Klassenerhalt!
Jubel in Neumünster und Eidertal
Gut
Heil reicht ein Punktgewinn gegen Nortorf – SpVg
profitiert vom Aufstieg des VfB Lübeck II
Neumünster/Molfsee
– Allenthalben freuen durften sich die Holsteiner Fußball-Teams,
für die am letzten Spieltag der Bezirksliga noch
Entscheidungen anstanden. Gut Heil Neumünster schaffte
mit einem Punktgewinn gegen den TuS Nortorf aus eigener
Kraft noch den Klassenerhalt, während die SpVg Eidertal
Molfsee II vom Aufstieg des VfB Lübeck II in die
Oberliga profitierte und auch in der Bezirksliga
verbleibt.
SV
Wasbek – TuS Rotenhof 3:0 (1:0):
Recht ansehnlich schlugen sich die ersatzgeschwächten
Wasbeker, die in einem gefälligen Spiel gegen den
Tabellenfünften kaum Torraumchancen zuließen.
„Entscheidend war aber“, so musste SVW-Trainer
Michael Meyer zugeben, „ die Hinausstellung von dem
Rotenhofer Schmidt“. Mit der zahlenmäßigen Überlegenheit
(gelb-rot, 32.) übernahmen die Hausherren in einer
ansehnlichen Partie das Kommando und konnten nicht
unverdient durch Michael Knuth auf Vorlage von Christian
Gill mit 1:0 in Führung gehen (41.). Als Jürgen Fehmer
dann noch auf 2:0 erhöhte (47.), war die Partie
praktisch entschieden. Rotenhof konnte und wollte sich
offenbar kaum mehr wehren und musste schließlich noch
das 3:0 durch Resul Yilmaz hinnehmen (55.). „Der Sieg
hätte noch höher ausfallen können“, meinte Trainer
Meyer zurecht, denn alleine Christian Gill vergab beste
Möglichkeiten (39., 49., 67.).
SV Wasbek: Rauch – Ablass –
Linnemann – Fehmer – Packhäuser, Knuth, Schroff
(65. Löffler), Sari, Gill, Uzun, Yilmaz.
TuS
Holtenau – SpVg Eidertal-Molfsee II 2:1 (0:0):
Obwohl die Hausherren läuferisch besser waren, vergaben
die Gäste nicht nur einen Punktgewinn, sondern auch den
Klassenerhalt. „Als wir von der Führung von Gut Heil
Neumünster hörten haben wir aufgemacht“, erklärte
Trainer Thorsten Kinsky, dessen Mannschaft sich nicht
ganz so teuer verkaufte wie in den vergangenen Wochen.
Nach der Führung durch Vullnet Latifi (57.) konnte
Holtenau durch Olaf Engelhardt ausgleichen (75.). Danach
setzte ein ansehnlicher Sturmlauf der Molfseer ein, der
jedoch nicht belohnt wurde. Nach einem
Entlastungsangriff der Hausherren, den Dieter Pontner
zum 2:1 abschloss (83.), hatten die Holtenauer einen
schmeichelhaften Sieg unter Dach und Fach gebracht.
Eidertal Molfsee II: Münnich
– Pallak – Jansen, Breitsprecher – Linde, Nickel,
Gutzeit, Olitz, Nessel – Grosch,
Latifi.
GH
Neumünster – TuS Nortorf 3:3 (2:0): Einzig von
der Spannung und den vielen Toren lebte die wichtige
Partie, in der es die ersatzgeschwächten Gäste den
Neumünsteranern leicht machten. „Alle Tore gegen uns
waren Geschenke“, erklärte TuS Ligaobmann Timo Görlitz.
Ohne etatmäßige Innenverteidigung wirkten die
spielerisch besseren Gäste phasenweise anfällig und
liefen schnell einem Rückstand hinterher. Nachdem
Pierre Walter gegen den angeschlagenen Nortorfer Torwart
Henrick Boller zum 1:0 vollstreckte (9.), konnten die
destruktiven Gastgeber sogar noch auf 2:0 erhöhen, als
Stefan Ibs einen Heber ins Tor zirkelte (20.). In der
Folge jedoch waren die Nortorfer tonangebend, während
Neumünster immer wieder gute Kontermöglichkeiten besaß.
