Stillt
der BTSV gegen Ellerbek seinen Torhunger?
Fußball-Bezirksliga:
Abstiegs-„Endspiel“ zwischen Eidertal Molfsee und Gut Heil
Molfsee/Nortorf
– Fast schon dramatisch ist die Entwicklung im Abstiegskampf der
Fußball-Bezirksliga. Mit aller Macht stemmen sich mit der SpVg
Eidertal-Molfsee II und Gut Heil Neumünster (beide 30 Punkte) auch
zwei Holsteiner Vertreter gegen den Absturz in die Kreisliga. Am
Wochenende treffen beide zu einem vorgezogenen „Endspiel“ um den
Klassenerhalt aufeinander.
Büdelsdorfer
TSV – SV Ellerbek (heute,15 Uhr): Einige Ausfälle hat der
Zweitplazierte aus Büdelsdorf zu beklagen. Neben Tim Rogge (Bänderriss)
fehlen weiterhin Marten Kirstein (Leiste), Christian Fanter
(Fingerbruch) und Lasse Stocks (Kapselverletzung). Fraglich sind die
Einsätze von Timo Lardong (Rücken) und Thomas Eichler (Zerrung).
„Egal wer aufläuft. Wir müssen kühlen Kopf bewahren, Gegner und
Ball laufen lassen“, erklärt Axel Truschkowski zum Spiel gegen
den ehemaligen Verbandsligisten aus Kiel, der nun in die Kreisliga
absteigt. Vom Papier hier ist dies die Gelegenheit für den BTSV,
sein Torverhältnis aufzubessern. Hinspiel: 8:0 für Büdelsdorf.
HZ-Tipp: Gegen Ellerbek beweisen die Büdelsdorfer unstillbaren
Torhunger – 9:0.
TuS
Nortorf – TuS Rotenhof (heute, 15 Uhr): Einzig der
Langzeitverletzte Hannes Drews wird zum Spitzenspiel fehlen, denn
Dierk Schröder ist nach seiner Zahnbehandlung wieder dabei. „Ein
Kompliment an Rotenhofs Trainer Hauke Jessen. Der hat mit seiner
Mannschaft in dieser Saison ganze Arbeit geleistet. Für uns ist
diese Partie etwas ganz Besonderes, worauf wir lange warten
mussten“, erklärt TuSLigaobmann Timo Görlitz. „Wenn wir alles
abrufen, können wir gewinnen und haben Platz vier vor Augen“. Außerdem
wäre Nortorf dann seit dem 16. November und damit genau seit einem
halben Jahr daheim ungeschlagen. Hinspiel 3:2 für Rotenhof.
HZ-Tipp: Die selbstbewussten Nortorfer sind gereift und lassen sich
trotz heftiger Gegenwehr auch von Rotenhof nicht stoppen – 2:0.
SV
Wasbek – TSV Lütjenburg (heute, 15 Uhr): Mit 40 Punkten auf
dem Konto ist Wasbek aller Abstiegssorgen ledig, will aber dennoch
nicht leichtfertig werden. „Wir haben nur gegen Dersau zu Hause
verloren. Das soll auch so bleiben“, meint SVW-Trainer Michael
Meyer. Und auch wenn mit Ralf Hilmers (OP), David von der Mehden
(Urlaub), sowie Oliver Lage, Torge Schroff (beide Dienst) und
Michael Knuth (ortsabwesend) gleich mehrere Stammakteure fehlen, ist
Meyer optimistisch. Immerhin kann er den Kader mit Christian Wurr
und Thorsten Denke auffüllen, die sonst in der Alt-Liga spielen. Um
den kopfballstarken Lütjenburger Fred Nohns wird sich Dogan Sari kümmern.
Hinspiel: 3:1 für Lütjenburg. HZ-Tipp: Die Lütjenburger spielen
unorthodox, was die ersatzgeschwächten Wasbeker durch Kampfkraft
ausgleichen können – 2:1.
