Mit breiter Brust jetzt im Pokal gegen Eider

Bezirksligist TuS Nortorf im Halbfinale – VfR Neumünster gegen Holstein Kiel

Nortorf – Der TuS Nortorf steht im Oddset-Bezirkspokal-Halbfinale! Ein in der Höhe verdienter und zu keiner Zeit gefährdeter Erfolg über den Bezirksligarivalen Büdelsdorfer TSV beschert den Kickern von Spielertrainer Dierk Schröder nun mit FT Eider Büdelsdorf einen richtigen Kracher. Souverän entledigte sich dazu Oberligist VfR Neumünster, der in der Vorschlussrunde Holstein Kiel erwartet, der Pflichtaufgabe in Lütjenwestedt. Beide Spiele werden am Sonnabend um 16 Uhr angepfiffen.
    Von Jörg Lühn

TuS Nortorf – Büdelsdorfer TSV 3:0 (2:0) – Nortorf topp, Büdelsdorf hopp – so lässt sich das Duell der Klassenkonkurrenten wohl nach 90 Minuten am besten zusammenfassen. Während die gelungenen Tempowechsel der Nortorfer häufiger für ein Raunen unter den 180 Besuchern sorgten, zürnte Büdelsdorf Coach Patrick Nöhren vom Spielfeldrand: „Männer werdet ’mal wach und bewegt euch ohne Ball.“
    Weil sein Team nicht hörte, war das 1:0 die Quittung. Einen Eckball von Mirko Nitschmann nickte Lars Redmann (27.) zur Führung ein. Die Büdelsdorfer Marcus Tischler und Heiko Berndt hatten auf der Torlinie wie auch Schlussmann Christian Fanter nur Statistenfunktion.
    So ging es weiter. Immer wieder fing die nie geforderte Nortorfer Abwehr die Bälle ab, ehe es über wenige Stationen blitzschnell auf die Flügel ging. TuS-Angreifer Thies Kiecksee hatte sich nach katastrophalem Ballverlust von Tobias Seupel bis zur Grundlinie durchgetankt und seinem Kapitän Redmann mustergültig aufgelegt: 2:0 (36.). „Auf diese Halbzeit lässt sich aufbauen. Das war eine ganz runde Sache“, freute sich Nortorfs Spielertrainer Schröder.
    In der Halbzeitbesprechung wusch Nöhren seinen Büdelsdorfern zwar noch einmal den Kopf, aber die Haare waren kaum getrocknet, da klingelte es zum dritten Mal. Die Büdelsdorfer spielten auf abseits, Schröder nutzte seine Schnelligkeit und passte quer zu Kiecksee, der drei Minuten nach Wiederbeginn nur einzuschieben brauchte.
    Jetzt war das Spiel endgültig entschieden, und die Nortorfer hätte noch einige Tore nachlegen können. Oft fehlten nur Zentimeter. „Nortorf war uns in Sachen Spitzigkeit überlegen und ein verdienter Sieger“, kommentierte Nöhren.
    Zu diesem Zeitpunkt fragten viele Zuschauer schon nach dem kommenden Gegner des TuS. Es dauerte einige Minuten bis die Kunde aus Kiel kam, dass die hochkarätig verstärkte FT Eider Büdelsdorf nun morgen an der Harderkampfbahn aufläuft. Der TuS ist Außenseiter, aber die Vorfreude ist schon jetzt riesengroß.
   
 

TuS Nortorf: Fischer – Grünberg (79. Granert), Klages, Gudjons (87. Schuster) – Nitschmann, Rathjen, Redmann, Klucke – Lackmann (65. Bruhn) – Kiecksee, Schröder.
    Büdelsdorfer TSV: Fanter – Storch (58. Brunner), Tischler, Rechner, Fedder – Gerberding, Rogge, Berndt (46. Truschkowski) – Seupel, Müller, Stocks (46. Behrmann).
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Kaum vom Ball zu trennen: Nortorfs Spielertrainer Dierk Schröder. Fotos Lühn


In Nortorf machte Büdelsdorfs Torhüter Christian Fanter oft dicke Backen.

Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 23.07.2004