Dem ansehnlichen Kopfballtor durch Malte Rathgen auf
Flanke von Simon Lackmann (25.) folgte das 3:1 durch
Sven Schümann, der von einem Fehler von Jörg Scherbath
profitierte (65.). Danach jedoch spielten nur noch die Gäste,
die durch Lackmann (82., 85.) zu einem mehr als
verdienten 3:3 Unentschieden kamen.
Gut Heil Neumünster: Strietzel
– Schümann, Matthes, Walter, Hagemann, Mahlo, Rüdiger,
Ibs, Fischer, Knobel, Vainaste.
TuS Nortorf: Boller (10. Sachau)
– Schwarz, Rathgen, Nitschmann, Behrens, Scherbath,
Klucke, Heintz (46. Grünberg), Lackmann, Ruwolt (46.
Schröder), Quandt.
TSV
Lütjenwestedt – Büdelsdorfer TSV 1:3 (0:1): Auch
wenn der BTSV nur noch Minimalchancen besaß, den
Aufstieg zu schaffen, traten die Gäste sehr ansehnlich
und engagiert auf. Lütjenwestedt, das im Spielaufbau
vor allem unter der Abwesenheit von Spielertrainer Arne
Steltner litt, konnte phasenweise nur hinter den Büdelsdorfern
hinterher laufen. Fast schon zwangsläufig fiel das 0:1
durch Tim Rogge per Kopfball (45.). Nach dem Wechsel
konnte Mirko Losch zwar zum 1:1 ausgleichen (59.), doch
Büdelsdorf, das gleich reihenweise beste Möglichkeiten
durch Phillip Eichler (78., Latte), Dirk Fischöder
(80., Pfosten) und Christian Fanter (89.) vergab, trug
schließlich verdientermaßen den Sieg davon. Heiko
Fasse (74.) und Fanter (85.) stellten den 3:1 Erfolg
sicher, der dem BTSV aber auch nicht mehr zum erhofften
Aufstieg half.
TSV Lütjenwestedt: Gosch –
Meyer – Vollstedt (66. Musfeldt), Hansen – Baasch, Rühmann,
Volkmann (12. Schröder), Lohse – Zetel (56. Losch)
– Kuchenbecker, Christ.
Büdelsdorfer TSV: Skoruppa –
Tischler – Storch, Schröder, Rogge, Fasse, Grzech,
Gerberding, Fischöder, Eichler, Diekmann.
TSV
Klausdorf – TSV Flintbek 2:0 (1:0): Teuer
verkauften sich die bereits abgestiegenen Gäste, die
dem Aufsteiger keinen Meter Boden schenkten. Einzig der
Gastfreundlichkeit der Gäste hatte es Klausdorf zu
verdanken, schließlich doch zu den siegbringenden Toren
zu kommen. Zunächst erlaubte sich Torwart Michel
Brunotte einen groben Schnitzer, der zum 1:0 durch
Sascha Thomsen führte (18.), dann leistete Mathias
Mielke mehr als nur Hilfestellung, der den Ball ins
eigene Tor köpfte (89.). „Der Auftritt meiner
Mannschaft war schon gut, und Klausdorf wurde gegen Ende
nervös“, erklärte Flintbeks Trainer Frank Wüllner.
Ein Sonderlob bekam noch Manndecker Jörg Günther, der
dem Klausdorfer Torjäger Sascha Thomsen kaum
Entfaltungsmöglichkeiten bot.
TSV Flintbek: Brunotte –
Wichmann – Wellnitz (46. Paustian), Günther –
Cohrt, Käding, Böhlmann, Voss, Suhiater – Hardekopf
(75. Mielke), Heinicke (65. Schröder). mcf