TuS Nortorf - SV Wasbek 6:1 (1:0) 

- 09.10.2004 -

Bericht Stadionzeitung

6:1-Erfolg über Wasbek - Offensivfußball erst nach der Pause belohnt

43 Minuten lang waren die rund 120 TuS-Fans nicht sicher, ob die Mannschaft nach der Niederlage in Laboe diesmal einen erfolgreicheren Nachmittag in der heimischen Arena haben wird. Einmal mehr präsentierten sich die Schröder-Mannen in „Schema F-Manier“ und waren erkennbar nicht in der Lage, das erwartet massive Abwehr-Bollwerk der Gäste vom Bahndamm trotz drückender Überlegenheit zu knacken. Und wenn Schröder & Co. wenige Male aussichtsreich in Szene gesetzt werden konnten, dann fehlte es an der nötigen Eigensinnigkeit (oder am Selbstvertrauen?) und der z. T. schlechter postierte Mitspieler wurde unnötigerweise in die Verantwortung genommen. 

Der Gast kam mit diesen Defiziten im Nortorfer Spielaufbau sogar zunehmend besser zu Recht und verlegte sich kurz vor der Pause auf eigene, gefährliche Offensivaktionen. Umso glücklicher für den TuS, dass in diese Phase der Führungstreffer fiel. Nach einem abgefangenen Eckball des SVW fuhren Schröder und Kiecksee einen Blitzkonter und die scharfe Hereingabe des Letztgenannten konnte Steinhausen nur noch ins eigene Tor befördern (43.). 

Dieser Treffer schien wie ein Adrenalinstoß zu wirken, denn nach dem Wechsel war der TuS nicht wieder zu erkennen und spielte herrlichen Angriffsfußball. Allen voran der überragende Kiecksee mutierte zum Wasbeker Albtraum. Die Treffer zum 2:0 (55.), 5:1 (85.) und 6:1 (89.) erzielte er selbst und an den Treffern zum 3:0 (59.) durch Schröder und 4:1 durch Sadowski (79.) war er unmittelbar beteiligt. Der Gast trat nur noch einmal in Erscheinung. Gill verschoss einen vermeintlichen Foulelfmeter (63.). Selbst den Ehrentreffer besorgte der TuS. Nitschmann wurde unfreiwilliges Opfer eines versuchten Befreiungsschlages von Rathgen (65.).

In der Verfassung der zweiten Halbzeit ist die TuS-Liga sicher wieder ein ernstzunehmender Konkurrent in der Spitzengruppe der Bezirksliga. Doch schon das nächste Derby beim SC Gut-Heil Neumünster wird zeigen, ob die Mannschaft diesem Anspruch dauerhaft gerecht werden kann...

Timo Görlitz

Ligaobmann

 

Infobox
Aufstellung: Fischer - Klages - Redmann, Rathgen - Nitschmann (75. Sadowski), M. Boller, Schröder, Klucke (65. Michaelis), Ruwolt - Schlotfeld (45. Drews), Kicksee
Tore: 1:0 Steinhausen (ET 43'), 2:0 Kicksee (55'), 3:0 Schröder (59'), 3:1 Nitschmann (ET 65.), 4:1 Sadowski (79'), 5:1 Kicksee (85'), 6:1 Kicksee (89')
Gelbe Karten: Nitschmann
Rote Karten: ---
Im Kader: H. Boller (TW), Granert, Gudjons