9:0-Sieg „kostet“ Nortorfs Dierk Schröder drei Zähne

Fußball-Bezirksliga: SV Ellerbek erweist sich als schlechter Verlierer – Gut Heil kann wieder punkten


Neumünster – Wichtige Punkte verbuchten die abstiegsbedrohten Holsteiner Teams von Gut Heil Neumünster und der SpVg Eidertal-Molfsee II, die sich damit weiterhin Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga machen können.


Büdelsdorfer TSV – TSV Flintbek 2:0 (1:0): Eine sehr einseitige Partie bekamen die Zuschauer in Büdelsdorf zu sehen. Der Tabellenzweite beherrschte den bereits abgestiegenen Gast aus Flintbek von Beginn an klar und hatten keine Mühe, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Zunächst verpasste Andreas Storch nach Flanke von Tom Gerberding (11.), ehe Gerberding selbst eine klare Möglichkeit vergab (24.). So dauerte es bis zur 42. Minute, als Storch nach einem Eckball von Thomas Eichler goldrichtig stand und das überfällige 1:0 erzielte. Flintbek, das während der gesamten Spielzeit nicht eine echte Torchance verzeichnen konnte, war damit mehr als gut bedient. „Ich muss mich für unser Spiel entschuldigen, aber im Augenblick können wir gar nicht anders“, meinte Flintbeks Trainer Frank Wüllner nach dem Spiel. Mit Einbahnstraßenfußball ging es auch im zweiten Abschnitt weiter, doch den Büdelsdorfern gelang lediglich noch das 2:0 durch Storch (82.). Büdelsdorfer TSV: Skoruppa – Tischler – Storch, Strauch – Rogge, Fasse (79. Schröder), Mahnkopf, Gerberding, Diekmann (75. Grzech) – Fischöder, Eichler. TSV Flintbek: Trachsel – Suhiater – Böhlmann, Käding, Schuster, Wittmann, Cohrt, Hardekopf, Heinecke – Brandenburg (86. Rehder), Schröder.
    

TuS Holtenau – SV Wasbek 2:1 (2:0):
Zwei Gesichter zeigte der SV Wasbek, der völlig unnötig die Punkte in Kiel ließ. In der ersten Halbzeit schienen die Gäste im Tiefschlaf und ließen den vor allem kämpferisch dominierenden Holtenauern jede Menge Freiräume. Die 1:0-Führung der Hausherren durch Armin Bose, der einen von Ralf Hilmers verursachten Foulelfmeter verwandelte, war dann auch mehr als gerecht (10.). Wasbek, das den Gastgebern praktisch nur hinterherlief, hätte aber durchaus ausgleichen können, doch zunächst traf Ahmed Uzun das leere Tor nicht (21.), ehe David von der Mehden sogar noch einen Foulelfmeter verschoss (38.). Anders die Hausherren, die aber auch ein wenig Glück bei dem Sonntagsschuss von Bose hatten, der aus 25 Meter in den Winkel zum 2:0 traf (26.). Dass Holtenau bis zur Halbzeit nicht noch höher führte, hatte der SVW seinem Torwart Andreas Rauch zu verdanken, der sowohl gegen Leckband (23.) als auch gegen Scherzinger (32.) glänzend parierte. Nach dem Wechsel waren die Gäste dann aber hellwach. Die Wasbeker übernahmen das Kommando und spielten, zusätzlich motiviert durch den 2:1-Anschlusstreffer (FE, 66.), nur noch auf ein Tor. SV Wasbek: Rauch – Ablass (75. Yilmaz) – Hilmers, Linnemann – von der Mehden, Schroff, Fehmer, Sari, Gill – Packhäuser, Uzun.
    

