Geschenke gibt's für Nortorf nicht -
Fußball-Bezirksligist Flintbek optimistisch
Molfsee/Flintbek – Gleich zweimal treffen Holsteiner Vertreter in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag aufeinander, und in beiden Fällen kann den Gastgebern nur eine Außenseiterrolle zugestanden werden.
Beim TSV Flintbek ist der TuS Nortorf ebenso favorisiert wie der Büdelsdorfer TSV bei der SpVg Eidertal-Molfsee II.VfR Laboe – TSV Lütjenwestedt (Sonnabend, 15 Uhr): TSV-Spieltrainer Arne Steltner wird nach dem ersten Auswärtssieg seit Oktober 2002 (4:2 beim TuS Rotenhof) sein Team auf zwei Positionen umstellen. "Ich will in Laboe offensiver als zuletzt spielen und werde im Mittelfeld und Angriff variieren", erklärt der Coach. Die Abwehr hingegen bleibt unverändert, sodass sich Nils Hansen als Spezialist für Sonderaufgaben um den VfR-Torjäger Petersen (25 Treffer) kümmern wird. "Vielleicht gibt der Auswärtserfolg Auftrieb. Ein Punkt würde mir allerdings schon reichen", meint Steltner. Hinspiel: 2:2. HZ-Tipp: Lütjenwestedt baut seine Serie aus und landet den dritten Sieg in Folge – 1:3.
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SV Wasbek – TSV Klausdorf (Sonnabend, 15 Uhr): Allzu gern erinnert sich Wasbeks Trainer Michael Meyer an das Hinspiel zurück, als gegen den TSV Klausdorf dank einer sensationellen Leistung von Ersatztorwart Frank Dahmke ein 2:0-Sieg gelang. Das Top-Team verzweifelte seinerzeit an den Paraden des Wasbeker Keepers. "Ich bediene mich der psychologischen Kriegsführung und werde Frank sich warmmachen lassen", schmunzelt Michael Meyer. Ansonsten soll mit einer tief gestaffelten Abwehr agiert werden, die den Gastgeber dazu verleiten soll, die Absicherung des eigenen Tores zu vernachlässigen. Gradlinige Konter über Ahmed Uzun und Kai Packhäuser sollen Klausdorf schließlich den "Garaus" machen. Nicht mit von der Partie ist Manndecker Jan Linnemann (Innenband gedehnt) dessen Part Jürgen Fehmer übernehmen soll. HZ-Tipp: Eine taktisch disziplinierte Leistung und die Kaltblütigkeit im Abschluss beschert Wasbek einen verdienten Punkt – 1:1.
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TSV Selent – Gut Heil Neumünster (Sonnabend, 15 Uhr): Nach der letzten enttäuschenden Vorstellung, als äußerst undiszipliniert agiert wurde, bleibt Gut Heil-Trainer Thomas Hinrichsen nur noch die Alternative, nun in jedem Spiel auf drei Punkte zu spielen. "Auch in Selent werden wir deshalb mit drei Angreifern auflaufen", setzt Hinrichsen alles auf eine Karte. Die Hoffnungen auf die nötigen Torerfolge ruhen dabei auf die Angreifer Raimo Vainaste, Christian Fischer und Pasqual Rüdiger. In dieser Serie verletzungsbedingt wohl nicht mehr zum Einsatz kommen Patrick Matthes und Timo Walter. Aus angenehmeren Gründen pausiert Ersatztorwart Dietmar Brüssow, der heute heiratet. Hinspiel: 5:2 für Selent. HZ-Tipp: In Selent reißen sich die Neumünsteraner zusammen – 2:2.