SpVg
Eidertal-Molfsee II – Gut Heil Neumünster (Sonntag, 15 Uhr):
Der Verlierer dieser Partie wird es mehr als nur schwer haben, die
Klasse noch zu halten. Dieser Umstand ist auch den beiden Trainern
bewusst, doch versucht man beiderseits, den Druck von der Mannschaft
zu nehmen. „Während Gut Heil-Trainer Thomas Hinrichsen mit einer
Entscheidung erst am letzten Spieltag rechnet, strahlt Eidertals
Coach Thorsten Kinsky großes Selbstbewusstsein aus und ist
siegesgewiss. „Wir spielen voll auf Sieg, auch wenn wir umstellen
müssen“, meint der Molfseer Trainer. Zwar muss Eidertal neben dem
reaktivierten Michael Paul, der wegen einer Muskelverletzung diese
Saison wohl nicht mehr spielen kann, auch auf Malte Spieckermann
(Schulter) und Ralf Schramm (Dienst) verzichten. „Es sieht aber
personell viel besser aus als im Hinspiel, als wir mit unserem
letzten Aufgebot antreten mussten“, meint Kinsky. Im Tor wird
entweder der zuletzt enttäuschende Christian Nordheim oder Björn
Kinsky stehen, während im Angriff mit dem trickreichen Gunnar
Grosch und dem sprintstarken Dennis Poelenkowski zu rechnen ist. Bei
den Neumünsteranern stimmte zwar zuletzt spielerisch und
konditionell alles. Die große Überlegenheit, als man Schilksee
nach allen Regeln der Kunst beherrschte, konnte jedoch nicht in
einen Sieg umgemünzt werden. „Wir haben eine Misere im Sturm, und
das die ganze Saison über“, ist Hinrichsen ratlos. Hinspiel: 2:1
für Gut Heil. HZ-Tipp: Spielerisch hat Eidertal Vorteile, die Neumünster
nur mit Laufbereitschaft ausgleichen kann. Die Abschlussschwäche
von Gut Heil gibt letztlich den Ausschlag für Molfsee – 3:0.
TSV
Flintbek – TSV Lütjenwestedt (Sonntag, 15 Uhr): Auch wenn die
Flintbeker gegen Büdelsdorf wenig Konstruktives zu Wege brachten,
die Abwehrarbeit war weitestgehend ansehnlich und ermöglichte dem
BTSV kaum Torchancen. Gegen die angriffsstarken Lütjenwestedter, wo
Arne Steltner (23 Tore), Mathias Kuchenbecker (17) und Arne Rühmann
(14) allein 54 der 79 Tore schossen, gilt es, diese Leistung zu
wiederholen, will man nicht erneut als Verlierer das Feld verlassen.
Im Flintbeker Tor soll wieder Björn Trachsel spielen, während
Stefan Suhiater als Abwehrchef agiert. Nicht dabei sind Marc
Wichmann (Urlaub), Kai Voss (Zerrung) und Timo Paustian (Prellung).
Dafür kehren Jörg Günther und Christoph Wellnitz in den Kader zurück.
Während Flintbek bereits für die Kreisliga planen kann, glaubt Lütjenwestedt,
rein theoretisch noch sechs Punkte holen zu müssen, um ganz sicher
die Klasse zu halten. „Die wollen wir in den nächsten beiden
Spielen einfahren“, erklärt Lütjenwestedts Spielertrainer Arne
Steltner. „Aber“, so fügt Steltner an, „Flintbek ist besser
als der Tabellenstand aussagt. Und wenn wir den Gegner wieder so
unterschätzen wie Eidertal, dann gibt es auch in Flintbek ein böses
Erwachen.“ Bei den Gästen wird neben Peter Schröder (Prellung am
Fuß) auch Timo Meyer (Knie) fehlen. Fraglich ist bis zuletzt auch
der Einsatz von Steltner selbst, der sich bereits seit Wochen mit
Leistenproblemen quält. Hinspiel: 3:0 für Lütjenwestedt. HZ-Tipp:
Gegen die routinierten Gäste-Stürmer haben es die Flintbeker
schwer – 1:4. mcf
Quelle: KN