter kann man geben, aber den hätte Schiedsrichter Janson nicht geben müssen." Aber mit diesem Rückstand, zudem spielte TuS ab der 55. Minute in Unterzahl (gelb-rote Karte für Redmann), habe sein Team sich wahrlich nicht arrangieren können, es fehlten einfach die zwingenden Möglichkeiten. Und als dann der ins Spiel gebrachte Quandt das 0:3 erzielte (85.), war die zweite Heimniederlage perfekt.
Lütjenburg: Bohrmann, Goettke (60. Pelka), Comes, Steffens, Büttner, Graunke, Wolff (67. Miri), Zander (75. Petersen), Nohns, Youssef, Haradinay.
Quelle: KN - Ostholsteiner Zeitung vom 20.09.2004