Gut Heil Neumünster – VfR Laboe 1:0 (0:0): Obwohl Gut Heil gegen die Gäste von Beginn an hoch überlegen agierte, reichte es dennoch nur zu einem denkbar knappen Sieg, der im Kampf gegen den Abstieg aber überlebensnotwendig war. Während Laboe nur mit weiten Bällen auf den hoch aufgeschossenen Marvin Wulff operierte, spielten die Neumünsteraner über mehrere Stationen schnell nach vorne und verzeichneten Torchancen im Fünf-Minuten-Takt. Nico Mahlo (10., 30.), Martin Knobel (15.), Christian Fischer (20., 42.), Marcus Rogge (27.) sowie Stefan Ibs (40.) und Pasqual Rüdiger (47.) verpassten es, bereits vorzeitig alle Weichen auf Sieg zu stellen. Pech hingegen als Sven Schümann in der 50. Minute nur den Pfosten traf. So mussten die dominierenden Gastgeber bis zur 75. Minute warten, bis der erlösende Siegtreffer fiel. Nach einem 18 Meter Schuss von Mahlo zappelte der Ball zum vielumjubelten 1:0 im Netz. Gut Heil Neumünster: Strietzel – Hagemann – Walter, Knobel, Rogge (78. Matthes) – Mahlo, Ibs, Rüdiger, Sv. Schümann (75. Vainaste) – Fischer, Hinrichsen.
    

TSV Lütjenwestedt – SpVg Eidertal-Molfsee II 1:3 (0:2): Keinesfalls wie ein Absteiger präsentierten sich die Gäste, die einzig in der vierten Minute in Verlegenheit waren, als Mirko Losch eine Großchance auf dem Fuß hatte, aber Torwart Björn Kinsky blendend parierte. Danach waren die Molfseer optisch überlegen, während es Lütjenwestedt an der nötigen Einstellung vermissen ließ. „Das war nichts“, meinte TSV-Spieltrainer Arne Steltner nach dem Spiel. Fast zwangsläufig fiel so das 0:1, als Gunnar Grosch aus vier Meter einschieben konnte (14.) und ebenso absehbar war das 0:2 durch Christian Pahlke, der nach feiner Vorarbeit von Grosch vollstreckte (32.). Nach dem Wechsel rissen sich die Lütjenwestedter noch einmal am Riemen, doch mehr als das 1:2 durch Oliver Christ, der nach einem Steltner-Freistoß einköpfte, gelang nicht (79.). Pech hingegen als Arne Rühmann einen versprungenen Ball aus einem Meter nur an den Pfosten schießen konnte (84.). Danach war die Partie gelaufen. „Es wäre zum Ende mehr drin gewesen, wenn der Schiedsrichter nicht so einseitig gepfiffen hätte“, meinte Steltner, der wegen Reklamierens noch die gelb-rote Karte sah (89.). Das 1:3 durch Bernd Jansen in der Nachspielzeit hatte nur noch statistischen Wert. TSV Lütjenwestedt: Gosch – Meier – Vollstedt, Hansen (30. Lohse) – Baasch, Volkmann (46. Kuchenbecker), Schröder, Baier, Rühmann – Steltner, Losch (46. Christ). SpVg Eidertal-Molfsee II: Kinsky – de Mooy - Jansen, Breitsprecher, Spieckermann (80. Schramm), Balandies, Pahlke, Nessel, Grosch, Paul, Polenkowski (75. Latifi).
    

TuS Nortorf – SV Ellerbek 9:0 (6:0):
Zur Nebensache geriet der deutliche Sieg der Nortorfer, die durch Treffer von Simon Lackmann (15., 33.), Dierk Schröder (18., 35., 77.), Lars Gudjons (23., 75.), Mirko Nitschmann (28.) und Steffen Ruwolt (55.) ordentlich etwas für das Torverhältnis taten. Hässliche Szenen spielten sich in der 87. Minute ab, als Spielertrainer Dierk Schröder nach einem Allerweltsfoul von seinem Ellerbeker Gegenspieler Thomas Osbahr eine Kopfnuss verpasst bekam. Schröder, der bereits vorher heftigst provoziert worden war, sank mit drei ausgeschlagenen Zähnen in sich zusammen und wurde am Boden liegend mit Fußtritten weiter malträtiert, ehe es Schiedsrichter Cramer von Klausbruch gelang, das sich inzwischen gebildete Rudel aufzulösen. „Gegen diesen Spieler werden wir zivilrechtliche Schritte einleiten“, kündigte TuS-Ligaobmann Timo Görlitz an. Zugang: Stürmer Thies Kieksee vom Oberligisten TSV Kropp verstärkt Nortorf in der kommenden Saison. TuS Nortorf: Fischer – Behrens (46. Ruwolt) – Redmann, Granert (46. Schwarz), Nitschmann, Scherbath, Heintz (70. Klucke), Gudjons, Yaafar – Schröder, Lackmann. mcf

Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 10.05.2004


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Bohse traf für Holtenau doppelt

Holtenau bezwang Wasbek in der Fußball-Bezirksliga verdient mit 2:1


Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga wahrte Tabellenführer Dersau beim Verfolger Klausdorf durch ein 2:2 seinen Vorsprung. Von den drei Kieler Klubs war nur Holtenau (2:1gegen Wasbek) siegreich, während Schilksee sich gegen Selent mit 2:2 trennte. Chancenlos war Ellerbek beim 0:9 in Nortorf.