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SpVg Eidertal-Molfsee II – Büdelsdorfer TSV (Sonntag, 15 Uhr): Im Endspurt um den Klassenerhalt hofft Eidertals Trainer Thorsten Kinsky auf Unterstützung aus allen Reihen, um vielleicht doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Wer jedoch im Endeffekt zur Verfügung steht, erfährt der Coach erst kurzfristig. Auf jeden Fall wieder im Kader sind Andreas Breitsprecher, Ralf Schramm, Matthias Johannsen und Björn Schönen. "Zu Hause sind wir wesentlich stärker geworden. Dennoch will ich das Spiel verschleppen, mit einer engen Mittelfeldreihe operieren und dann auf die Konterchance warten", offenbart Kinsky seine Taktik. Um die Top-Goalgetter der Büdelsdorfer Tom Gerberding (15 Tore) und Thomas Eichler (14 Tore) sollen sich Bernd Jansen und Malte Spieckermann kümmern. Ein kleiner Vorteil für Eidertal könnte sein, dass Dirk Fischöder als treffsicherster Spieler (18 Tore) des BTSV nicht dabei ist. Die Angriffsreihe ist aber auch mit Thomas Eichler und Nils Diekmann sowie Lasse Stocks stark besetzt. Vor einem Spaziergang warnt indes BTSV-Trainer Axel Truschkowski. "Das wird eine andere Nummer als gegen Gut Heil. Ich weiß, dass Eidertal Fußball spielen kann. Und nur wenn wir 90 Minuten durchspielen, werden wir Erfolg haben. Dabei setzte ich auf unser gradliniges Spiel." Zuletzt schalteten die Büdelsdorfer jedoch bereits nach 45 Minuten ab und ließen das Spiel lässig ausklingen. Eine solche Leistung wird gegen Eidertal mit Sicherheit nicht reichen. Verzichten muss Truschkowski noch auf Timo Lardong (Rücken), Christian Fanter (OP) und Marten Kirstein (Leistenprobleme). Hinspiel: 5:0 für Büdelsdorf. Serie: Büdelsdorf ist seit acht Spielen ungeschlagen. HZ-Tipp: Eidertal spielt stark, doch am Ende ist der BTSV glücklicher – 1:2.
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TSV Flintbek – TuS Nortorf (Sonntag, 15 Uhr): Realitätsnähe beweist Flintbeks Trainer Frank Wüllner. "Jedes Spiel ist für uns eine Vorbereitung auf das nächste Jahr. Ich will einiges Neue ausprobieren und daraus Erkenntnisse ziehen. Jeder wird so seine Chance bekommen. Aber", so fügt Wüllner ein, "wir wollen uns würdevoll und sportlich verabschieden und keine Punkte verschenken". Flintbek sieht sich gegen Nortorf zwar als krassen Außenseiter, will sich aber nochmals beweisen. Vor allem auf Sönke Schuster kommt dabei eine schwierige Aufgabe zu. Der Manndecker soll TuS-Torjäger Dierk Schröder (22 Tore) ausschalten. Nicht mit von der Partie ist Marc Wichmann (Dienst). Beim TuS Nortorf fallen neben Simon Quandt (Knöchel) noch Steffen Ruwolt (Beckenprellung) und Hannes Drews weiterhin aus. Allerdings bleibt die Elf vom letzten Wochenende unverändert. "Man kann sich in Flintbek nur blamieren. Und vor allem wir tun uns gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel schwer", erklärt TuS-Ligaobmann Timo Görlitz, der aus den nächsten drei Spielen sieben Punkte angepeilt hat, um den Klassenerhalt auch theoretisch verbuchen zu können. "Wir wollen in Flintbek zeigen, wer Herr im fremden Hause ist und werden uns dort nicht den Schneid abkaufen lassen", erklärt Görlitz kämpferisch. Hinspiel: 5:0 für Nortorf. Serie: Nortorf ist seit elf Spielen ungeschlagen. HZ-Tipp: Der Flintbeker Sturm kommt gegen die abgebrühte Nortorfer Abwehr nicht zum Zuge. Da hat der TuS-Angriff schon mehr zu bieten – 1:3. mcf
nordClick/kn vom 30.04.2004 01:00Quelle: KN - Holsteiner Zeitung vom 30.04.2004