Schilksee – Selent 2:2
Trotz deutlicher Überlegenheit in der ersten Halbzeit kam der TSVS nicht über ein Remis hinaus, obwohl Hesse (1.) die Gastgeber mit einem Blitzstart in Führung gebracht hatte. Selents Torhüter Sadlowski vereitelte weitere Schilkseer Treffer. Stattdessen gingen die Gäste durch Fölsch (14.) und N. Bünzen (44., Foulelfmeter) mit 2:1in die Pause. Immerhin rettete Erdal dem TSVS in der Nachspielzeit per Kopf in den Torwinkel einen verdienten Punkt. TSVS: Borchers – Wilke – Sliwinsky, Wottge – Hirling, Hansen-Kohlmorgen, Hesse (75. Stade), Brunswieck, Hilbig – Akbulut, Erdal.

Holtenau – Wasbek 2:1
Die Gastgeber gaben in der ersten Halbzeit klar den Ton an und legten durch Armin Bohse (11., Foulelfmeter, 26.) verdient ein 2:0 vor. Im Anschluss durften die Platzherren froh sein, dass Keeper Steiner (38.) einen durch von der Mehden getretenen Foulelfmeter parierte. Nach dem Wechsel kamen die Gäste durch Uzun (65., FE) zum Anschluss, vermochten am verdienten TuS-Sieg aber nichts mehr zu ändern.
TuS: Steiner – Friske – Hos- mann (44. Speck), Reiprich (73. Rosenbaum) – Skamrahl, Koppe, Kielhorn, Leckband, Scherzinger – Bohse (58. Lamprecht), Mende.
    

Nortorf – Ellerbek 9:0
Nach gut einer halben Stunde sah es nach der nächsten zweistelligen Niederlage für den SVE aus, die Platzherren hatten durch Lackmann (15., 33.), Schröder (19., 34.), Gutjons (23.) und Nitschmann (28.) ein halbes Dutzend vorgelegt. In der Folge kamen lediglich noch Kubolt (55.), Gutjons (75.) und Schröder (77.) zu weiteren Treffern. Allerdings scheinen die deftigen Niederlagen die Nerven der Ellerbeker arg zu strapazieren. Thomas Osbahr revanchierte sich nach einem Foul von Dirk Schröder mit einer „Kopfnuss“ am Nortorfer Spielertrainer, die diesen drei Schneidezähne kosteten. Der Schiedsrichter verwies Osbahr des Feldes (87.) und pfiff kurz darauf mehr als pünktlich ab. SVE: Lass – Gramatzki (46. Schünemann) – Osbahr, Sen, Torun – Demir, Krause, Akagan, K. Schultz, Nagelberg (36. Gündogdo) – Ostropolski.
    

Lütjenburg – Waabs 0:2 Tore: 0:1, 0:2 Auer (65., Foulelfmeter, 90.).
Rotenhof – Preetzer TSV 4:1 Tore: 1:0 Krüger (17.), 2:0, 3:0 Fugmann (43., 48.), 4:0 Krüger (65.), 4:1 Göben (89.).
Büdelsdorf – Flintbek 2:0 Tore: 1:0, 2:0 Storch (11., 82.).
Klausdorf – Dersau 2:2 Tore: 0:1 T. Biss (6.), 0:2 Böttcher (16.), 1:2 Thies Rosenfeld (40.), 2:2 Thomsen (50.).
GH Neumünster – Laboe 1:0 Tor: 1:0 Mahlow (76.).
Lütjenw. – Eidertal II 1:3 Tore: 0:1 Grosch (15.), 0:2 Balandies (35.), 1:2 Christ (60.), 1:3 Latifi (90.). sp

Quelle: KN  vom 10.05.2004